Neuheiten - neue Skoda-Modelle: Rapid Spaceback, Fabia, Superb Combi, Yeti, Citifun Ost-Erweiterung

01.08.2013
Inhalt
  1. KÜRZER, ABER FAST SO GERÄUMIG WIE DIE RAPID LIMOUSINE
  2. OCTAVIA SCOUT UND EIN VÖLLIG NEUER SUPERB
  3. EIN KLEINES CITY-SUV UND EIN NEUES GESICHT FÜR DEN YETI

Die Erfolgsmarke Skoda forciert ihre Wachstumsstrategie: Nächster Tschechen-Star bei den neuen Modellen ist der Rapid Spaceback – und weitere Neuheiten fahren sich schon warm

Die starke Ost-Marke trägt nicht umsonst den gefiederten, grünen Pfeil im Logo: Allein in diesem Jahr bringt die VW-Konzerntochter Skoda acht neue Autos zu den deutschen Händlern, und mit diesem Tempo wollen die Tschechen, die im letzten Monat mit 87.400 Auslieferungen einen neuen Juni-Rekord aufstellten, in den nächsten Jahren weitermachen. Passend dazu finden Sie bei uns den ersten Fahrbericht zum scharfen Octavia-Sportler RS – und hier exklusiv die ersten Werksbilder vom Rapid Spaceback.

Spaceback? AUTO ZEITUNG-Leser wissen hier natürlich sofort, wovon die Rede ist. Vom von uns längst angekündigten Schrägheck-Modell-Bruder zur supergünstigen und sehr geräumigen Limousine Rapid, die bei uns schon ab 13.990 Euro (75 PS) zu haben ist. Die Vorstellung des Rapid Spaceback läuft am 10. September auf der internationalen Frankfurter IAA, Verkaufsstart ist vier Wochen später.

 

KÜRZER, ABER FAST SO GERÄUMIG WIE DIE RAPID LIMOUSINE

Wobei die neue Nummer zwei der Rapid-Reihe, die im Design schon fast einem schnittigen Kombi ähnelt, nicht minder familien- und reisetauglich ist, denn auch hier gibt es auf allen Sitzen Bewegungsfreiheit in Hülle und Fülle sowie ein überdurchschnittliches Ladevolumen. Bis zur B-Säule ist das um knapp 18 Zentimeter kürzere Auto nahezu identisch mit dem Stufenheckler, sein peppigeres Karosserie-Finale mit breiten Leuchten und keckem Dachspoiler gibt ihm jedoch eine coolere Note.

Jetzt aber die Platz- und Volumen-Daten: Laut Skoda offeriert der Spaceback in seiner Klasse mit 64 Millimetern hinten den größten Knieraum und mit 980 Millimetern die größte Kopffreiheit. Auch der Kofferraum ist üppig: 415 bis maximal 1380 Liter Volumen bei umgeklappter Rückbank. Dazu noch ein paar clevere Skodatypische Detaillösungen: variabler Laderaum mit zwei Ebenen, mobiler Abfallbehälter in der Seitentür, Eiskratzer im Tankdeckel, Ticketsowie Multimediahalter und mehr.

Gegen Aufpreis gibt es ein riesiges Panorama-Glasdach, auf Wunsch optisch dazu passend auch eine geschickt nach unten verlängerte Heckscheibe – siehe Galerie. Das Benziner-Motorenangebot kommt à la Rapid Limousine. Es gibt 75, 86, 105 und 122 PS. Doch bei den Dieseln startet neben dem bekannten 1,6-Liter-TDI mit 105 PS nun noch eine neue, schwächere Variante mit 90 PS.

Auf der nächsten Seite: Warum der neue Superb für Aufsehen sorgen wird

Übrigens: Weitere Rapid-Familienmitglieder wären durchaus möglich – dazu animiert schon der zügige Ausbau der Modellreihen bei der Billig-Konkurrenz von Dacia: zum Beispiel ein Kompakt-SUV, ein Familienvan, Kleintransporter und weitere. In Mlada Boleslav wird bereits darüber diskutiert.

