Paris verbannt alte Autos: Neue Schadstoff-Plakette Paris führt Schadstoff-Plakette ein

von Alexander Koch 13.10.2017

Paris geht in der Diskussion um eine saubere Luft den nächsten Schritt und möchte bis 2024 keine Diesel und bis 2030 keine Benziner mehr in der Stadt haben. Schon seit dem 15. Januar 2017 gelten neue Schadstoff-Plaketten, zudem verbannt Paris 20 Jahre oder ältere Autos temporär aus der Innenstadt.

Im Kampf gegen die Luftverschmutzung setzt sich Paris neue Ziele: das "Ende" für Dieselfahrzeuge im Jahr 2024 und das für Benziner 2030. Das teilte die Verwaltung der französischen Hauptstadt am Donnerstag, 12. Oktober 2017, mit. Eine Sprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass aber keine Verbote für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren oder Strafen in dem neuen Pariser Energie-Klima-Plan vorgesehen seien. Zum Erreichen der Ziele setze die Stadt vielmehr auf Elektroautos und den öffentlichen Nahverkehr. Das Rathaus wies zudem auf den Plan von Frankreichs Umweltminister Nicolas Hulot hin, wonach im ganzen Land für Diesel- und Benzinfahrzeuge der verbindliche Endtermin 2040 lauten solle. Die Luftverschmutzung ist in Paris ein großes Problem, wegen eines Feinstaub-Alarms gab es im Winter 2016/2017 bereits zeitweise Fahrverbote für ältere Dieselwagen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace lobte den Schritt: "Paris gibt die Richtung vor", sagte ihr Verkehrsexperte Benjamin Stephan. "Während sich die deutsche Debatte noch am Diesel abarbeitet, gewinnt die Entwicklung längst an Tempo. Deutschland wird nur Schritt halten, wenn die kommende Bundesregierung schon heute den Ausstieg aus dem Verbrenner einleitet und eine Verkehrspolitik für Menschen statt für Autokonzerne betreibt."

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Schadstoff-Plakette und Fahrverbote für alte Autos in Paris

Seit dem 15. Januar 2017 benötigen alle Autos, die in Paris rein fahren wollen, eine Schadstoff-Plakette. Sie ist für 4,18 Euro online und in den Staffelung violett bis grau erhältlich, die sich nach der Euro-Norm des Autos richtet. Bei Verstößen drohen Bußgelder zwischen 68 und 135 Euro, die Höhe der Strafe richtet sich nach dem jeweiligen Fahrzeugtyp. Für Autos, die vor 1997 zugelassen sind, gilt seit dem 1. Juli 2016 hingegen ein generelles Fahrverbot: Sie dürfen wochentags zwischen 8 und 20 Uhr nicht in das Pariser Stadtgebiet fahren. Auch Zweiräder sind von der Regelung betroffen. So dürfen vor dem 1. Juni 1999 angemeldete Motorräder ebenfalls nicht mehr in die Innenstadt. Am Wochenende ist das Fahrverbot aufgehoben. Laut der französischen Zeitung Le Monde sind rund zehn Prozent aller in Paris angemeldeten Autos betroffen. Doch sollen ab 2020 sogar nur noch nach 2011 zugelassene Autos in die Pariser Innenstadt fahren dürfen. Für Oldtimer gibt es übereinstimmenden Medienberichten zufolge aber eine Ausnahmeregelung: Voraussetzung für die Regelung war den Berichten zufolge, dass der über 30 Jahre alte Oldtimer einen Aufkleber der Carte Grise de Collection hat.

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