Neue Opel-Modelle Klein-Kaliber

22.02.2008

Opel greift an. Neben den Nachfolgern der beliebten Vans Meriva und Zafira rollen zwei ganz neue Modelle auf uns zu: ein pfiffiges City-Auto für rund 8000 Euro und ein kleines SUV auf Corsa-Basis

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Die Marken Chevrolet, Saab und vor allem Opel stehen im Zentrum der geplanten Wachstumsstrategie des Automobil-Giganten General Motors in Europa (GM-Marktanteil in Europa 2007: 9,5 Prozent). Neben üblichen Modellwechseln, wie der für November geplanten Einführung des Vectra-Nachfolgers » Insignia, sollen komplett neue Produktlinien aufgezogen werden.

Dazu gehört ein pfiffiger » City-Opel, der in einem der wichtigsten Zukunftsmärkte Stückzahlen bringen soll: dem der preiswerten, spritsparenden Kleinstwagen. Schon die Konzeptstudien Maxx (1995) und » Trixx (2004) zeigten, welche praktischen Werte so ein superkompakter Stadtflitzer mitbringen muss. Dank einer ausgeklügelten Klappmechanik etwa lässt sich der Beifahrersitz des Trixx komplett im Wagenboden versenken.

Ein im Schubladen-Stil herausziehbarer, mit bis zu 30 Kilogramm belastbarer Heckgepäckträger kann schmutziges Transportgut außenbords befördern. Gegenüber dem nur 3,04 Meter kurzen Trixx soll der für 2011 erwartete viersitzige Opel City knapp 3,30 Meter messen und damit fast genau zwischen dem Smart (2,69 Meter) und dem neuen Opel Agila (3,74 Meter) liegen.

Er wird jedoch ohne die teuren sogenannten Pantograph-Türen des Studienmodells auskommen, die einen sehr breiten Einstieg freigeben und deren Führung von nur einem Tragarm übernommen wird. Opel-Chef Hans H. Demant nennt gegenüber AUTO ZEITUNG einen Zielpreis von rund 8000 Euro. Auf die technische Basis des City will sich der Opel-Chef noch nicht festlegen. Eine verkürzte Basis des Chevrolet Matiz (Radstand 2,34 Meter) liegt zwar nahe, wäre preiswert und zudem schnell verfügbar.

Weil einfaches Downsizing aber nicht zwingend zum Ziel führt, ist statt des klassischen Zuschnitts mit quer eingebautem Frontmotor und danebenliegendem Getriebe ebenso ein Antriebsstrang denkbar, in dem der Motor und das Getriebe in einem Gehäuse miteinander verblockt sind - ein im Motorradbau gängiges Prinzip. Diese ultrakompakte Bauweise spart Gewicht und kommt einem in Relation zur Fahrzeuggröße geräumigen und zudem variablen Innenraum-Layout entgegen.

Ursprüngliche Planungen sahen nur einen Chevrolet-Stadtfloh vor. Die aber stießen trotz oder wegen der großen Erfolge vor allem in Russland - die Chevy-Verkäufe stiegen 2007 um satte 95,2 Prozent auf 258835 Autos - in Rüsselsheim auf Widerstand.

Der neuen Antriebsphilosophie folgend, könnten im neuen City-Auto nun Zwei- und Dreizylinder mit und ohne Aufladung als Kraftquelle dienen. Eine klassische Hybridvariante scheidet aus Kostengründen aus. Opel-Chef Demant favorisiert dagegen die von GM gepflegte Plug-in-Technologie - also Strom direkt aus der Steckdose.

Die Verfügbarkeit von Lithium-Ionen-Batterien vorausgesetzt, wären Reichweiten bis zu 65 km im elektrischen Fahrbetrieb möglich. Zusätzlich dient ein kleiner Verbrennungsmotor plus Generator als bordeigener Stromlieferant für die Batterien. In diesem Verbund wären sogar Reichweiten von bis zu 700 km möglich.
Ein weiteres Zukunftsprojekt ist ein » kleines SUV unterhalb des » Opel Antara.

Um eine wirtschaftlich interessante Stückzahlquote zu erreichen, soll das Projekt gleich auf mehrere Konzernmarken (Europa: Opel, Chevrolet; USA: Saturn oder GMC) verteilt werden.

Mit Front- oder Allradantrieb
Als Produktionsstandort kommt sowohl Korea in Frage, wo sich der fernöstliche Konzernableger GM-Daewoo Auto & Technologie künftig um einen großen Teil der Entwicklung kleiner, auf der sogenannten Gamma-Plattform (Corsa) basierender Modelle kümmert, als auch der Standort Antwerpen. Die nächstgrößere Plattform Delta (Astra) wäre zu groß und zu teuer und würde den sowohl mit Front- als auch mit Allradantrieb geplanten Novizen in zu große Nähe zum aktuellen Antara bringen.

Dabei wird das kleine, für 2010 terminierte SUV nicht als ernsthafter Geländegänger konzipiert, sondern als rustikaler Verwandlungskünstler mit Traktionsvorteil. Der variabel gestaltete Innenraum wird von einer zünftig gezeichneten Karosserie umhüllt - samt bulliger Frontpartie und prägnant ausgeformten Radläufen. Statt aufwendiger Differenzialsperren übernimmt bei auftretendem Schlupf ein elektronisch gesteuerter Bremseingriff die Kraftverteilung zwischen den Achsen. Vierzylindermotoren von 75 bis 192 PS stehen bereit, wobei die jeweils stärkeren Aggregate der Allradvariante vorbehalten bleiben sollen.

Auf dem Genfer Salon Anfang März präsentiert Opel eine Studie des Mitte nächsten Jahres serienreifen neuen » Opel-Neuheiten - Hier geht es zur Bildergalerie, der mit einem völlig neuen Türkonzept FlexDoor für Aufsehen sorgen dürfte. "Es ist eine logische Weiterentwicklung unserer Monocabs", erläutert Carl-Peter Forster, Präsident von GM Europa. Der Clou des Meriva: Die hinten angeschlagenen sogenannten Schmetterlingstüren öffnen unabhängig von den vorderen - aus Sicherheitsgründen übrigens nur bei völligem Stillstand des Autos. Dank FlexDoor soll der Zugang zum Fond spürbar erleichtert werden. Die Motorenpalette samt eines neuen 1,4-Liter-Turbo-Benziners (140 PS) reicht von 75 bis 192 PS.

Anfang 2011 debütiert der neue » Zafira, dessen Design sich stark an der Studie » Flextreme orientiert. Bis auf die Vordersitze sollen sich die restlichen fünf der serienmäßigen sieben Sitze plan zum Wagenboden wegfalten lassen. Erstmals verfügt der Zafira zudem über seitliche Schiebetüren, ein absolutes Novum unter den deutschen Kompaktvans.

Die sportliche OPC-Variante mit dem auf 250 PS leistungsgesteigerten Zweiliter-Turbo übernimmt die Rolle des Topmodells.

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