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Opel Zafira X (2018): Erste Informationen

29 neue Opel von Adam bis Zafira

Mit dem Astra K startet Opel seine Modelloffensive. Bis 2020 sollen 29 Opel-Neuheiten kommen, darunter allein sechs SUV und Crossover. Die Palette reicht künftig vom Karl Rocks bis zum großen Omega X. Mit dabei der neue Zafira X!

Bei Opel ist eine ganze Armada neuer Modelle im Werden: Von 2016 bis Ende 2020 sollen nicht weniger als 29 Opel-Neuheiten auf den Markt kommen, darunter allein sechs Crossover und SUV, die praktisch ohne direkten Vorgänger sind. Beispielhaft zeigt die im Oktober eingeführte, unter Neumann-Regie entstandene aktuelle Astra-Generation ("Astra K") Opels neuen Weg. War das Vorgängermodell "Astra J" noch eine Entwicklung aus der Zeit der Existenzkrise von General Motors, unter deren Einfluss etwa Aggregate und Getriebe aus dem Konzern unter hohem Kostendruck adaptiert werden mussten, stellt der Astra K eine komplette Neuentwicklung dar. Um bis zu 200 Kilogramm leichter, dabei sparsamer und fahraktiver als sämtliche seiner Vorgänger, schlug der Kompakte im Vergleichstest so namhafte Gegner wie den 1er von BMW oder die Mercedes A-Klasse. Und weil auch die Einbauraten besonders margenträchtiger Extras hoch sind (LED-Matrix-Licht: 35 %, Frontkamera: 62 %, Klimaautomatik: 82 %), bereitet der inzwischen 220.000 Mal georderte Astra auch den Händlern Freude. Mehr zum Thema: Neuer Opel Astra Sports Tourer Kombi

Bildergalerie starten: Die spannendsten Opel-Neuheiten

Infos zum Opel Mokka X Facelift:

 

Der Opel Zafira X kommt 2018

Am zeitlichen Beginn der Opel-Neuheiten steht der überarbeitete Mokka, der künftig als Mokka X angeboten wird. Das große "X" soll auf die Geländeähigkeit des auf Wunsch mit Allradantrieb erhältlichen Kraxlers hinweisen, der mit einem modifizierten Kühlergrill, LED-Tagfahrlicht – adaptive Voll-LED-Scheinwerfer für 1250 Euro – und einem von zu vielen Tasten und Schaltern befreiten Cockpit in die zweite Lebenshälfte fährt. Auch ganz am Anfang der neuen Modellpalette will Opel mit einem robusten Einstiegs-Crossover Neukunden ansprechen. Der zünftig auftretende Karl Rocks wird auf dem Autosalon Paris (1. bis 16. Oktober 2016) gezeigt. Das nächste Crossover mit SUV-Anleihen ist das aufs Frühjahr 2017 terminierte Kompaktmodell Meriva X. Der sportlich-robust wirkende Fünftürer tritt an die Stelle des Minivans Meriva, der mit seinem Schmetterlingstürkonzept, bei dem die hinteren Portale gegenläufig zu den vorderen öffnen, für Aufsehen sorgte. Eine Stufe darüber wird ab 2018 ein intern noch als C-CUV ("Zafira X") bezeichnetes größeres Crossover-Modell dem Beispiel folgen. Und auch der knuffige Adam wird seinen Teil zur neuen SUV-Ofensive beitragen. Ab 2018 soll der Adam X als robustes Liftestyle-Modell in Richtung Fiat 500X fahren. Mehr zum Thema: Opel Adam Rocks S im Test

Mehr zum Thema: 
SUV-Neuheiten bis 2020

Stefan Miete
Fazit

Na also, es geht doch. Opel verdient wieder Geld. Trotz des Rückzugs vom russischen Markt, auf dem die Rüsselsheimer in guten Jahren 80.000 Autos verkaufen konnten, dreht die Marke ins Plus und feiert das beste Quartalsergebnis seit neun Jahren. Der Marktanteil in Deutschland klettert leicht auf 7,4 Prozent, der Astra wird mit hohen Ausstattungsumfängen geordert, der Mokka brummt. Keine Frage: Opel ist wieder wer – aber Opel ist eben auch noch nicht über den Berg. Nachdem die Briten die Geschicke ihres Archipels künftig wieder allein regeln wollen, dürfte es ungemütlich werden. Dort stehen zwei große Werke (Ellesmere Port, Luton). Die "kritischen Inseln" waren mit 311.000 Verkäufen (Vauxhall, engl. Opel-Tochter) im Jahr 2015 der wichtigste Markt. Opel-Chef Neumann warnt: "Die Brexit-Entscheidung verheißt nichts Gutes." Als goldrichtig könnte sich vor diesem Hintergrund die bereits eingeleitete Crossover-Offensive erweisen. Vom Karl Rocks bis zum Omega X schließt Opel Lücken mit bezahlbaren, ansprechend gestylten Modellen. Technikallianzen mit dem eigenen Konzern (Karl Rocks, Mokka X und Omega X) oder externen Partnern wie PSA (Meriva X und Zafira X) sind notwendig, um die Kosten im Zaum zu halten – und nebenbei völlig legitim. Es fahren ja auch Renault-Modelle mit Mercedes-Stern auf unseren Straßen.