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Vergleichstest 2012: Chevrolet Malibu gegen Opel Insignia

Chevrolet Malibu 2.0 | Opel Insignia 2.0 CDTI

Fahrkomfort

Wer es sich vor Fahrtantritt bequem machen will, freut sich über die serienmäßige elektrische Sitzverstellung im Malibu. Die Längs- und Lehnenverstellung im Opel Insignia muss von Hand vorgenommen werden (elektrisch: 525 Euro, ab Ausstattung „Sport“). Hier wie dort sitzt man dennoch gleich gut. Unterwegs entpuppt sich der Chevrolet Malibu keineswegs als wankende Sänfte. Vielmehr wirkt seine Abstimmung recht straff. Kurze Bodenwellen regen die Karosserie zu Nickschwingungen an. Beladen verbessert sich der Federungskomfort des Amerikaners. Dabei steht selbst für derbe Pisten genügend Federweg parat, sieht man von gelegentlichen Stößen ab, die bis zu den Insassen durchdringen.

Die Feder-Dämpfer-Abstimmung des Opel wirkt etwas geschliffener. Nickschwingungen sind ihm fremd, und auch auf Kopfsteinpflaster schüttelt er seine Passagiere weniger durch. Wie sein Konzernkontrahent federt er beladen noch eine Spur souveräner. Auf langen Autobahnetappen zeigen sich dann beide Kandidaten mit moderatem Geräuschpegel von der nervenschonenden Seite.

FahrkomfortMax. PunkteOpel Insignia 2.0 CDTIChevrolet Malibu 2.0
Sitzkomfort vorn150102102
Sitzkomfort hinten1006668
Ergonomie150110110
Innengeräusche503434
Geräuscheindruck1007270
Klimatisierung503327
Federung leer200134130
Federung beladen200136134
Kapitelbewertung1000687675
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Motor & Getriebe

Das einzige, was die jeweils 160 PS starken 2.0-Liter-Common-Rail-Diesel voneinander unterscheidet, ist die fehlende Overboost-Funktion beim Chevrolet. So muss der Turbolader des Ami ohne die kurzzeitige Ladedruckerhöhung bei Volllast und das dadurch um 30 Nm höhere Maximal-Drehmoment auskommen. Der Malibu erreicht seinen Drehmoment-Zenith bereits bei 350 Nm (Opel: 380 Nm). In der Praxis zeigt der Insignia, je nach Drehzahlbereich, ein spontaneres Ansprechen auf Volllastbefehle und fährt einen leichten Vorsprung in der Elastizitätswertung heraus (siehe Tabelle auf Seite 52). Überhaupt macht die gute Elastizität entspanntes Dahinrollen möglich und gönnt der Schalthand längere Pausen.

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Die Beschleunigungswerte differieren nur geringfügig; im Alltag bleiben sie ohne spürbare Auswirkungen. Um Unterschiede in der Höchstgeschwindigkeit herauszufahren (Chevrolet: 213 km/h, Opel 218 km/h), braucht man ein längeres Stück freier Autobahn. Beim Testverbrauch hat der Opel mit 6,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer leicht die Nase vorn (Chevrolet: 6,6 Liter). Weniger wäre mit einem Start-Stopp-System möglich, das jedoch für den Chevrolet nicht erhältlich ist und für den Opel bei vergleichbarer Ausstattung in der ecoFLEX-Version 750 Euro kostet. Mehr Laufruhe legt der Opel an den Tag, denn beim Ausdrehen der Gänge produziert der Malibu-Motor deutlich stärkere Dröhnfrequenzen. Da sich aber auch der Amerikaner schaltfaul bewegen lässt, halten sich die Störungen in Grenzen.

Motor und getriebeMax. PunkteOpel Insignia 2.0 CDTIChevrolet Malibu 2.0
Beschleunigung150104105
Elastizität1007876
Höchstgeschwindigkeit1506663
Getriebeabstufung1008079
Kraftentfaltung503332
Laufkultur1006261
Verbrauch325260256
Reichweite252223
Kapitelbewertung1000705695
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Opel Insignia 2.0 CDTI

PS/KW 160/118

0-100 km/h in 9.70s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 218 km/h

Preis 30.300,00 €

Chevrolet Malibu 2.0

PS/KW 160/118

0-100 km/h in 9.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 213 km/h

Preis 29.990,00 €