 

OCTAVIA SCOUT UND EIN VÖLLIG NEUER SUPERB

Terminlich dichter ist ein anderer Neuer im Octavia-Team – der Geländespezialist Scout. Keiner fürs Grobe, aber einer für Feld- und Waldwege oder fürs Schneegewühl. Und zum Flanieren, denn sein Offroad-Look macht durchaus etwas her. Natürlich bekommt er wieder das höhergelegte Schlechtwegefahrwerk (18 Zentimeter Bodenfreiheit), eine modifizierte Dämpferabstimmung sowie den Allradantrieb mit elektronisch gesteuerter Haldexkupplung, den wir aus den VW-4Motion-Modellen kennen. Und er wird wieder auf der Elegance-Ausstattung des Combi aufbauen. Motorisch stehen dann zum Beispiel der 140 PS starke 1,4-Liter-TSI-Benziner und der 150 PS starke Zweiliter-Diesel (TDI) zur Wahl. Der Scout feiert seine Premiere im März nächsten Jahres auf dem Genfer Automobilsalon – wenig später rollt er zu den deutschen Händlern.

Auch beim Topmodell Skoda Superb ist Neues in Sicht, nachdem der geliftete Superb nur zarte Änderungen brachte. Der Nachfolger hingegen soll Ende 2015/Anfang 2016 optisch ein Kracher werden – unter anderem mit dem massiven Grill, der für Überholprestige sorgen dürfte. Dazu gibt es mehr Platz in der ohnehin sehr geräumigen Limousine, der Radstand wächst um acht Zentimeter. Außerdem kommen die neuen Multimedia-Systeme des VW-Konzerns zum Einsatz, und auch eine Plug-in-Benzin-Hybridversion mit 50 km Elektroreichweite soll es geben. Wir zeigen erstmals den Superb Combi, der ein knappes Jahr nach der Limousine auf den Markt geht.

Bleibt bei den Pkw-Modellen der neue Skoda Fabia, der Ende 2014 startet, und viel schärfer aussieht als das aktuelle Modell. Es wird ihn wieder mit dem farblich abgesetzten Dach, in der beliebten Combi-Version und auch als Scout-Modell geben. Er nutzt dann schon die Architektur des neuen modularen Querbaukastens (MQB) des VW-Konzerns, was mehr Platz im Fond, mehr Laderaum und weniger Gewicht bringt.

Auf der nächsten Seite: Skoda forciert seine SUV-Palette

Ebenso spannend ist der Ausbau der SUV-Palette der Marke. So erscheint im Herbst 2015 ein etwa 4,70 Meter langer, geräumiger Mittelklasse-Geländegänger oberhalb des Kompakt-SUV Yeti (4,22 Meter). Der Große soll optional auch mit drei Sitzreihen zu haben sein – und in einer extrem sparsamen Hybrid-Version. Noch ein besonderes Kennzeichen ist das hoch flexible Sitz- und Laderaumkonzept.

 

EIN KLEINES CITY-SUV UND EIN NEUES GESICHT FÜR DEN YETI

Unterhalb des Yeti wiederum ist derzeit ein kleines City-SUV vorgesehen – rund 3,85 Meter lang, wahlweise wie das Mittelklasse-SUV mit Front- und Allradantrieb. Es könnte Citifun heißen, soll auf dem VW Taigun basieren und wohl Mitte 2016 starten. Damit hätte Skoda einen kostengünstigen Kurzen für boomende SUV-Wachstumsmärkte wie China und Indien parat – motorisiert mit Drei- und Vierzylindern von 90 bis 140 PS Leistung, womöglich auch mit einem günstigen 75-PS-Basismodell.

Der Skoda Yeti selbst bekommt Anfang des nächsten Jahres ein Facelift: Seine Front wird komplett der neuen Skoda-Linie angepasst, dabei verschwinden die niedlichen Nebelrundscheinwerfer, die manche Käufer durchaus reizvoll fanden – sie wandern nach unten ab. Dazu gibt es neue Motoren, zum Beispiel aus dem VW-Regal den 1,4-Liter-TSI mit 140 Turbo-PS.

Auch der unkonventionelle Skoda Roomster erhält in absehbarer Zeit einen Nachfolger. Der Neue ist für 2015 geplant und wird sich optisch mehr in die Richtung eines kompakten Familienvans bewegen.

Wolfgang Eschment

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