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Chevrolet Camaro (1970 bis 1981): Klassiker kaufen

Kaufberatung zum Chevy Camaro

Der Chevrolet Camaro der zweiten Generation erfreut sich nicht nur in seiner Heimat als Klassiker wachsender Beliebtheit. Als Gebrauchtwagen bietet der Klassiker viele Möglichkeiten für begeisterungsfähige Schrauber und ist unter 15.500 Euro zu haben.

In der Chevrolet-Familie wurde der Camaro von der Corvette überflügelt, im Wettbewerb der Pony Cars fuhr ihm der Ford Mustang auf und davon. Trotzdem produzierte GM fast zwei Millionen Fahrzeuge alleine von der zweiten Generation (1970 bis 1981) des Camaro. Viele wurden verheizt, umgebaut oder als Organspender für andere Projekte missbraucht. So ist es heute schwer, aber nicht unmöglich, einen guten Camaro zu finden: "Langsam ziehen die Preise an", hat Ralf Eidel beobachtet, der Besitzer unseres Foto-Fahrzeugs. Dabei kommt es immer darauf an, was man selber will: Ein Camaro ist deutlich günstiger als für 15.500 Euro (Classic Data Note 2) zu bekommen, dann ist in der Regel aber noch viel zu tun. Umgekehrt gibt es richtig gute restaurierte Exemplare, die aber ihren Preis haben.

Bildergalerie starten: Chevrolet Camaro ab 15.500 Euro

Neuer Chevrolet Camaro ZL1 (Video)

 

Klassiker: 1970er Chevrolet Camaro gebraucht kaufen

Camaro-Kenner Eidel setzt auf die Schrauber: Zum einen braucht die Szene den Nachwuchs, der selbst mal Hand anlegt, zum anderen bietet der Chevy unendlich viele Möglichkeiten. Sein Auto etwa ist 1974 in absoluter Basisausstattung ausgeliefert worden, ohne elektrische Fensterheber, ohne Liegesitze und mit dem relativ bescheidenen 4,9-Liter-V8. Heute ist davon nichts mehr zu spüren. Der aktuelle Motor mit seinen 5,7 Litern Hubraum stammt aus einem Van der 80er-Jahre. 600er Holley-Vergaser, Lunati-Nockenwelle, angepasste 5,0-Liter-Köpfe sowie weitere Feinheiten machen den V8 den größeren Varianten mindestens ebenbürtig. Ein Schaltgetriebe war ab Werk zwar lieferbar, aber: "Mit der Automatik läuft er einfach besser" – erst recht mit einem Quickshifter, der dem Fahrer bei Bedarf den manuellen Eingriff ins Getriebe erlaubt. Auch das kann für Neueinsteiger ein Kriterium sein: Muss es wirklich der V8 mit 6,5 Litern Hubraum oder der viel seltenere 7,4-Liter-Motor sein? Oder bin ich bereit, das beim Kauf gesparte Geld in ein Triebwerks-Upgrade zu investieren?

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Die Gummilager sind das Problem des Camaros

Die Zubehör-Industrie bietet seit jeher unzählige Möglichkeiten, die zum Teil sogar mit dem H-Kennzeichen kompatibel sind. "Der Camaro ist ein Zwitter aus Rahmenbauweise und selbsttragendem Heck", weiß Eidel. Das bedeutet: Motor und Vorderachse sind an einem Rahmen befestigt, der bis unter die Sitze reicht. Die Hinterachse ist an der Karosserie montiert. Sämtliche Verbindungen sitzen in Gummilagern, die mit dem Alter weich oder porös werden. "Man hat beim Fahren dann das Gefühl, dass das Auto sich langsam auflöst", so Eidel. Seit dem Kauf 1989 hat er das Fahrwerk während der Schrauber-Abende mit seinem Club, den "PEP Cars Frankfurt", stets optimiert: Die Gummilager wurden durch PU-Buchsen ersetzt, zusätzliche Stabis und ein Rahmen aus dem Dragster-Sport versteifen das Fahrwerk.

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Technsiche Daten Chevrolet Camaro (2. Generation)
Motor V8-Zylinder
Hubraum 5733 cm³
Leistung 108 kW/147 PS
bei 3800/min
Max. Drehmoment 339 Nm
bei 2200/min
Getriebe Dreigang-Automatik
Antrieb Hinterrad
L/B/H 4963/1890/1247 mm
Radstand 2743 mm
Bauzeit 1970 bis 1981
0 auf 100 km/h 12,1 s
Höchstgeschw. 186 km/h
Verbrauch 17,6 l/100 km
Preis (1974) 22.771 Mark

Julian Islinger/Thomas Pfahl