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Mazda CX-7 2.2 vs. Mazda CX-5 2.2: SUV im Vergleichstest

Kleiner, aber oho

Im SUV-Segment hat Mazda mit dem CX-5 ein topmodernes Modell im Angebot. Aber gehört der etablierte CX-7 deshalb schon zum alten Eisen? Vergleichstest

Vordergründig betrachtet ist dieser Vergleich schnell entschieden: Auf der einen Seite der CX-7, ein bereits vor sieben Jahren vorgestelltes SUV alter Schule mit üppigen Maßen, relativ hohem Gewicht (1897 Kilogramm), dafür aber nur 1348 Liter maximalem Ladevolumen. Auf der anderen Seite der CX-5 als moderner Herausforderer aus den eigenen Reihen. Im Detail deutlich pfiffiger gezeichnet, blickt er mit seiner charakterstarken Frontmaske neugierig drein und schmückt sich mit zahlreichen Sicken, spitz zulaufenden Linien und einem kecken Doppelrohrauspuff. Außerdem schluckt er bei umgelegten Rücksitzen beinahe 300 Liter Gepäck mehr als sein äußerlich größerer Bruder. Und er verbraucht über drei Liter weniger.

Der CX-5 bietet mehr Sicherheitsfeatures

Doch wie gesagt, das ist nur der erste Eindruck. Bei genauem Hinschauen hat auch der Mazda CX-7 seine Qualitäten. Manches kann er sogar deutlich besser. Bremsen zum Beispiel: Im kalten Zustand kommt er aus 100 km/h nach 36 Metern zum Stehen – 2,6 Meter vor dem immerhin 264 Kilogramm leichteren CX-5. Außerdem ist er im Grundpreis 3400 Euro günstiger. Da ist man schnell bereit, die etwas schlechteren Fahrleistungen zu verschmerzen, zumal Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit ohnehin nicht unbedingt zu den wichtigsten Disziplinen eines SUV gehören.

Selbst eine Probefahrt hilft nicht zwangsläufig dabei, eine Entscheidung zwischen den zwei Brüdern herbeizuführen. Denn mit beiden ist man komfortabel unterwegs, während man von erhöhter Sitzposition aus das Verkehrsgeschehen um sich herum verfolgt. Im CX-7 genießt man dabei die etwas breiteren Sitze, dafür wirkt der CX-5 im Handling eine Spur dynamischer und wandelt seine Motorkraft etwas direkter in Vortrieb um. Das maximale Drehmoment von 400 (CX-7) respektive 420 Newtonmetern (CX-5) liegt in beiden Allradlern bei 2000 Umdrehungen an.

Ins Hintertreffen gerät der bewährte CX-7 allerdings, wenn man einen Blick auf seine Sicherheitsausstattung und die verfügbaren Assistenzsysteme wirft. Außer Airbags, einem Spurwechselassistenten und einer Notbrems-Warnblinkautomatik hat er nicht viel zu bieten – und wenn nur gegen Aufpreis. Der CX-5 dagegen trumpft serienmäßig mit Abstandswarner, Spurhalteassistent sowie Regen- und Lichtsensoren auf. Außerdem spendieren die Japaner ihm ab Werk einen Notbremsassistenten. Das relativiert dann auch den Preisvorteil des CX-7.

Hinzu kommt, dass der Mazda CX-5 mit dem 175-PS-Diesel immer in der Topausstattung Sports-Line ausgeliefert wird und folglich sehr gut ausgestattet ist. Der Grundpreis des vergleichbaren 173-PS-Selbstzünders im CX-7 hingegen bezieht sich auf die Basisversion Prime-Line, für die als einzige Option eine Metallic-Lackierung erhältlich ist. Gelüstet es den Kunden nach Annehmlichkeiten wie Tempomat, Rückfahrkamera oder Xenon-Licht, landet er schnell bei der Exclusive-Line (ab 36.890 Euro).

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Fazit

Der Mazda CX-7 ist schon aufgrund seiner schieren Größe ein beeindruckendes Auto. Er ist hochwertig verarbeitet, sein 173-PS-Diesel läuft kultivierter als manches Aggregat europäischer Herkunft und verhilft ihm zu ausreichenden Fahrleistungen. Im direkten Vergleich mit dem frischen CX-5 wird ihm seine Ausgereiftheit aber zum Verhängnis: Der kleinere Mazda ist das modernere Auto – extrem sparsam, pfiffiger und auch geräumiger. Außerdem ist er besser ausgestattet, was den höheren Preis rechtfertigt.

Gerrit Reichel