Neuer Seat Ateca (2016): Erste Testfahrt So fährt der Ateca mit 190-PS-TSI

von Thomas Geiger 13.07.2017
Inhalt
  1. Erste Testfahrt im neuen Seat Ateca (2016)
  2. Seat Ateca SUV überzeugt auch im Gelände
  3. Neuen Seat Ateca FR (2017) angetestet
  4. So fährt sich der neue Zweiliter-TSI mit 190 PS

Der neue Seat Ateca (2016) ist das erste SUV der Spanier. Bei unserer ersten Testfahrt haben wir uns zuerst den 2.0 TDI 4Drive mit Allradantrieb zur Brust genommen, dann den neuen Seat Ateca FR (2017) angetestet!

Seat hatte es in den vergangenen Jahren nicht immer leicht, schließlich fuhr der SUV-Zug zunächst ohne die Spanier ab. Der neue Seat Ateca (2016) soll alles ändern, denn die spanische VW-Tochter ist durchaus schon im Bau von SUV geübt: Bereits seit 2011 läuft der Audi Q3 von den Seat-Bändern in Martorell. Das erste eigene SUV soll nun eine Erfolgsgeschichte fortschreiben, die auf anderen Ebenen längst begonnen hat. Seats Designentwicklung wird allenthalben gelobt und auch die Verkaufszahlen erklimmen höhere Etagen. Wurden 2010 noch 50.499 Seat in Deutschland verkauft, so waren es 2015 schon 94.673. Der weltweite Umsatz hat sich seit 2009 auf 8,3 Milliarden Euro verdoppelt. Für zusätzlichen Schub soll ab Juli der neue Seat Ateca (2016) sorgen, der – die VW-Modulstrategie macht's möglich – bei den Kollegen von Skoda im tschechischen Kvasiny gebaut wird. Gut 70.000 Jahreseinheiten sind zunächst geplant.

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Preis für den Seat Ateca ab 19.990 Euro

Seat Ateca im Crashtest - Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Seat Ateca (2016)

Der Wolfsburger Genpool spielt dabei eine große Rolle, weil der attraktiv gezeichnete Seat für viele scharf rechnende SUV-Kunden eine interessante Alternative zu Tiguan und Yeti darstellt. Die Preise für den neuen Ateca (2016) beginnen bei 19.990 Euro für den Einliter-TSI mit 115 PS starkem Dreizylinder-Turbobenziner. Der zur ersten Probefahrt bereitgestellte Zweiliter-TDI 4Drive mit der höchsten Ausstattungslinie "Xcellence" kostet samt Allradantrieb und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe 35.580 Euro. Auch das ist ein wohlfeiles Angebot, sind doch mit 18-Zoll-Leichtmetallrädern, Media-System samt Achtzoll-Touchscreen, Rückfahrkamera, Klimaautomatik und Voll-LED-Scheinwerfern zahlreiche Annehmlichkeiten bereits im Preis enthalten. Nützliches wie die Anhängerkupplung gibt es für 790 Euro – der Testwagen darf 2,1 Tonnen an den Haken nehmen. Eine Fülle von Assistenzsystemen aus dem VW-Teileregal steht bereit, dazu gehören Abstandsregeltempomat (ACC), Front Assist, Auspark- oder Parklenkassistent. Zu den besonderen Vorzügen des neuen Seat Ateca (2016) zählt die sehr gute Raumausnutzung. Mit einer Außenlänge von 4,36 Metern ist der Spanier in etwa so groß wie der erste Tiguan und mithin sehr handlich. Dennoch sind auf der nicht verschiebbaren Rückbank zwei Erwachsene bestens untergebracht. Knie- und Kopfraum sind gut, das gilt auch für die Bedienung. Das Kompakt-SUV mutet seinem Fahrer keinen Kopfsprung in die Finsternis kryptischer Menüebenen zu. Alle Tasten und Schalter sind logisch gruppiert, leicht erreichbar und sauber bezeichnet.

