Kleinwagen-Vergleich 2013: Neuer Fiesta gegen Polo, Corsa und Clio Kleine Garde

Inhalt
  1. Karosserie
  2. Fahrkomfort
  3. Motor und Getriebe
  4. Fahrdynamik
  5. Umwelt und Kosten
  6. Fazit

VW Polo, Opel Corsa und Renault Clio gehören zu den beliebtesten Kleinwagen – und natürlich der Ford Fiesta. der trifft frisch überarbeitet zum ersten Mal auf die Mitstreiter

Erinnern Sie sich noch an die 80er-Jahre? Als man aus Kleinwagen wie dem ersten Opel Corsa ehrfürchtig zu größeren Fahrzeugen hinauf sah, sich nur selten auf die linke Spur wagte und Überholvorgänge lange im Voraus plante? Diese Zeiten sind vorbei. Denn Autos im Kleinwagensegment sind mit rund vier Meter Außenlänge nicht nur deutlich größer geworden, sondern fühlen sich durch bessere Ausstattung, mehr Komfort und sicherere Straßenlage auch viel erwachsener an. Wer heutzutage in VW Polo und Co. unterwegs ist, fühlt sich also keinesfalls minderwertig. Erst Recht nicht, wenn der eigene Flitzer so schick da steht wie der neue Renault Clio oder der gerade aufgefrischte Neuheit in Paris: Der Fiesta und das Facelift mit seinem animalischen Kühlergrill. Hat man dazu noch rund 100 PS unter der Haube, kann man so manch größeren Verkehrsteilnehmer in Staunen versetzen. Das haben wir bei diesem Vergleichstest – der wegen der Wettersituation in Südfrankreich stattfand – eindrücklich erfahren. Genauso wie die Tatsache, dass ein Kleinwagen keinesfalls Verzicht bedeutet. Auch nicht, wenn man mit ihm mehr als 2000 Kilometer unterwegs ist.

 

Karosserie

Vor weiten Reisen zu zweit muss man in keinem der Kleinwagen Angst haben. In der ersten Reihe hat man hier wie da ausreichend Bewegungsfreiheit – in Polo und Fiesta tief im Auto sitzend, im Opel Corsa etwas höher und aufrechter. Die flache Fensterlinie, die schmalen B-Säulen und die große Frontscheibe sorgen im Rüsselsheimer zudem für ein luftiges Raumgefühl und gute Rundumsicht. Die ist vor allem in Renault und Ford durch das schnittigere Design mit den breiten, hochgezogenen C-Säulen und dem kleinen Heckfenster eingeschränkt. Unbedingt sollte bei diesen beiden die Einparkhilfe hinten bestellt werden, im Polo ist sie bereits serienmäßig verbaut.

Im neuen Fiesta gibt es in Verbindung mit dem Sony-Navigationssystem für 1830 Euro sogar eine Rückfahrkamera. Überhaupt ist der Kölner, der übrigens als einziger im Testfeld komplett in Deutschland gefertigt wird, auf dem neuesten Stand der Technik. Ein City-Notbremsassistent ist für ihn ebenso zu haben wie eine Notruffunktion und die Sprachsteuerung. Und sieben Airbags gibt es im Gegensatz zu den anderen in dieser Klasse serienmäßig. Schade nur, dass die Bedienung durch die Schalterflut der wuchtigen Mittelkonsole viel Eingewöhnung erfordert. VW und Renault zeigen, wie es einfacher und mit weniger Schaltern funktioniert. Im immerhin fast sieben Jahre alten Opel missfällt der betagt wirkende Bordcomputer (120 Euro) und das sehr tief montierte, kompliziert zu bedienende Navigationssystem (1475 Euro).

Dafür überzeugt der Rüsselsheimer – wie auch der VW Polo – mit einem der klassenbesten Platzangebote auf der Rückbank. Zwar stoßen Erwachsene kleinwagentypisch auch hier schnell mit den Knien an die Vordersitze, doch immerhin lässt sich die Rückenlehne im Corsa in der Neigung einstellen. Bei etwas weniger Platz gefallen im Fiesta die Beinauflagefläche und der angenehme Kniewinkel. Im Fond des Clio hocken Ausgewachsene dagegen beengt. Wegen der harten Polster und der eingeschränkten Kopffreiheit will man hier nicht länger als nötig verweilen.

