Mercedes-AMG Project One: IAA 2017 AMG-Supersportler mit F1-Antrieb

von Alexander Koch 30.05.2017

Die Premiere des Supersportwagens namens Mercedes-AMG Project One auf der IAA 2017 rückt immer näher. Jetzt haben die Schwaben Details zum Antriebsstrang des R50 verraten. Der Straßenrenner kriegt Formel-1-Technik und über 1000 PS!

Der Supersportwagen Mercedes-AMG Project One wird wohl eine der aufsehenerregendsten Premieren auf der IAA 2017, 14. bis 24. September. Schließlich soll der intern als R50 bezeichnete Renner nicht weniger als den "Höhepunkt des Machbaren" markieren und ist laut Mercedes-Homepage "der wohl faszinierendste Zweisitzer, der jemals den Weg auf die Straße finden wird". Große Worte für ein großes Auto, das sich als ärgster Konkurrent für Lamborghini, Ferrari und Koenigsegg positionieren möchte. Hüllte sich Mercedes-AMG bislang noch weitesgehend in Schweigen, lieferten die Schwaben am Rande des 24h-Rennens auf dem Nürburgring nun erste Fotos und Informationen zum Antriebsstrang. Und der sorgt für Aufsehen, denn der Project One (2017) wird "das erste käufliche Auto, das mit F1-Hybridantrieb und Straßenzulassung". Dafür kombiniert es einen nur 1,6 Liter großen V6-Turbobenziner mit einer Maximalleistung von rund 760 PS mit vier Elektromotoren, die über 410 PS leisten. Das ergibt eine Systemleistung von fulminanten 1035 PS. Zudem verspricht AMG-Chef Tobias Moers eine höhere Elektro-Reichweite als in der F1: "Wir werden die [Akku-]Kapazität etwa vervierfachen und so eine elektrische Reichweite von bis zu 25 Kilometern darstellen". Gleichzeitig soll das Spitzentempo bei weit über 350 Sachen liegen.

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Über 1000 PS im Mercedes-AMG Project One (2017)

Die massive Leistung trifft auf ein Gesamtgewicht, das durch einen Carbon-Monocoque gerade einmal rund 1300 Kilogramm betragen soll. Trotz des guten Leistungsgewichts und des Allradantriebs kann der Mercedes-AMG Project One (2017) den Beschleunigungswert von knapp über 2,5 Sekunden auf Tempo 100 kaum toppen. Die straßentauglichen Reifen stoßen dafür zu schnell an ihre Leistungsgrenzen. Sie sind allerdings notwendig, um den R50 für zig Märkte homologisieren und später mit Straßenzulassung verkaufen zu können. Da es um die Standfestigkeit der aus der Formel 1 entlehnten Technik nicht allzu gut bestellt ist – dort hält sie unter der Dauerbelastung nur wenige tausend Kilometer –, soll der Motor bei 11.000 Umdrehungen je Minute abgeriegelt werden. Trotzdem, so heißt es, werde alle 50.000 Kilometer eine Generalüberholung notwendig sein.

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Mercedes-AMG Project One (2017)
Aus Italien stammt diese scharfe Illustration des Mercedes-AMG Project One! © omniauto.it
 

AMG Project One (2017) kostet über 2,2 Mio. Euro

Zum Design des Mercedes-AMG gibt es bislang nur sehr wenig Informationen, es könnte an Le-Mans-Rennwagen erinnern, möglicherweise auch an den legendären Mercedes-Benz CLK GTR. Ein offizielles Teaser-Foto gibt bereits einen ersten Ausblick. Dass dieser Wagen zuerst rein virtuell für ein Konsolen-Rennspiel entstand, ist zum jetzigen Zeitpunkt kaum noch vorstellbar. Schließlich soll das Affalterbacher Geschoss schon auf der IAA 2017 vorgestellt werden – pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum von AMG. Raffinessen wie etwa eine Allradlenkung oder ein aktives Fahrwerk und die teilweise absurd zu nennenden Leistungsangaben haben natürlich ihren Preis. Es wird spekuliert, dass der Mercedes-AMG Project One (2017) rund 2,8 Millionen Euro kosten soll. Trotz des wahnwitzigen Preises soll die 275 Exemplare zählende Kleinserie des Mercedes-AMG Project One (2017) bereits annähernd ausverkauft sein.

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