Ferrari Portofino (2017): Erste Fotos California-Nachfolger heißt Portofino

von Alexander Koch 18.10.2017

Der Ferrari Portofino (2017) beerbt den California T. Mit mehr Leistung bei weniger Gewicht und allerlei Hightech ist der Gran Turismo mit faltbarem Hardtop so dynamisch wie noch nie!

Sind Modelle wie der 812 Superfast und der GTC4Lusso deutlich sportlicher und aggressiver abgestimmt, vereint der Ferrari Portofino (2017) seine in die Wiege gelegte Sportlichkeit mit der vornehmem Zurückhaltung eines Gran Turismo. Wie passend, dass der Sportwagenbauer aus Maranello seinem jüngsten Spross den Namen eines kleinen, malerischen Küstenörtchens bei Genua mit auf dem Weg gibt. Dass es beim Portofino nicht um einen echten GT sondern um ein Faltdach-Cabrio handelt, darüber kann ein echter Signore gnädig hinwegsehen. Gerade angesichts des edlen Rottons, der sich ebenfalls in Anlehnung an das kleine Städchen "Rosso Portofino" nennt. Das Exterieur des California T hat das Ferrari Design Center dezent weiterentwickelt. So ziehen sich die LED-Scheinwerfer dezent in die Breite, nicht wie zuvor in die Vertikale. Doch nicht nur die LED-Technologie ist ein Zeichen dessen, welche Tricks und Kniffe die Italiener beim Sportwagenbau drauf haben. An der äußeren Kante der Scheinwerfer ist ein Lufteinlass zu entdecken, der die Luft in den Radkasten leitet und das Auto so aerodynamischer macht. Wie der Vorgänger hat auch der Ferrari Portofino (2017) zwei kreisrunde Rückleuchten, die etwas weiter nach außen gerückt sind. Ein Merkmal, dem all jene, die sich nicht zu den Reichen zählen, gerne größere Beachtung schenken dürfen – viel mehr wird vom Ferrari nämlich nicht zu sehen sein, wenn der turboaufgeladene 3,9-Liter-V8 erstmal seine Muskeln spielen lässt. Der im wahrsten Sinne bereits ausgezeichnete Motor erhielt für seinen Einsatz im Cabrio neue Kolben und Pleuel, auch der Auspuffstrang samt Krümmer wurden nochmals überarbeitet. Summa summarum stemmt das Aggregat nun 600 PS – 40 mehr als im California – und 760 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle. Mehr zum Thema: Alle Autos auf der IAA 2017

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Erste Fotos vom Ferrari Portofino (2017)

Bei einer nahezu perfekt ausbalancierten Gewichtsverteilung spricht das nicht nur bei dem gerade einmal 3,5-sekündigen Sprint von null auf Tempo 100, sondern auch auf kleinen kurvigen Strecken durch Italien für eine Menge Fahrspaß. Das "Variable Boost Management" passt dabei das Drehmoment dem gewählt Gang an, sodass das Turboloch laut Ferrari nicht zu spüren und immer Kraft im Überfluss vorhanden sein soll. Dass der neue Ferrari leichter und dennoch steifer als sein Vorgänger ist, spielt dem Portofino (2017) dabei genauso in die Karten wie die moderne Technik: An der Hinterachse sitzt ein elektronisches Differential, die elektronische Servolenkung macht das Fahrvergnügen noch direkter. Hinzu kommt das so genannte magnetporheologische Dämpfungssystem (SCM-E): Hinter dem komplizierten Namen stecken Dämpfer, die mit Dämpferöl und mikroskopisch kleinen Metallpartikeln gefüllt sind. Durch Elektrizität wird in den Dämpfern ein Magnetfeld erzeugt, an dem sich die Partikel ausrichten und so die Viskosität des Öls beeinflussen. Die Folge: Das Fahrwerk kann der Straßenlage und dem Fahrzustand präzise angepasst werden. Bei all der Technik vergisst der Ferrari Portofino (2017) aber natürlich auch nicht die prestigeträchtige Höchstgeschwindigkeit. Erst nach standesgemäßen 320 km/h ist Schluss! Unter dem faltbares Hardtop finden in der Regel zwei Passagiere Platz, zur Not können zwei weitere auf den kleinen Sitzen der Rücksitzbank Platz nehmen. 18-fach verstellbare Sitze machen aber bereits klar, dass der Sportwagen für's Fahren gedacht ist. Hinzu kommt das neue Infotainment mit einem 10,2 Zoll großen Touchscreen-Display und ein Windabweiser, der den Luftstrom im Innenraum im Vergleich zum Vorgänger um 30 Prozent reduziert – um die vornehme Zurückhaltung zu komplettieren. 

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