Erstaunlich geräumig geht es dafür im tiefen Kofferraum des Franzosen zu. Das 300 Liter große Abteil lässt sich nach dem Umklappen der Rücksitzlehnen auf 1146 Liter erweitern (Ford Fiesta: 276 bis 974 Liter). Dafür bleibt aber eine große Stufe am Grund, die bei Opel (285 bis 1100 Liter) und VW (280 bis 952 Liter) durch einen doppelten Ladeboden verschwindet.

KarosserieMax. PunkteVW Polo 1.2 TSIFord Fiesta 1.0 EcoBoostRenault Clio TCe 90Opel Corsa 1.4 16V
Raumangebot vorn10062636260
Raumangebot hinten10040383640
Übersichtlichkeit7044403843
Bedienung/ Funktion10085808278
Kofferraumvolumen10018202220
Variabilität10032262632
Zuladung/ Anhängelast8027233029
Sicherheit15049604447
Qualität/ Verarbeitung200143141140141
Kapitelbewertung1000500491480490

 

Fahrkomfort

Schon bei der ersten Sitzprobe fühlt sich das Gestühl im VW Polo sehr erwachsen an. Nicht nur die Dimensionen werden auch Fahrern von mehr als 1,85 Metern Körperlänge gefallen, auch der Seitenhalt passt. Hinzu kommen die praktische und gut nutzbare Gestaltung von Ablagen und Fächern sowie die perfekte Ergonomie. Durch die klobige Mittelkonsole im Corsa wird nicht nur der Sitzkomfort etwas geschmälert, sondern auch die Anzahl der Ablagen und Getränkehalter. Im Clio gibt es immerhin eine brauchbare und gummierte Ablage über dem Handschuhfach, im Fiesta ein geräumiges Mittelfach, das auch als Armlehne dient.

Dennoch sichern die straff gepolsterten Sitze im Opel Corsa einen ordentlichen Komfort, sie sind für eine anständige Schulterabstützung aber etwas zu klein geraten. Wie im Ford hält die sportliche Ausformung der Vordersitze nicht ganz, was ihre Optik verspricht. Die Ford-Sportsitze der Individualausstattung könnten in Sachen Seitenhalt die bessere Wahl sein. Auf langen Strecken gefällt die weiche Polsterung im Fiesta aber allemal. Lob verdienen sich in dieser Beziehung auch die großzügig bemessenen Sessel im Renault Clio.

Der neue Star unter den französischen Kleinwagen überrascht zudem mit einer sehr souveränen Fahrwerksabstimmung. Im Gegensatz zum etwas holprigen Vorgänger kommen Unebenheiten trotz straffer Abstimmung kaum zu den Insassen durch. Der etwas komfortabler ausgelegte Corsa zeigt sich auf der Vorderachse ebenso feinfühlig, von hinten dringen allerdings hin und wieder Impulse und Geräusche in den Innenraum. Etwas zwiespältig gibt sich die VW-Abstimmung. Werden Gullideckel, Schlaglöcher und Querfugen noch gut verdaut, neigt der Niedersachse bei längeren Fahrbahnwellen durch die weiche Auslegung zuweilen zum Nachschwingen.

Von ganz anderem Schlag ist der Ford Fiesta. Er liefert stets eine authentische Rückmeldung und beruhigt sich selbst nach herben Stößen schnell wieder. So lässt er sich überaus sportlich und trotzdem komfortabel bewegen. Ebenso gut ist die Geräuschdämmung gelungen, die bei höheren Geschwindigkeiten selbst die Ruhe im Polo in den Schatten stellt.

FahrkomfortMax. PunkteVW Polo 1.2 TSIFord Fiesta 1.0 EcoBoostRenault Clio TCe 90Opel Corsa 1.4 16V
Sitzkomfort vorn15090868884
Sitzkomfort hinten10050484853
Ergonomie150125121120121
Innengeräusche5037372830
Geräuscheindruck10065666462
Klimatisierung5028282426
Federung leer200110114112108
Federung beladen200108112110104
Kapitelbewertung1000613612594588

 

Motor und Getriebe

Nach seinem Facelift darf der Fiesta jetzt auch auf die neueste Motorengeneration von Ford zurückgreifen. Und so kommt statt des bisherigen 1,6 Liter großen Vierzylinders (nur noch mit Automatik und 105 PS zu haben) nun der ein Liter große Dreizylinder-Turbo EcoBoost zum Einsatz, den es mit 100 PS und 125 PS gibt. Zusammen mit dem Start-Stopp-System (200 Euro) erreicht der Fiesta 1,0 EcoBoost im Normzyklus einen Verbrauch von 4,3 Liter Superbenzin auf 100 Kilometern und 99 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer.

