Markenvergleich: Opel Corsa und Skoda Fabia im Test Kleine Kämpfer

28.09.2011

Opel Corsa und Skoda Fabia sind fit für den harten Alltag im Großstadtdschungel und geschätzte Begleiter – die Fünftürer im Vergleich

Vom Glanz, der von der Eurovisions-Gewinnerin Lena auf den Opel Corsa übergehen sollte, ist nichts geblieben. Lena ist nicht mehr Markenbotschafterin, der Corsa kein Star, sondern ein Kleinwagen unter vielen. Sein Gegner in diesem Vergleich ist ein Musterknabe: der Skoda Fabia. Nominell kommt der mit einem Hubraumnachteil, denn während der Corsa mit einem 1,4-Liter-Motor zum Test erscheint und dabei noch ein Pferdchen mehr unter der wohlgeformten Haube verbirgt, kann der Fabia nur mit 1,2 Litern aufwarten, wird aber von einem Turbolader unterstützt.

Damit hat er das bessere Drehmoment. Das gilt viel im Kleinwagensegment, in dem es auf jeden Newtonmeter Kraft ankommt. Der Fabia erweist sich deshalb als der potentere Kämpfer im Ringen um jede Zehntelsekunde. Den Sprint von null auf 100 km/h erledigt er 1,4 Sekunden schneller. Ebenso deutlich ist sein Vorsprung bei der Elastizität. Das manuelle Fünfgang-Getriebe im Skoda Fabia ist besser durchgestuft und passt gut zum Motor. Der praktisch gleich schwere Opel Corsa wirkt nicht nur träger, er ist es auch: In keiner Disziplin reicht er an den Fabia heran.

SPORTLICHKEIT IST NICHT IHRE KERNKOMPETENZ
Dass ein Corsa als OPC-Variante ein sportliches Auto sein kann, zeigt unser Fahrbericht, doch in der fünftürigen Biedermann-Version benimmt sich der Corsa, als wäre er größer und schwerer. Der Fabia wedelt deutlich schneller durch die Pylonengasse und ist beim Handling dem Corsa ebenfalls überlegen. Der Bremsentest attestiert beiden Kleinwagen standfeste Systeme, die warm sogar tendenziell besser werden. Doch wo der Skoda Fabia schon steht, braucht der Corsa noch weit über einen Meter, bis er ebenfalls zum Stillstand gekommen ist. Aber auch er überschreitet die Marke von 40 Metern aus 100 km/h nicht.

Im Innenraum ist der Corsa genauso frech gestaltet wie außen. Seine straffen Sitze gefallen zudem auf Anhieb mit gutem Seitenhalt und Komfort. Die Haptik aller Materialien ist passabel, die Verarbeitung auf einem guten Niveau. Der Skoda wirkt von innen schon fast zu brav, zu erwachsen. Wo der Opel mit knuffig großen Schaltern jugendlich sein will, übernimmt der Fabia seriöse Stilelemente der großen Kollegen Octavia oder Superb. Sein Cockpit ist aufgeräumter und wirkt mit kleinen Chromrändern distinguierter als das des Opel. Zum Test trat der Skoda mit stark konturierten Sportsitzen an, die für großgewachsene Menschen etwas eng werden könnten. Die serienmäßigen Sitze sind mit denen des Corsa vergleichbar.

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Beim Raumangebot in der zweiten Reihe kann der Fabia mit mehr Knieraum und etwas mehr Kopffreiheit glänzen. Die steileren Karosserielinien lassen ihn zudem luftiger erscheinen. Im Gepäckabteil gibt es wieder leichte Vorteile für den Tschechen. Bei aufrecht stehender Sitzbank und auch im umgeklappten Zustand hat er mehr Platz zu bieten. Der Opel Corsa punktet dafür mit einem variablen Laderaumboden und einem großen Fach darunter, in dem optional auch das Reserverad liegen kann. Der Fabia hat immer ein Reserverad an Bord, der Corsa ein Pannenset. Als Vorteil für den Opel mag man das frischere Design anführen, doch auch das ändert nichts: Der Fabia ist kräftiger, innen größer, fahraktiver, sparsamer und zudem günstiger.
Thorsten Elbrigmann

 

ZWISCHENSTAND: OPEL 0 : 1 SKODA

Opel Corsa: Der Opel Corsa kann aus seinem Hubraum-Vorteil kein Kapital schlagen. Er ist langsamer als der Fabia, hat einen längeren Bremsweg und weniger Platz – so verliert er klar.
Skoda Fabia: Der Skodas Fabia ist in der 1.2 TSI-Version ein spritziger, fahraktiver und komfortabler Wagen mit gutem Platzangebot
zu einem günstigen Preis – und fährt dem Corsa davon.

Opel gegen Skoda: Alle Duelle des Vergleichs

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Die technischen Daten der Kleinwagen

TECHNIK
   

OPEL CORSA 1.4 16V
SKODA FABIA 1.2 TSI
Motor 4-Zylinder, 4-Ventiler 4-Zylinder, 2-Ventiler,
Direkteinspr., Turbo
Nockenwellenantrieb Kette Kette
Hubraum 1398 cm3 1197 cm3
Leistung bei 87 PS (64 kW)
bei 6000 /min
86 PS (63 kW)
bei 4800 /min
Max. Drehmoment bei 130 Newtonmeter Drehmoment
bei 4000/min
160 Newtonmeter Drehmoment
bei 1500 bis 3500/min
Getriebe 5-Gang, manuell 5-Gang, manuell
Antrieb Vorderrad Vorderrad
Fahrwerk v.: Mc-Pherson-Federb.,
Querlenker, Stabi.;
h.: Verbundlenkerachse,
Federn, Dämpfer, Stabi.; ESP
v.: McPherson-
Federbeine, Querl., Stabi.;
h.: Verbundlenkerachse,
Federn, Dämpfer, Stabi.; ESP
Bremsen v.: innenbel. Scheiben;
h.: Trommeln; ABS
v.: innenbelüftete Scheiben;
h.: Scheiben; ABS
Bereifung rundum:
185/65 R 15
rundum:
185/60 R 15
Felgen rundum: 6 x 15 rundum: 6 x 15
L/B/H 3999/1737/1488 mm 4000/1642/1498 mm
Radstand 2511 mm 2462 mm
Leergewicht / Zuladung 1.136 kg / 479 kg 1.130 kg / 441kg
Anhängelast, gebr./ungebr. 1.000 kg / 500 kg 1.100 kg / 500 kg
Kofferraumvol. 285 bis 1.100 l 300 bis 1.163 l
Abgasnorm Euro 5 Euro 5
Typklassen 14 HP/17 VK/16 TK 14 HP/15 VK/14 TK
FAHRLEISTUNG /
VERBRAUCH
   
0-100 km/h 12,6 s 11,2 s
Elastizität 60-100 km/h
in 10,8 s (4. Gang),
80-120 km/h
in 17,0 s (5. Gang)
60-100 km/h
in 10,4 s (4. Gang),
80-120 km/h in
16,1 s (5. Gang)
Höchstgeschwindigkeit 173 km/h 177 km/h
Bremsweg
100-0 km/h, kalt/warm
39,5 m/39,3 m 37,8 m/37,7 m
Verbrauch 7,4 l S / 100 km 6,4 l S / 100 km
EU-Verbrauch 5,7 l S / 100 km 5.2 l S / 100 km
CO2-Ausstoß 134 g/km 121 g/km
KOSTEN    
Grundpreis 13.220 Euro 13.080 Euro

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