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Sport-Unterricht: RX-8, 350 Z und Brera 3.2 JTS Q4 im Vergleichstest

Sport-Unterricht

Fahrkomfort

Mit den bequemsten Sitzen und einer adäquaten Federung tritt der 350 Z den Beweis an, dass ein rassiger Sportwagen nicht zwingend knüppelhart abgestimmt sein muss. Ähnlich überzeugend wirkt der Mazda, der aufgrund seiner reisetauglichen Rücksitze sogar noch ein paar Punkte mehr verbucht. Sowohl der Sitzkomfort als auch die Fahrwerksabstimmung des Alfa fallen dagegen enttäuschend aus. Im Fond können höchsten Kinder kauern. Auf dem Fahrersitz stören das nach links versetzte Lenkrad sowie die zu hohe Sitzposition. Die Federung wirkt selbst auf glatten Autobahnen unnötig stößig, und der mitunter dröhnige Klang des neuen V6-Motors aus dem General-Motors-Baukasten nervt.

FahrkomfortMax. PunkteMazda RX-8Nissan 350ZAlfa Romeo Brera 3.2 JTS Q4
Sitzkomfort vorn1508510082
Sitzkomfort hinten10046-25
Ergonomie150112105103
Innengeräusche5010718
Geräuscheindruck100687262
Klimatisierung50303132
Federung leer2009510085
Federung beladen2009010089
Kapitelbewertung1000536515496
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Motor & Getriebe

Doch nicht nur die Soundcharakteristik des Brera-Antriebs bleibt hinter den hohen Erwartungen zurück. Der neue V6 hängt einfach nicht so bissig am Gas, wie man es von den Alfa-Sechszylindern bislang gewohnt war. Im Kern stammt der neue Antrieb von der australischen GM-Tochter Holden und wird auch bei Saab und Opel eingesetzt. Doch trotz diverser Modifikationen und markentypischer Abstimmung fehlt dem Motor jenes ungestüme Temperament, das man von einem Alfa erwartet. Der V6 wirkt oft angestrengt und erreicht seine Höchstgeschwindigkeit erst nach langem Anlauf. Schuld daran ist die zu lange Übersetzung des fünften und sechsten Gangs. Ein Lob verdient indes die knackige Schaltung. Dass der 3,2-Liter sich als der durstigste Motor im Test erweist, kostet ihn weitere Punkte. Das exotische Wankel-Triebwerk des Mazda RX-8 benötigt zwar mehr Drehzahlen, um seine Leistung zu entfalten, doch in Anbetracht seiner vergleichsweise bescheidenen 231 PS hält der quirlige Kreiskolbenmotor mehr als wacker mit. Der sägende Klang ist typisch für die Bauart und tritt nie unangenehm in den Vordergrund. Der heiser tönende V6 des Nissan schöpft neuerdings üppige 301 PS aus 3,5 Litern Hubraum. Entsprechend klar entscheidet der Z die Sprintwertung für sich. Seine Schaltung operiert mit extrem kurzen Wegen, und die Abstufung aller sechs Gänge passt perfekt zum bulligen Drehmomentverlauf. Die Gänge fünf und sechs wollen jedoch mit Konzentration eingelegt werden, weil sich das Räderwerk des Nissan in dieser Schaltebene nur hakelig sortieren lässt.

Motor und getriebeMax. PunkteMazda RX-8Nissan 350ZAlfa Romeo Brera 3.2 JTS Q4
Beschleunigung200169176167
Elastizität0---
Höchstgeschwindigkeit200105120110
Getriebeabstufung100848283
Kraftentfaltung50293936
Laufkultur100847880
Verbrauch2009210687
Reichweite50112013
Kapitelbewertung900574621576
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mazda RX-8

PS/KW 231/170

0-100 km/h in 6.60s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 235 km/h

Preis 32.300,00 €

Nissan 350Z

PS/KW 300/221

0-100 km/h in 5.90s

Heckantrieb, 6 Gang manuell

Spitze 250 km/h

Preis 36.400,00 €

Alfa Romeo Brera 3.2 JTS Q4

PS/KW 260/191

0-100 km/h in 6.80s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 240 km/h

Preis 39.800,00 €