Ähnlich fortschrittlich motorisiert ist der neue Clio TCe 90. Herstellerverspechen: 4,5 Liter Verbrauch und 105 Gramm CO2 pro Kilometer. Allerdings muss dieser Dreizylinder mit 0,9 Litern und 90 PS auskommen. Gegen solch kleine Kraftwerke wirkt der 1,4 Liter große Vierzylinder von Opel wie ein Hubraumriese. Dafür benötigt der drehfreudige Rüsselsheimer keinen Turbolader und erreicht seine Leistung von 100 PS bei 6000 Touren. Den Mittelweg geht Volkswagen beim 1,2 TSI – ein Vierzylinder mit Turboaufladung und 105 PS.

So unterschiedlich die Konzepte sind, so verschieden lassen sich die Kleinwagen auch bewegen. Prinzipbedingt verfügt der Corsa über ein vergleichsweise niedriges Drehmoment von 130 Newtonmetern, das erst bei 4000 Umdrehungen erreicht wird. Damit sich der 16-Ventiler trotzdem sportlich in Szene setzen kann, verpasste ihm Opel ein sehr kurz übersetztes Fünfgang-Getriebe. Das knackige Schalten macht zusammen mit dem direkt ansprechenden Motor zwar Spaß, jedoch vermisst man vor allem bei längeren Autobahnstrecken einen sechsten Gang. So rotiert die Kurbelwelle bei Tempo 130 fast 4500 Mal die Minute. Zum Vergleich: Im fünften Gang des Ford Fiesta sind es gerade 2900 Umdrehungen. Kein Wunder also, dass der Opel auch beim Spritkonsum das Nachsehen hat. Auf der Normrunde der AUTO ZEITUNG verbraucht er 7,4 Liter Benzin. Das sind 1,2 Liter mehr als der sehr sparsame Fiesta für 100 Kilometer benötigt. Weil der Kölner Dreizylinder sein Drehmoment von 175 Newtonmetern zudem über ein deutlich breiteres Drehzahlband abrufen kann, muss bei ihm nur selten zum Schalthebel gegriffen werden. Der kernige Vierzylindersound weicht hier allerdings einem brummig heiseren Dreiertakt, der bei höheren Drehzahlen aber ebenso sportlich klingt. Und im Vergleich zum Dreiender von Renault entfaltet das Ford-Aggregat seine Leistung absolut gleichmäßig. Dass hier ein Turbolader für die nötige Kraft sorgt, merkt man kaum.

Im etwas schwachbrüstigen Clio wird einem hingegen häufiger bewusst, dass ein Downsizing-Triebwerk unter der Haube arbeitet. Im Leerlauf unrund aus dem kleinen Auspuff blubbernd, fehlt ihm etwas die Durchsatzkraft des EcoBoost-Motors von Ford. Obendrein nerven die Anfahrschwäche des Franzosen und seine Müdigkeit bei niedrigen Drehzahlen. Mit dem kleinsten Hubraum im Testfeld, dem niedrigsten Gesamtgewicht und serienmäßigem Start-Stopp-System braucht der Clio 6,4 Liter im Testschnitt.

Das sind nur 0,3 Liter weniger als der spürbar stärkere Polo mit einem Zylinder mehr, extra Hubraum und ohne Start-Stopp-System benötigt. Kein großer Verbrauchsvorteil – vor allem, weil der TSI-Motor von Volkswagen auch aus niedrigen Drehzahlen willig antreten kann und zwischen 1550 und 4100 Touren ein Drehmoment von 175 Newtonmetern bereithält. Als einziger im Test ist der Polo mit einem Sechsgang-Getriebe ausgestattet, das sich nicht nur gut und flüssig schalten lässt, sondern auch mit einem besonders langen letzten Gang glänzt. Der hilft, das Geräusch- und Verbrauchsniveau bei schnellen Autobahnetappen niedrig zu halten. Und schnell kann der Wolfsburger werden. Problemlos passiert die Tachonadel die 160er- und 180er-Markierung, während die anderen Kleinwagen bei diesen Tempi spürbar mit den Fahrtwiderständen zu kämpfen haben. Lässt man es mit dem Polo fliegen, sind hier Verbräuche von mehr als acht Litern an der Tagesordnung. Das gelingt aber auch mit Ford Fiesta, Opel Corsa und Renault Clio.

