Cabrio-Vergleich: Citroën DS3 gegen Fiat 500C im Kleinwagen-Duell Sonnenboten

17.04.2013
Inhalt
  1. Karosserie
  2. Fahrkomfort
  3. Motor und Getriebe
  4. Fahrdynamik
  5. Umwelt und Kosten
  6. Fazit

Vergleich: Citroën will dem Frühling auf die Sprünge helfen und schickt das neue DS3 Cabrio ins Rennen. Sein italienischer Rivale Fiat 500C wartet schon

Pünktlich zum Frühjahr bringt Citroën das DS3 Cabrio auf den Markt. Der seit 2010 erhältliche französische Kleinwagen erhält ein elektrisches Stoffverdeck bei feststehenden B- und C-Säulen, wie es auch im Fiat 500C verbaut ist. Im ersten Vergleich stellt sich die Einstiegsversion des DS3 Cabrio, der VTi 82 mit 1,2-Liter-Dreizylinder, dem offenen Fiat 500 mit turboaufgeladenem 0,9-Liter-TwinAir-Aggregat.

 

Karosserie

Bei diesen Fahrzeugen zählt vor allem das Oben-Ohne-Gefühl. Und das lässt sich in beiden Cabrios nach nur einem Knopfdruck genießen. Der DS3 öffnet und schließt sein Verdeck sogar bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h. Auch bei geschlossenem Dach genießen Fahrer und Beifahrer in beiden Autos eine ausreichende Kopffreiheit, wobei der Citroën-Innenraum den Insassen deutlich mehr Bewegungsfreiheit bietet als der des Fiat. Vor allem, weil die Türen des DS3 passend ausgeschnitten sind und eine gute Armauflage offerieren. Im Fond punktet der Franzose mit bis zu drei Sitzplätzen. Der mittlere ist allerdings knapp bemessen, während sich auf den äußeren auch kräftigere Staturen wohlfühlen. Auf der Rückbank des 500C sitzt man bereits zu zweit beengt, was Kopf- und Beinfreiheit betrifft. Zudem wird die Übersicht durch das weit herunterreichende Stoffdach und die kleinen Fenster getrübt. Breite C-Säulen schränken auch im DS3 die Sicht nach hinten ein, außerdem versperrt das heruntergelassene Verdeck in beiden Autos den freien Blick durch den Rückspiegel. Im Innenraum sind die Kleinwagen für ihre Klasse sauber verarbeitet und mit ordentlichen Materialien ausgestattet, wobei der Citroën hochwertiger ist als der Fiat. So sind zum Beispiel die Armaufl agen in den Türen des Franzosen mit Stoff bezogen. Der DS3 darf mit maximal 1100 Kilogramm zudem 300 Kilogramm mehr ziehen und über 100 Kilogramm mehr einladen als der Kleinwagen aus Turin. Bei der Sicherheitsausstattung verliert der Fiat durch sein nur optionales ESP (200 Euro) weitere Punkte, doch dafür gibt es nur für ihn Bi-Xenon-Scheinwerfer (700 Euro).

KarosserieMax. PunkteCitroën DS3 Cabrio VTi 82Fiat 500C 0.9 8V TwinAir
Raumangebot vorn1006454
Raumangebot hinten1003226
Übersichtlichkeit704041
Bedienung/ Funktion1006970
Kofferraumvolumen100144
Variabilität1002624
Zuladung/ Anhängelast802817
Sicherheit1504037
Qualität/ Verarbeitung200130122
Kapitelbewertung1000443395

 

Fahrkomfort

Beide Flitzer verwöhnen mit weich gepolsterten Stoffsitzen, die auch bei längerer Fahrt nicht unbequem werden. Die Sitze des Cinquecento liegen enger an als die des Citroën DS3, die Fauteuils des Franzosen sind nicht so schmal geschnitten: Dort rutscht man auf dem etwas glatteren Gestühl bei zügiger Kurvenfahrt stärker. Auf der Autobahn glänzt der Citroën dafür mit dem besseren Geräuschkomfort. Sein Dreizylinder gibt sich wesentlich zurückhaltender als der rappelige Fiat-Zweizylinder – der gemessene Unterschied bei 100 und 130 km/h beträgt satte drei Dezibel. Bei höherem Tempo rauscht der Wind an beiden Kleinwagen lautstark vorbei – sowohl bei geöffneten als auch bei geschlossenen Dächern. Gelassen schluckt der Fiat Bodenwellen und federt trotz seines kurzen Radstands von 2,3 Metern ordentlich. Unterm Strich hinterlässt aber das Fahrwerk des längeren Citröen einen harmonischeren Eindruck. Nur durch Querfugen hervorgerufene Stöße dringen vereinzelt zu den Insassen durch.

