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VW Diesel-Skandal: So reagiert Volkswagen technisch

So reagiert VW

Volkswagen will auch technisch schnell auf den Diesel-Skandal in den USA reagieren. Mit konkreten technischen Maßnahmen sollen Emissionen und Imageschaden begrenzt werden.

Volkswagen ist derzeit dabei, alle mit der fraglichen Software bestückten Autos zu identifizieren. Dazu müssen die Typennummern herausgefiltert werden, um eine exakte Analyse zu ermöglichen. In den USA scheint es sicher, dass rund 480.000 Fahrzeuge davon betroffen sind. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Motorengeneration EA 189 mit 2,0 Liter Hubraum aus den Baujahren 2012 bis 2014. Betroffen sind die Baureihen Jetta, Beetle, Golf und Audi A3, alle mit quer eingebauten TDI-Motoren. Diese Motoren sollen entweder mit einem neuen Software-Update oder mit einer technischen Nachrüstlösung nachgebessert werden, um die NOX-Ausstöße auf die geltenden Grenzwerte zu reduzieren.

So reagiert Volkswagen technisch auf den Diesel-Skandal

Der EA 189 verfügt in den USA schon über Harnstoffeinspritzung (AdBlue). Hier wurde aber die Menge des eingespritzten Harnstoffs gedrosselt, um die Nachfüll-Intervalle aus gesetzlichen Gründen auf den üblichen Abstand zwischen den regulären Inspektion zu strecken. Hintergrund: Der Gesetzgeber schreibt in den USA vor, dass die Intervalle so gestreckt werden müssen, dass die Menge des befüllten AdBlue-Tanks bis zum nächsten Werkstatt-Intervall-Termin ausreicht. Alle Dieselmotoren aus dem VW-Konzern, die bereits die EU6-Norm erfüllen, sind von dem Problem nicht betroffen. Sie sind bislang allerdings nur in Europa verfügbar und sollen in den USA erst ab 2016 eingeführt werden.

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Volker Koerdt