Motor und GetriebeMax. PunkteVW Polo 1.2 TSIFord Fiesta 1.0 EcoBoostRenault Clio TCe 90Opel Corsa 1.4 16V
Beschleunigung15096947387
Elastizität10059696565
Höchstgeschwindigkeit15046384038
Getriebeabstufung10088858580
Kraftentfaltung5025252224
Laufkultur10064625860
Verbrauch325254264261241
Reichweite2512121310
Kapitelbewertung1000644649617605

 

Fahrdynamik

Nicht einmal 1200 Kilo und rund 100 PS – das klingt nach Fahrspaß. Und der kommt im Alltagsverkehr ohne Frage bei allen Probanden auf. In der Slalomgasse und auf dem Handlingparcours liegen aber Welten zwischen ihnen. Obwohl Lenkung und Fahrwerk im Renault Clio satt ausgelegt sind und eine gute Rückmeldung liefern, verliert der Franzose viel Zeit. Das liegt vor allem am Leistungsnachteil und dem in schnellen Wechselkurven zu hart eingreifenden ESP.

Weniger Gefühl für Straße und Auto vermittelt der Opel Corsa. Zudem lässt sich durch seine spitze Lenkung nur schwer eine reproduzierbare Linie um die Pylonen fahren. Und in schnellen, engen Wechselkurven bringt die nervöse Hinterachse Unruhe ins Auto. Solche Einflüsse spürt man im VW Polo überhaupt nicht. Seine Lenkung lässt sich spielerisch leicht, gleichmäßig und sehr exakt bedienen. So sind zügige Runden auf dem Handlingkurs ohne Schweißperlen auf der Stirn zu meistern, auch wenn sich der Aufbau des Polo dabei am stärksten zur Seite neigt.

Noch verbindlicher reagiert der Fiesta auf die Befehle des Fahrers. Das dicke Lenkrad liegt satt in der Hand und lässt sehr genaue Fahrmanöver zu. Und durch die sehr effektiv mitarbeitende Hinterachse können mit dem Ford Fiesta obendrein die höchsten Kurvengeschwindigkeiten erzielt werden. Am Ende muss er sich in der Rundenzeit nur wegen des kleinen Leistungsdefizits und der schmaleren Reifen dem Polo geschlagen geben. Dieser rollt auf 215 Millimeter breiten Dunlop Sportpneus im Format 215/45 R 16 zum Test an und erzielt damit auch prompt die besten Bremswerte. Mit kalten oder heißen Bremsscheiben steht die 1142 Kilogramm schwere Fuhre bei einer Vollbremsung aus 100 km/h bis zum Stillstand nach nur 34,0 und 34,5 Metern. Der Ford – mit Continental Premium Contact 2 im Format 195/50 R 16 bestückt, braucht für die Übung fast zwei Meter mehr. Erstaunlich gut verzögert der Clio auf seinen Leichtlaufreifen Conti Eco Contact 5 mit rund 35 Metern. Schlusslicht bei der Bremsenprüfung ist der Opel Corsa auf dem gleichen Profil wie der Ford. Werte jenseits der 37 Meter müssen heutzutage selbst bei Kleinwagen nicht mehr sein.

FahrdynamikMax. PunkteVW Polo 1.2 TSIFord Fiesta 1.0 EcoBoostRenault Clio TCe 90Opel Corsa 1.4 16V
Handling15074724764
Slalom10047494541
Lenkung10064666452
Geradeauslauf5036363432
Bremsdosierung3019201818
Bremsweg kalt1501109110270
Bremsweg warm150105919777
Traktion10032343432
Fahrsicherheit150120120118116
Wendekreis2015141314
Kapitelbewertung1000622593572516

 

Umwelt und Kosten

Während Ford, Renault und VW die stärkeren Motoren an eine teurere Ausstattung knüpfen, ist der 100-PS-Corsa schon ab der günstigsten Selection-Variante zu haben. Mindestens 14.095 Euro kostet der Opel und ist damit mehr als 3500 Euro günstiger als ein VW Polo 1.2 TSI. Da bleibt genug Spielraum, um den Opel Corsa zumindest mit der Edition-Ausstattung (1475 Euro) samt Klimaanlage, Funkfernbedienung und CD-Radio aufzuwerten. Für 17.995 Euro ist der Corsa 1.4 16V in der Innovation-Variante dann mit nützlichen Extras wie Kurvenlicht, Tempomat, Sitz- und Lenkradheizung sowie Einparkhilfe hinten bestückt.