FahrkomfortMax. PunkteCitroën DS3 Cabrio VTi 82Fiat 500C 0.9 8V TwinAir
Sitzkomfort vorn1506769
Sitzkomfort hinten1003832
Ergonomie150100105
Innengeräusche502924
Geräuscheindruck1004835
Klimatisierung501613
Federung leer20010090
Federung beladen2009686
Kapitelbewertung1000494454

 

Motor und Getriebe

Beim beherzten Tritt auf das Gaspedal zeigt der 0,9-Liter-TwinAir im Fiat seine Stärken: Ist das Turboloch unterhalb von 2000 Touren überwunden, schieben die 85 PS und 145 Nm den 500C zügig nach vorn. Mit 12,2 Sekunden auf 100 km/h ist er fast eine Sekunde schneller als der DS3, der aus 1,2 Liter Hubraum 82 PS holt und 118 Nm Drehmoment bietet. Dafür klingt der DS3 kernig, während das TwinAir-Triebwerk fast im gesamten Drehzahlbereich dröhnt und mehr Vibrationen in die Karosserie leitet. Zudem verlangt der Italiener stets nach hohen Drehzahlen, weshalb man oft zum Schalthebel des Fünfgang-Getriebes greifen muss – die Motor- Getriebe-Kombination des Franzosen lässt entspannteres Fahren zu. Dennoch verbraucht der Fiat 500C dank Start-Stopp-Automatik und des Eco-Modus, der seine Leistung auf 78 PS beschränkt, weniger – er gibt sich mit 5,5 Litern auf 100 km zufrieden, der Citroën verlangt hier 6,1 Liter.

Motor und GetriebeMax. PunkteCitroën DS3 Cabrio VTi 82Fiat 500C 0.9 8V TwinAir
Beschleunigung1507581
Elastizität1006971
Höchstgeschwindigkeit1503333
Getriebeabstufung1007974
Kraftentfaltung503024
Laufkultur1005042
Verbrauch325266277
Reichweite251612
Kapitelbewertung1000618614

 

Fahrdynamik

Wie beim Beschleunigen hat der 500C auch auf der Handlingstrecke und im Slalom die Nase vorn. Die Lenkung reagiert um die Mittellage zwar etwas gefühllos, dirigiert das Cabrio aber zackig in die Kurven. Bei Lastwechseln wird das Hinterteil etwas leicht und drängt nach außen. Deswegen sollten Fiat-Käufer auf das aufpreispflichtige ESP nicht verzichten. Der DS3 lenkt noch direkter ein und bleibt auch bei abrupten Richtungswechseln sowie starkem Verzögern stabil. Sein serienmäßiges ESP greift bei harten Manövern sanft ein und lässt keine Unruhe aufkommen. Außerdem steht der Citröen mit 37,5 und 36,8 Metern (kalt/warm) jeweils über einen Meter früher aus Tempo 100 als der Fiat.

FahrdynamikMax. PunkteCitroën DS3 Cabrio VTi 82Fiat 500C 0.9 8V TwinAir
Handling1502630
Slalom1006168
Lenkung1006259
Geradeauslauf503028
Bremsdosierung302017
Bremsweg kalt1507560
Bremsweg warm1508270
Traktion1004442
Fahrsicherheit150113103
Wendekreis201518
Kapitelbewertung1000528495

 

Umwelt und Kosten

17.400 Euro kostet der Fiat 500C, für das DS3 Cabrio verlangt Citroën 390 Euro mehr – viel Geld für kleine Autos. Hinzu kommen nochmals über 1000 Euro, wenn man etwa auf eine Klimaanlage nicht verzichten möchte. Dafür knausern beide bei der Steuer: Nur 18 Euro müssen die Kunden des 500C bezahlen, DS3-Käufer moderate 28 Euro. Dagegen fallen die Werkstattkosten mit 581 Euro (Citroën) und 650 Euro (Fiat) happig aus.

Kosten/UmweltMax. PunkteCitroën DS3 Cabrio VTi 82Fiat 500C 0.9 8V TwinAir
Bewerteter Preis675298303
Wertverlust502930
Ausstattung251520
Multimedia502013
Garantie/Gewährleistung501917
Werkstattkosten201414
Steuer101010
Versicherung403739
Kraftstoff554345
Emissionswerte252123
Kapitelbewertung1000506514

 

Fazit

Der Frühling kann kommen, Citroën ist bereit: Das neue DS3 Cabrio feiert einen gelungenen Einstand und gewinnt seinen ersten Vergleichstest gegen den Fiat 500C souverän. Der offene DS3 bietet mehr Platz, den besseren Fahrkomfort und das sicherere Fahrverhalten. Nur beim Benzinverbrauch reicht er nicht an den sparsameren 500er heran. Mehr Fahrspaß bietet der Fiat 500C dank seines spritzigeren Motors und des knackigen Handlings. Aber um seinem französischen Widersacher ernsthaft gefährlich zu werden, hat der Italiener unter seiner kultigrunden Karosserie zu wenig Platz. Am Ende überzeugt das ausgereifte Gesamtkonzept des neuen DS3 Cabrio mehr.

Gesamtbewertung

Max. PunkteCitroën DS3 Cabrio VTi 82Fiat 500C 0.9 8V TwinAir
Summe500025892472
Platzierung12

Tags:
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