Fahrbericht Honda HR-V: Alltagsnutzen trifft Fahrspaß Kleiner Alleskönner

27.07.2015

Fahrbericht Honda HR-V: Das neue Kompakt-SUV glänzt als 1.6 i-DTEC mit gutem Alltagsnutzen und hohem Fahrspaß

Honda zündet die nächste Stufe seines Neuheitenfeuerwerks und drängt mit dem neuen HR-V in das Boomsegment der kleinen SUV. Mit ausgeprägter Alltagstauglichkeit, fortschrittlichen Motoren und umfangreicher Sicherheitstechnik soll der HR-V etablierten Wettbewerbern wie Opel Mokka, Nissan Qashqai (so schneiden beide im direkten Vergleichstest ab)oder auch Mazda CX-3 Kunden abspenstig machen. Weitere Kaufanreize soll freilich das frech-forsche Design wecken, das mit kühnen Konturlinien sowie coupéhaften Proportionen aufwartet. Die dynamische Formensprache geht allerdings nicht auf Kosten der Praktikabilität.

 

Fahrbericht Honda HR-V: Alltagsnutzen trifft Fahrspaß

Der sauber verarbeitete Innenraum präsentiert sich für die Fahrzeugklasse sehr geräumig und bietet vier Erwachsenen langstreckentauglichen Platz. Der dank niedriger Ladekante gut erreichbare Kofferraum sollte mit einem Ladevolumen von 453 bis 1026 Litern für die meisten Alltagssituationen bestens gerüstet sein. Dazu erhöhen serienmäßig hochklappbare Fondsitzflächen – im Honda-Jargon Magic Seats genannt – oder der umklappbare Beifahrersitz die Variabilität, sodass auch der Transport sperrigerer Güter kein allzu großes Hindernis für den HR-V darstellt.

Gut aufgestellt ist der neue Honda auch, was die Sicherheitsausstattung angeht. Mit Ausnahme der Basisausstattung Comfort verfügen alle Varianten serienmäßig über ein Kollisionswarnsystem, eine Verkehrszeichenerkennung sowie einen Spurhalte- und Fernlichtassistenten. Eine Neuheit ist die zuschaltbare, intelligente Geschwindigkeitsbegrenzung, die auf Basis der von der Verkehrszeichenerkennung ermittelten Tempolimits eine Drosselung der Fahrgeschwindigkeit einleitet und so vor teuren Knöllchen schützen kann.

Aber auch beim Fahren offenbart der kleine Crossover positive Eigenschaften. Einige davon gehen auf das Konto des von uns getesteten, 120 PS starken Diesel-Triebwerks aus der Earth Dreams-Familie, das sich seine Meriten bereits im größeren CR-V oder im Civic verdient hat. Auch im HR-V gefällt der 1,6-Liter-Diesel durch seine gute Laufkultur und den spritzigen Vortrieb.

Die vom Werk angegebenen Fahrleistungen entsprechen dem flinken Eindruck, den der Neuling beim Erstkontakt hinterlässt. So soll der 1324 Kilogramm schwere Crossover in glatten zehn Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen und bis zu 192 km/h schnell sein – bei einem EU-Verbrauch von vier Liter Diesel je 100 Kilometer. Zum dynamischen Antrieb passt auch das knackig zu schaltende Sechsgang-Getriebe, das mit kurzen sowie exakt definierten Wegen die Schaltarbeit zum Vergnügen macht.

Überhaupt steht der HR-V dem Thema Spaß aufgeschlossen gegenüber. Das recht straff abgestimmte Fahrwerk und die zielgenau agierende Lenkung laden förmlich zum schnellen Kurvenwuseln ein. Ebenfalls gut: das geringe Geräuschniveau. Diverse Verkleidungen und Dämmungen, beispielsweise in den Radkästen, sorgen dafür, dass die Laufgeräusche der Reifen wirkungsvoll ausgeblendet werden. Der Federungskomfort ist dagegen nicht die größte Stärke des kompakten Japaners. Bereits auf kleinere Anregungen reagiert der HR-V mit allzeit präsenten Karosseriebewegungen.

Unser Fazit

Der neue Honda HR-V hat das Zeug dazu, eine Vorreiterrolle im stetig wachsenden Segment der kleinen SUV einzunehmen. Er ist fahraktiv, geräumig und überaus variabel einsetzbar. Dazu punktet er mit zeitgemäßer Sicherheitsausstattung und spritzigem Dieselmotor.

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