Neuer Mazda CX-5 (2017): Erste Testfahrt Neuer Motor im CX-5 angetestet

von Thomas Geiger 27.09.2017
Inhalt
  1. Erste Testahrt im Mazda CX-5 (2017)
  2. Mazda CX-5 jetzt mit neuem Motor (Skyactiv G194)
  3. CX-5 hinkt dem Premiumanspruch knapp hinterher

Der neue Mazda CX-5 (2017) besticht durch sein außergewöhnliches Fahrgefühl – damit hört es dann aber fast auf, denn das SUV will zwar Premium sein, schafft es aber nicht ganz den entscheidenden Schritt nach vorne zu machen. Jetzt bringen die Japaner einen neuen Motor an den Start, der mit Zylinderabschaltung viel Kraftstoff sparen will. Die erste Testfahrt!

Er ist die weltweite Nummer Eins im Modellprogramm von Mazda: Seit die Japaner 2012 den ersten CX-5 lanciert haben, verkaufen sie kein anderes Auto besser als den kompakten Geländewagen. Und nun knapp ein halbes Jahr nach dem Generationswechsel krönen sie den neuen Mazda CX-5 (2017) mit einer neuen Spitzenmotorisierung names Skyactiv G194, welche das für ein Massenmodell ohnehin schon ungewöhnlich vornehme SUV weiter auf Premiumkurs bringen soll. Das gilt allerdings nicht nur für die Leistung von 194 PS, sondern auch für den Preis, der mit dem neuen Triebwerk und der Sports Line am oberen Ende der Ausstattungsliste auf 37.790 Euro klettert (Basispreis: 24.990 Euro). Beim Weg an die Spitze fährt der mit seinen 2,5 Litern ungewöhnlich große Vierzylinder nur auf halber Flamme. Zum ersten Mal führt Mazda mit diesem Triebwerk eine Zylinderabschaltung ein. Sie klemmt bei verhaltenem Gasfuß die beiden äußeren Zylinder des neuen Mazda CX-5 (2017) mit einem Schaltmechanismus in der hydraulischen Ventilspieleinstelleinheit der Ein- und Auslassventile ab und drückt so nachhaltig den Verbrauch: Bei konstant 40 km/h geht er den Mazda-Entwicklern zufolge um 20 und bei durchgehend 80 Sachen noch immer um fünf Prozent zurück. Auf dem Prüfstand allerdings ist die Technik nicht sonderlich wirkungsvoll und der Normwert von 7,1 Litern kein echtes Ruhmesblatt. Der 160 PS-Benziner mit Allrad und Automatik jedenfalls braucht einen halben Liter weniger – und brennt die ganze Zeit auf vier Töpfen.

Neuer Mazda CX-5 (2017) im Video:

 
 

Erste Testahrt im Mazda CX-5 (2017)

Auch sonst hinterlässt die neue Spitzenmotorisierung des neuen Mazda CX-5 (2017) bei der ersten Testfahrt einen zwiespältigen Eindruck: So vornehm sich der CX-5 anfühlt, so wenig fühlt sich der stärkste Motor nach einem Aufstieg an. Statt den CX-5 näher an Audi Q5, BMW X3 oder Mercedes GLC zu bringen, bekommt er damit mehr Bodenhaftung und fällt zurück in den Kreis der direkten Konkurrenten. Denn von den maximal 258 Newtonmetern geht ein erheblicher Anteil in den Windungen der Automatik verloren. Deshalb fährt man den neuen Mazda CX-5 mit (2017) hier mit 9,2 Sekunden von Null auf 100 km/h allenfalls im Mittelfeld und auch Vollgas ist bei maximal 192 km/h kein Vergnügen – zumal der Motor dank eines Fliehkraftpendels im Automatikgetriebe zwar auch auf halber Flamme vibrationsarm und kultiviert läuft, aber alles andere als ein Leisetreter ist. Dabei ist eigentlich gerade das Fahrgefühl, die Komponente, die den neuen Mazda CX-5 (2017) unter den SUV herausstechen lässt: Egal ob Front- oder Allradantrieb, der 2,2-Liter-Diesel mit 150 oder 175 PS oder der 2,0-Liter-Benziner mit 160 bzw. 165 PS – diesseits von BMW & Co fährt kein anderes SUV aus der Kompaktklasse so scharf und souverän um die Kurven wie der Mazda. Kein Wunder, wenn bei der Auslegung der ursprünglichen Plattform weniger der Mazda 3 als der MX-5 Pate gestanden hat. Und jetzt, wo die Schaltgetriebe noch besser durch die Gassen flutschen, die übrigen Motoren noch leiser sind und die Elektronik mit der G-Vectoring-Control vor Kurven ganz kurz anbremst, um die Lenkkorrekturen zu minimieren, macht das Ganze noch mehr Spaß und die so oft zitierte Formel "Jinba Ittai" von der Einheit zwischen Ross und Reiter ist doch keine leere Floskel.

