BMW X5 2013: Dritte X5-Generation wird sparsamer und cleverer Auf den zweiten Blick

30.05.2013

Mit niedrigerem Grundpreis, weniger Verbrauch, besserer Aerodynamik und gesteigertem Komfort greift der neue BMW X5 ab November 2013 Q7 & Co. an. Seine Weltpremiere feiert der neue BMW X5 kurze Zeit vorher auf der IAA 2013

Für alteingesessene BMW-Freunde war das Jahr 1999 kein leichtes: Mit dem X5 brachten die Bayern ihr erstes SUV auf den Markt und auch wenn die Münchner bis heute von einem Sports Activity Vehicle sprechen und den Begriff SUV vermeiden, hielten viele Menschen die Werte eines Geländewagens mit Allradantrieb und hohem Schwerpunkt für unvereinbar mit dem dynamischen BMW-Markenkern.

 

BMW X5 2013: Dritte X5-Generation wird Sparsamer und Cleverer

14 Jahre später zweifelt niemand mehr an den Qualitäten des BMW X5, der mit über 1,3 Millionen verkauften Fahrzeugen zu den weltweit erfolgreichsten Premium-SUV gehört und längst einen wichtigen Teil der BMW-Familie ausmacht. Nun ist die Zeit reif für die dritte Generation, die genau wie bisher im US-Werk Spartanburg vom Band laufen wird.

Wer nun eine große Revolution erwartet hat, wird von den Bayern enttäuscht: Da die Kunden wenig Kritik am X5 üben, verfolgt BMW einen eher evolutionären Ansatz und entwickelt das SUV zumindest optisch nur behutsam weiter. Zwar hält der von 3er und 4er bekannte Übergang von den Nieren und den Scheinwerfern Einzug und auch die Rückleuchten präsentieren sich in neuer Form, der neue BMW X5 2013 wirkt aber dennoch schon jetzt wie ein alter Bekannter.

Auf den zweiten Blick lassen sich allerdings einige aerodynamische Hilfsmittel erkennen, die dem neuen X5 deutliche Vorteile gegenüber dem Vorgänger bescheren sollen: In der Frontschürze finden sich Lufteinlässe, die den Luftstrom wie einen Vorhang vor die Radhäuser legen und so die dort auftretenden Verwirbelungen reduzieren, für eine bessere Entlüftung der Radhäuser sorgen die Luftauslässe hinter den Vorderrädern und am Heck sollen stets schwarz lackierte Aeroblades den Strömungsabriss optimieren.

Dass die Proportionen weitgehend unverändert geblieben sind, lässt sich auch an den Abmessungen erkennen: Die dritte Generation ist bei identischem Radstand keine drei Zentimeter länger und fällt auch nur marginal flacher als bisher aus. Im Innenraum soll trotzdem mehr Platz vorhanden sein, auf Wunsch gibt es wie bisher eine dritte Sitzreihe. Das Kofferraumvolumen wächst auf 650 bis 1.870 Liter und überbietet den Vorgänger bei umgeklappter Rückbank (teilbar im Verhältnis 40:20:40) um bis zu 120 Liter.

Neben dem großzügigen Platzangebot sollen feine Materialien, Ambiente-Beleuchtung und moderne Technik den Insassen Luxus und Komfort vermitteln. Für die Darstellung der zahlreichen Infotainment-Funktionen wird ein freistehendes Display mit 10,25 Zoll Bildschirmdiagonale eingesetzt, die Steuerung erfolgt auf Wunsch über den neuen iDrive Touch-Controller mit berührungsempfindlicher Oberfläche.

An Assistenzsystemen und Ausstattungsoptionen hat der BMW X5 2013 das volle Programm der aktuellen Premium-Liga am Start, darunter auf Wunsch eine aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion und Stau-Assistent, das Nachtsichtsystem Night Vision mit LED-Spot zum Anstrahlen erkannter Menschen und Tiere, ein Head Up-Display, Voll-LED-Scheinwerfer oder auch ein Bang & Olufsen Sound-System mit 1200 Watt Verstärkerleistung und 16 Lautsprechern.

Für mehr Komfort sollen auch die adaptiven Fahrwerkspakete sorgen, die für jeden Kunden das passende Fahrverhalten versprechen. Zur Wahl stehen die Varianten Comfort, Dynamic und Professional; anpassen lassen sich dann je nach gewählter Variante viele Details von den Dämpfer-Kennlinien bis hin zur Charakteristik von Wankstabilisierung und Dynamic Performance Control.

Letztere ist ein optionaler Bestandteil des weiterentwickelten Allradantriebs xDrive und bereits von der M-Variante des Vorgängers bekannt. Die DPC ermöglicht eine stufenlose Verteilung der Antriebskraft zwischen den Hinterrädern und verbessert so Lenkpräzision und Fahrstabilität.

Wer keinen Wert auf die zusätzliche Traktion des Allradantriebs legt, kann künftig trotzdem BMW X5 fahren: Als neuer Einstiegs-Diesel kommt der BMW X5 sDrive25d auf den Markt – als erster X5 mit Vierzylinder-Motor und Hinterradantrieb. Der Biturbo-Diesel leistet 218 PS und kommt auf einen Norm-Verbrauch von 5,6 Liter auf 100 Kilometer. Mit Allrad-Antrieb fällt der Verbrauch des gleichen Motors 0,3 Liter höher aus. Noch sparsamer dürfte der Diesel-Hybrid werden, den die Bayern zu einem späteren Zeitpunkt nachlegen.

Bei den für Europa besonders wichitgen Selbstzündern umfasst das Angebot außerdem die Varianten X5 xDrive30d mit 258 PS, xDrive40d mit 313 PS und M50d mit 381 PS. Alle drei setzen auf einen Reihensechszylinder mit 3,0 Liter Hubraum, unter Druck gesetzt von einem, zwei oder sogar drei Turboladern. Der Top-Diesel beschleunigt in 5,3 Sekunden von 0 auf 100 und verbraucht mit 6,7 Liter Diesel trotzdem deutlich weniger Kraftstoff als der bisher angebotene X5 xDrive30d.

Deutlich kleiner fällt das Angebot bei den Benzinern aus: Den Einstieg stellt hier der 306 PS starke Turbo-Sechszylinder im X5 xDrive35i dar, darüber fungiert der BMW X5 xDrive50i mit V8-Biturbo und 450 PS als vorläufige Krönung der Baureihe F15. Unter wuchtigem Bollern geht es bei Bedarf in 5,0 Sekunden auf Landstraßentempo.

Überraschen können die Münchner beim Preis: Der neue BMW X5 2013 ist günstiger als der Vorgänger! Dabei hilft allerdings das neue Einstiegsmodell BMW X5 sDrive25d mit Vierzylinder-Diesel und ohne Allradantrieb, für vergleichbare Modelle werden zwischen 2.000 und 4.100 Euro mehr fällig. Als Grundpreis für den neuen Basis-X5 nennt BMW 52.100 Euro, für den gleichen Motor mit Allradantrieb werden 54.700 Euro fällig. Der deutlich stärkere Basis-Benziner BMW X5 xDrive35i ist ab 59.900 Euro erhältlich.

Benny Hiltscher

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