03.02.2013
Porsche 901 und 911 Carrera S (Typ 993): Vergleich zweier Ikonen
Luft und Liebe
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Vergleich: Porsche 901 und 911 Carrera S (Typ 993)
Enge Verwandtschaftsgrade zeigt auch dieses Foto. Form und Proportionen haben sich in 32 Jahren kaum verändert |
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Vergleich: Porsche 901 und 911 Carrera S (Typ 993)
Das Grundkonzept des längs hinter der Hinterachse eingebauten, gebläsegekühlten sechszylinder-Boxers hat bis ins Jahr 1998 überdauert |
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Porsche 901
Allein das zeitgenössische Radio auf Holz ist zum Verlieben |
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Porsche 901
Im 901 ist der Schalthebel noch lang und dünn |
Wahres Elfer-Feeling und unnachahmlichen Boxer-Sound garantiert der Porsche 911 mit Heckantrieb und luftgekühltem Saugmotor. Mit 901 und 993 Carrera S bat Classic Cars anlässlich des bevorstehenden Jubiläums "50 Jahre 911“ das erste und das letzte Exemplar dieser Art zum Stelldichein
Es ist einer der letzten warmen Tage in diesem Herbst. Noch einmal steigt das Thermometer auf über 20 Grad an. Langsam verzieht sich im Unterallgäu der Nebel, die Sonne bahnt sich ihren Weg.
Es ist kurz nach neun, und hinter uns liegen bereits 130 höchst erquickliche Landstraßen-Kilometer mit dem Porsche 993 Carrera S, dem letzten luftgekühlten Elfer-Exemplar mit Saugmotor und Heckantrieb aus Zuffenhausen. Unser heutiger Termin bei der Firma RUF Automobile in Markt Pfaffenhausen hat einen ganz besonderen Anlass - er lautet Porsche 901. Es ist der Ur-Elfer aus der ersten Serie von 232 Exemplaren, von denen die ersten 82 noch auf den Namen 901 und nicht 911 hörten. Mit ihm schlug Porsche 1963 das erste Kapitel der unvergleichlichen Erfolgsstory "911“ auf, die 2013 ihr 50-jähriges Jubiläum feiert. Doch bis die Erfolgsgeschichte tatsächlich starten konnte, hatte Porsche noch einige Klippen zu umschiffen.
Aus Porsche 901 wird Porsche 911
Rückblende auf das Jahr 1963: Bereits am 12. September 1963 wird der neue Porsche 901 als Nachfolgemodell für den erfolgreichen 356 auf der IAA in Frankfurt präsentiert. Gut ein Jahr später, im Oktober 1964, zeigt Porsche den Wagen erneut auf dem Pariser Salon, wo die Firma Peugeot auf die Ziffernfolge 901 aufmerksam wird. Die Franzosen haben sich derartige Typenbezeichnungen mit einer Null in der Mitte schützen lassen, und so bleibt dem Zuffenhausener Sportwagen-Hersteller nichts anderes übrig, als die Nummer neu zu überdenken. Rasch entscheidet man sich für 911. Ein cleverer Schachzug von Porsche auch deshalb, weil "9-1-1“ in den USA mit seinem wichtigen Markt bereits jedem Menschen bekannt ist: Es handelt sich schlicht um die dortige Notrufnummer, besungen übrigens 2000 im Song "911“ von Wyclef Jean und Mary J. Blige.
Als wir uns mit Alois Ruf über den Porsche 911 im Allgemeinen und den 901 im Besonderen unterhalten, beginnen seine Augen wie auf Knopfdruck zu strahlen. "Er ist mein absoluter Lieblings-Elfer, ganz ohne Frage“, sagt er. Fast 50 Jahre zuvor spielte allerdings der Zufall Schicksal und sorgte bei Ruf für die Motivation, den "neuen Porsche“, wie man damals zum 901 noch sagte, besitzen und fahren zu wollen. Ihm ist das Erlebnis noch immer so präsent, als wäre es gestern gewesen:
"Mein Schlüsselerlebnis mit dem Elfer war, als mein Vater und ich zu einer Ausstellung fuhren. Wir sind bei Augsburg auf der Autobahn überholt worden. Im Regen. Plötzlich eine Gischt von Wasser, ein Auto bretterte an uns vorbei, dann ein unheimliches Geräusch, und ich hab’ gerade noch das Stuttgarter Kennzeichen gesehen. Es war ein dunkelblauer 901. Unser Auto hat regelrecht das Wackeln angefangen, so ist der Wagen an uns vorbei gezischt. Wir haben nicht mehr zur Windschutzscheibe raus gesehen, weil der Scheibenwischer das Wasser nicht mehr wegschaffen konnte. Es war toll - ein Riesenerlebnis. Ich glaube, das werde ich nie vergessen. Es hat mir die Leidenschaft zum 911 gebracht“, schildert er die Initialzündung für seine Passion Porsche 911.
DIE KErNKOmPEtENZEN sIND GlEIch GEBlIEBEN
Heute, fast ein halbes Jahrhundert später, sind die Kernkompetenzen des Elfers immer noch dieselben. Geblieben sind das grundlegende Design mit seiner unverwechselbaren Silhouette, die Anordnung des Sechszylinder-Boxers hinter der Hinterachse und das hohe Maß an Sportlichkeit; lediglich das Prinzip der Motorkühlung wechselte 1996 mit Erscheinen der 911-Baureihe 996 vom riemengetriebenen Luftgebläse hin zum effektiveren Wassermantel.

