Neuheiten Mazda CX-5 im Crashtest
Mazda CX-5 (2017): Preis, Motoren, Crashtest  

Mazda CX-5 ab 24.990 Euro

 

Mazda CX-5 jetzt mit neuem Motor (Skyactiv G194)

So viel Mühe sich die Japaner aber beim Ambiente und der Abstimmung gegeben haben und so stolz sie auf ein paar Details in der Ausstattungsliste des neuen Mazda CX-5 (2017) sind, so weit hinken sie zumindest der deutschen Konkurrenz noch immer hinterher. Weil der Generationswechsel eben doch nur ein besseres Facelift ist, gibt es zum Beispiel kein digitales Cockpit. Der Bildschirm für das Navigationssystem reagiert zwar auch auf einen Fingerzeig und steht nun frei über dem Armaturenbrett, ist aber eigentlich eine Nummer zu klein und versteht sich weder mit AppleCarPlay noch mit Android Auto. Die Heckklappe ist zwar elektrisch, verweigert sich aber der mittlerweile weit verbreiteten Gestensteuerung. Und weil die Japaner bei den Motoren schon aus Prinzip nicht dem Mainstream folgen, gibt es auch keine alternativen Antriebe: Von Hybrid ist nicht die Rede und von Plug-In erst recht nicht. Aus diesem Grund muss man beim neuen Mazda CX-5 (2017) schon sehr genau hinschauen und am besten den alten CX-5 daneben stellen, wenn man den Generationswechsel an der spitzeren Schnute, den schmaleren LED-Scheinwerfern, der um zwei Fingerbreit nach hinten versetzten Frontscheibe und dem etwas flacheren Dach erkennen will. Dafür gibt es nun tatsächlich ein vernünftiges Head-Up-Display mit Projektion in die Frontscheibe, selbst wenn die Japaner die Bastellösung mit der ausklappbaren Plexiglasscheibe in den billigeren Varianten im Programm lassen.

 

CX-5 hinkt dem Premiumanspruch knapp hinterher

Dazu hat Mazda das Sicherheitsnetz beim neuen CX-5 (2017) etwas enger geknüpft: Die LED-Scheinwerfer strahlen jetzt aus einer Zwölfer-Matrix mit blendfreiem Fernlicht, der City-Notbremsassistent arbeitet bis 80 km/h, die Frontkamera erkennt Verkehrszeichen und die Spurführungshilfe greift nun aktiv ins Lenkrad, um den Wagen auf Kurs zu halten. So macht der CX-5 nach fünf Jahren jetzt zwar einen ordentlichen Sprung und setzt sich deutlich vor Konkurrenten wie den Toyota RAV-4 oder den Kia Sportage ab, doch zugleich sind die Japaner zu kurz gesprungen und haben den Premium-Zug deshalb knapp verpasst.

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Mazda3 ab 17.990 Euro

 

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