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Seat Ateca SUV überzeugt auch im Gelände

Die Übersicht im neuen Seat Ateca (2016) nach vorn ist wegen der relativ flach verlaufenden Haube problemlos, die an ihren Wurzeln relativ breiten hinteren Dachsäulen schränken die Sicht nur wenig ein. Für klaren 360-Grad-Rundumblick sorgt eine aufpreispflichtige Top-View-Kamera (ab 550 Euro), die nicht nur präzises Einparken erleichtert, sondern auch im Gelände gute Dienste tut. Ganz sicher werden die allermeisten Ateca eher die Autobahn als die Piste unter die Räder nehmen. Doch kann sich der neue Spanier in der Allradvariante durchaus auch im Gelände seinen Weg bahnen. Sechs Fahrmodi stehen zur Verfügung, die auf Allradantrieb, Motorsteuerung, Getriebe und Lenkung Einfluss nehmen. Im Geländemodus wühlt sich der Ateca wacker durch, und im Bergabfahrmodus greift die Elektronik gezielt ein und regelt den präzisen Bremsdruck für jedes Rad so, dass die Fuhre langsam und sicher unten ankommt. Auf der Straße schließlich hat der 190-PS-TDI erwartungegemäß leichtes Spiel mit dem 1535 Kilo schweren Fünftürer. Die Fahrwerksabstimmung ist erfreulich komfortabel ausgelegt, erlaubt aber im Zusammenspiel mit der gefühlvoll abgestimmten Lenkung auch eine dynamische Fahrweise.

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Erste Fahrt im neuen Seat Ateca FR (2017) mit dem 190-PS-Benziner! © Seat
 

Neuen Seat Ateca FR (2017) angetestet

Ein Jahr nach dem Markstart erweitern die Spanier das Angebot mit dem neuen Seat Ateca FR (2017). Aufpreispflichtige Sportpakete liegen eben nicht nur bei Premiummarken im Trend, auch bei Seat registriert man nicht ohne eine gewisse Portion Selbstbewusstsein den Erfolg der zwei Buchstaben. So machte die Ausstattungslinie FR beim Kompakten Leon im vergangenen Jahr rund 50 Prozent der Bestellungen aus, beim Alhambra waren es sogar 60 Prozent. Natürlich erhoffen sich die Spanier, durch den neuen Ateca FR (2017) weitere Kunden zur aufstrebenden Marke zu locken. Dabei ist der FR als Teil einer "Y-förmigen" Ausstattungsstrategie zu sehen: Wer es luxuriöser möchte, wählt nach Ansicht von Seat-Deutschland-Geschäftsführer Bernhard Bauer das XCELLENCE-Paket. Wer es hingegen sportlicher mag, greift zum FR. Doch möchte Bauer den FR nicht als echtes Sportmodell verstanden wissen, was unsere erste Testfahrt mit dem neuen Seat Ateca FR (2017) auf Österreichs Landstraßen auch bestätigt.

Neuer Seat Ateca (2017) im Facebook-live-Video:

 

So fährt sich der neue Zweiliter-TSI mit 190 PS

Trotz seiner dynamischen Aufmachung, die sich insbesondere durch die volllackierten Front- und Heckschürzen, durch schwarze oder silber-matte Akzente und die 18-Zoll-Alufelgen vom zivileren Ateca unterscheidet, gibt sich das Fahrwerk des neuen Seat Ateca FR (2017) auch weiterhin geschmeidig. Zusätzlich lässt sich der Härtegrad von Federn und Dämpfer per Drehknopf in der Mittelkonsole von Sport- bis Geländemodus der Situation anpassen, im ersteren reagiert der Ateca deutlich zackiger und erlaubt dynamisches Kurvenwedeln. Die erste Testfahrt ist aber nicht nur wegen der neuen Ausstattungslinie so interessant, sondern auch weil auch die Spanier bei der Gelegenheit auch einen neuen Top-Benziner ins Rampenlicht schieben: Das ist nicht wie bislang der 1,4 Liter große TSI mit 150 PS, sondern ein Zweiliter-TSI mit 190 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment. Der akustisch unauffällig agierende Vierzylinder passt gut zum Charakter des Kompakt-SUV: Bei Bedarf drückt er den neuen Ateca mit beachtlichen 7,5 Sekunden auf Tempo 100 und auf eine Spitze von 212 km/h, kann aber auch genauso gut gelassen sein. Mit dem zugehörigen Siebengang-DSG surft das Auto auf einer niedrigen Drehzahlwelle, erzwingt keine unnötige Unruhe, sondern erlaubt das geschmeidige Cruisen. Von Alexander Koch

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von Thomas Geiger von Thomas Geiger
Unser Fazit

Die Spanier haben beim neuen Seat Ateca (2016) alles richtig gemacht. Ansprechendes Design, handliches Format, maßvoll kalkulierte Preise, dazu die Wucht des VW-Technikbaukastens MQB sind beste Voraussetzungen für den Erfolg. Der starke Diesel passt perfekt zum Charakter des neuen Seat, der für SUV-Fans eine echte Alternative darstellt.

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