Kostenvoranschlag von Kfz-Werkstatt: Ärger vermeiden Kostenvoranschlag darf abweichen

13.01.2017

Überhöhte Rechnungen aus der Kfz-Werkstatt müssen nicht sein. Mit einem Kostenvoranschlag sind Sie auf der sicheren Seite, denn die Werkstatt darf diesen maximal um 20 Prozent überziehen. Weitere wertvolle Tipps für Werkstattkunden.

Um Ärger mit der Autowerkstatt bei einer Reparatur zu vermeiden, sollten Kunden in jedem Fall einen Kostenvoranschlag einfordern. Dieser darf allerdings um maximal 20 Prozent überzogen werden. Vereinbart jemand einen Festpreis mit der Werkstatt, sollte dieser nicht nur Arbeits-, sondern auch alle Materialkosten umfassen. Auf Nummer sicher gehen Werkstattkunden, wenn sie auf eine sogenannte Direktannahme bestehen, bei der gleich alle anstehenden Arbeiten am Auto erklärt werden. Auf keinen Fall sollten Autofahrer vergessen, eine Handy- oder Telefonnummer zu hinterlassen, unter der sie erreichbar sind. Denn werden im Zuge der Reparatur weitere Defekte entdeckt, muss der Kunde einer etwaigen Erweiterung des Auftrags zustimmen, erklären die Experten. Ebenfalls wichtig bei der Abgabe: Der Werkstatt mitteilen, dass man die ausgebauten, defekten Teile mitnehmen möchte. Das ist den Angaben zufolge eine wichtige Maßnahme zur Beweissicherung, falls es später zu Auseinendersetzungen kommen sollte. Grundsätzlich gilt für die Arbeit der Werkstatt und die reparierten Teile die gesetzliche zweijährige Sachmangelhaftung.

Kilometerstand eines Gebrauchtwagen checken (Video):

 

 

 

Kostenvoranschlag: So vermeiden Sie Ärger

Kostenvoranschlag einfordern
Bestehen Sie auf einer Direktannahme: Alle anstehenden Arbeiten sollten am Auto erklärt werden. Auch ein Kostenvoranschlag ist ein Muss. Diesen darf die Werkstatt maximal um 20 Prozent überziehen. Wird ein Festpreis vereinbart, sollte dieser alle Material- und Arbeitskosten enthalten. Streitpunkt teures Motoröl: Halten Sie genau fest, welches geeignete Öl verwendet werden soll und zu welchem Preis.

Auf Absprache bestehen
Hinterlassen Sie eine Telefonnummer, unter der Sie erreichbar sind. Entdeckt die Werkstatt weitere defekte Teile, müssen Sie einer Erweiterung des Auftrags zustimmen. Fragen Sie nach den Mehrkosten.

Termin vereinbaren
Wird das Auto später fertig als vorher vereinbart, sollte die Werkstatt Sie darüber informieren. Ansonsten muss der Betrieb die vergeblichen Anreise- und Rückreisekosten erstatten.

Beweise sichern
Viele Werkstätten behalten die ausgebauten defekten Teile. Dabei gehören sie immer noch Ihnen und sind für spätere Auseinandersetzungen wichtig. Sagen also bereits bei der Fahrzeugabgabe, dass Sie die alten Teile später mitnehmen möchten.

Gewährleistung nutzen
Für die Arbeit der Werkstatt und die reparierten Teile gilt eine gesetzlich vorgeschriebene zweijährige Sachmängelhaftung. Der Kunde muss jedoch nachweisen, dass ein Mangel vorliegt. Für zusätzliche Garantien gelten die Bestimmungen der Werkstatt.

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So lösen Sie Problemen richtig:

Fehlende Leistungen
Wurden vorher vereinbarte Arbeiten nicht erledigt, zahlen Sie nicht oder nur unter Vorbehalt. Letzterer sollte schriftlich auf der Rechnung und dem Durchschlag vermerkt werden. Das gilt auch bei beauftragten Leistungen, die viel teurer ausfallen.

Ungefragte Arbeiten
Sie müssen nur für Reparaturen zahlen, die im Kostenvoranschlag stehen oder nachträglich von Ihnen erlaubt wurden. Achtung: Lassen Sie jedoch sicherheitsrelevante Arbeiten nicht durchführen, darf die Werkstatt das Auto nicht mehr auf die Straße lassen.

Erfolglose Fehlersuche
Werden etwa die Ursachen von Klappergeräuschen nicht gefunden, müssen Sie technisch sinnvolle Arbeiten trotzdem bezahlen. Das gilt auch für den
Fall, wenn am Ende herauskommen sollte, dass ein Teil der ergriffenen Maßnahmen vergeblich war.

Werkstattfehler
Hat der Betrieb Reparatur- oder Wartungsarbeiten schlecht ausgeführt, greift die gesetzliche Gewährleistung. Doch Vorsicht: Die Werkstatt hat das Recht,
einmal kostenlos nachzubessern.

Beschädigtes Auto
Wenn etwa der Lehrling das Fahrzeug beim Umparken zerkratzt hat, muss die Haftpfl ichtversicherung des Betriebs den Schaden ersetzen. Da die Beweislast jedoch beim Kunden liegt, sollten Sie sich den Zustand Ihres Autos im Auftrag bestätigen lassen.

 

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