Mercedes EQ A: IAA 2017 Mercedes elektrifiziert die A-Klasse

von Thomas Geiger 12.09.2017

Zehn Elektro-Modelle bis 2020 – an diesem Versprechen arbeitet Mercedes auf Hochtouren und zieht auf der IAA 2017 das Tuch vom Mercedes EQ A. Die A-Klasse mit Stecker soll die breite Masse ködern.

Zur IAA 2017 (14. bis 24. September) zeigt Daimler-Chef Dieter Zetsche, dass er es ernst meint mit der Elektrifizierung und präsentiert die Studie Mercedes EQ A. Bislang gab es für Mercedes beim Stichwort Elektromobilität nur einen Wettbewerber, denn als aktuell erfolgreichste Luxusmarke der Welt haben die Schwaben allenfalls auf den Emporkömmling Tesla geschielt. Doch mit dem EQ A polt Zetsche seine Mannschaft jetzt auf Masse und legt sich mit elektrischen Volumenmodellen wie dem neuen Nissan Leaf, dem Opel Ampera-E oder zur Not sogar dem BMW i3 an. Schon im Jahr 2020 soll die A-Klasse ans Netz gehen, die als Studie in Frankfurt für Show & Shine zwar wie üblich ein bisschen überzeichnet ist, sich aber von Felgen, Farben und Schweinwerfern abgesehen schon relativ nah an der Serie bewegt. Der Mercedes EQ A bekommt je Achse einen Motor mit zusammen mehr als 272 PS (200 kW) und 500 Newtonmetern und beschleunigt damit fast so gut wie ein A 45 von AMG. Gerade mal 5,5 Sekunden vergehen, bis der Tacho auf dem komplett digitalisierten Cockpit die 100er-Marke überschreitet. Mehr zum Thema: Alle Autos auf der IAA 2017

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Studie Mercedes EQ A auf der IAA 2017

Die Energie für den Mercedes EQ A liefert eine Batterie der Daimler-Tochter Deutsche Accumotive im Wagenboden. Sie verspricht je nach Skalierung bis zu 400 Kilometer Reichweite und kann wahlweise induktiv oder an einer Wallbox geladen werden. Im besten Fall sollen dann zehn Minuten reichen, um den Strom für 100 Kilometer zu zapfen. Mit dem Elektroantrieb alleine ist es natürlich nicht getan. Sondern genau wie den GLC stecken die Designer auch die A-Klasse für den Weg ins Elektrozeitalter in einen silbernen Anzug ohne Schnörkel und Sicken und pressen ihr den Mercedes-Grill der Zukunft ins Gesicht: Wo früher Kühlrippen waren, prangt auf dem Mercedes EQ A ein Black Panel wie ein großer Bildschirm, auf dem LED-Szenarien mit der Außenwelt kommunizieren. Auf den Stern muss man deshalb aber nicht verzichten. Sondern der flimmert künftig als Illumination über den Bug – zumindest, wenn genügend Saft im Akku ist.

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