Auch Ford handelt den Fiesta nach seiner Überarbeitung fair. Für die fünftürige 100-PS-Variante sind 15.220 Euro fällig, wobei auch hier CD-Radio (725 Euro) und Klimaanlage (1140 Euro) extra bezahlt werden müssen. Besonders empfehlenswert: Die Frontscheibenheizung für 210 Euro. Lohnenswert ist auch der Blick zur üppig bestückten Titanium-Variante (17.120 Euro) mit 15-Zoll-Leichtmetallrädern, Lichtpaket, automatisch abblendendem Innenspiegel und Klimaanlage.

Letztere ist beim Renault Clio TCe 90 bereits serienmäßig verbaut. Ebenso gehören ein Tempomat und das Navisystem zur 16.300 Euro teuren Basisversion Dynamique. Ein Aufpreis für den Fünftürer ist nicht fällig – im Gegensatz zu den anderen Kontrahenten bietet Renault den Clio nicht als Dreitürer an.

Fast wie in der Kompaktklasse zeigt sich die 40-seitige Ausstattungsliste beim VW Polo. Weil der 1.2 TSI erst ab der Comfortline-Variante zu haben ist, sind im Preis von 17.620 Euro schon Klimaanlage, die Einparkhilfe hinten und die Zentralverriegelung mit Fernbedienung inbegriffen. Wer mehr ausgeben will, kann den Polo zum Nobelflitzer mit Xenonlicht (860 Euro), Alcantara-Leder (1095 Euro) und DAB-Radiosystem (1220 Euro) für weit mehr als 20.000 Euro aufrüsten. Dafür glänzt der Volkswagen mit den umfangreichsten Garantien.

Die Kostenbilanz spricht am Ende aber für den Opel, obwohl sie durch mickrige Garantieleistungen und höhere Werkstattkosten etwas getrübt wird. Dennoch erringt der Rüsselsheimer hier hauchdünn den Kapitelsieg.

Kosten/UmweltMax. PunkteVW Polo 1.2 TSIFord Fiesta 1.0 EcoBoostRenault Clio TCe 90Opel Corsa 1.4 16V
Bewerteter Preis675286320317334
Wertverlust5031323238
Ausstattung2517171715
Multimedia5015152115
Garantie/Gewährleistung5028172718
Werkstattkosten2016181714
Steuer10910109
Versicherung4038363738
Kraftstoff5541434239
Emissionswerte2522212122
Kapitelbewertung1000503529541542

 

Fazit

Diese vier Kleinwagen gehören nicht umsonst zu den beliebtesten Autos ihrer Klasse. Der mittlerweile etwas betagte Opel Corsa (seit 2006) besticht immer noch durch ein sehr faires Preis-Leistungs-Verhältnis, ein gutes Platzangebot und vorbildliche Variabilität. Im Vergleich zu seinen deutlich jüngeren Kontrahenten hat er hier aber vor allem bei der Fahrdynamik und der Motortechnik das Nachsehen. Weil sich Platzangebot und Komfort beim neuen Clio deutlich verbessert haben, kann sich der Franzose in diesem Vergleichstest über einen Podestplatz freuen. Preis und Ausstattung stimmen ebenso wie Fahrleistungen und Dynamik.

Noch besser ist in dieser Hinsicht der nagelneue Ford Fiesta, dessen EcoBoost-Downsizingmotor hier mehr überzeugen kann als das Renault-Aggregat. Sparsamer, kräftiger und kultivierter schiebt es den Kölner auf den zweiten Platz – dicht hinter den Erstplatzierten.

Von dieser Position ist der Polo bei den Kleinwagen nicht wegzudenken. Die perfekte Ergonomie mit überragender Raumausnutzung, eine klasse Verarbeitung und der kräftige Sahnemotor machen den Wolfsburger unschlagbar.

Gesamtbewertung

Max. PunkteVW Polo 1.2 TSIFord Fiesta 1.0 EcoBoostRenault Clio TCe 90Opel Corsa 1.4 16V
Summe50002882287428042741
Platzierung1234

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