BMW 116i/Ford Focus/Mazda 3/VW Golf: Vergleichstest Kompakte Sparer gegen den Golf

15.12.2015

Beim Kraftstoff-Knausern gehen die Hersteller verschiedene Pfade. Wer auf dem Königsweg fährt, klärt der Vergleichstest zwischen 1er BMW, Ford Focus, Mazda 3 und VW Golf.

Dreizylinder sind wieder gesellschaftsfähig - der Benzindirekteinspritzung und der Turbo-Aufladung sei Dank. Damit empfehlen sie sich als Antriebe für die beliebte Kompaktklasse. Und so setzen immer mehr Hersteller auf die Kraft der drei Kerzen. Im Ringen um jede noch so kleine Verbrauchssenkung vertraut Mazda dagegen nach wie vor auf Vierzylinder-Aggregate, allerdings mit spezieller SKYACTIV-Technik. Welches Gesamtkonzept das stimmigste ist, klärt der Vergleichstest. Soll der Einser auf Sparflamme kochen, führt auch bei BMW scheinbar kein Weg am Dreizylinder vorbei. Und so wird der 116i von einem 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbo befeuert, der 109 PS leistet. Wenn es zügig vorangehen soll, heißt es im Alltag öfter als bei der Konkurrenz ein bis zwei Gänge herunterzuschalten. Dies jedoch dem Motor selbst anzukreiden wäre voreilig, denn der 116i trägt deutlich mehr Speck auf den Rippen als die Konkurrenz. Mit einem Testverbrauch von 6,3 Liter Super auf 100 Kilometern setzt er auch im Verbrauch keine Bestmarke.

 

1er, Focus, Mazda 3, Golf: Sparsame Kompakte im Vergleich

Die 125 PS des 1,0-Liter-Dreizylinders im Focus lassen diesen etwas drehfreudiger erscheinen als das BMW-Aggregat. Dennoch kann er den Münchner in der Beschleunigung erst oberhalb von 100 km/h spürbar distanzieren. Bei Mazda hält man nichts von Downsizing und Turboaufladung. Ein Vierzylinder-Sauger mit 2,0 Liter Hubraum und 120 PS soll’s richten. Damit sind die Japaner aber alles andere als rückständig, denn sie setzen für mehr Effizienz auf ein hohes Verdichtungsverhältnis. Zwar ist der Verbrauch mit 6,4 Liter Super auf 100 Kilometern im Quartett der höchste, kann aber angesichts der Leistung durchaus als sparsam bezeichnet werden. Unabhängig davon ist der Motor ein Muster an Laufkultur: Er sprintet in nur 9,4 Sekunden auf 100 km/h. Ebenso laufruhig  wie der BMW, ist der Golf mit 204 km/h nicht nur der Schnellste im Testfeld, sondern mit nur 5,8 Liter Super Testverbrauch auf 100 Kilometern auch der Sparsamste.

Golf TSI BlueMotion im Antriebs-Vergleich
: Wie viel spart er wirklich?

Zwei gänzlich unterschiedliche Gesichter in puncto Federungskomfort zeigt der BMW. Wer alleine oder zu zweit reist, genießt die Vorzüge der Fahrwerkskomponenten. Mit zunehmender Zuladung büßt der 116i allerdings an Souveränitat ein. Einen sehr ausgewogenen Eindruck im Komfort-Kapitel hinterlässt der Ford. Den Kapitel-Sieg verpasst der Focus allerdings knapp. Dieser geht an den Golf – weil er unter anderem in puncto Geräuschkomfort und Ergonomie die Maßstäbe setzt.  Natürlich punktet der Golf auch als BlueMotion mit den für die Modellreihe typischen Qualitäten. Allerdings gibt es auch hier modellspezifische Einschränkungen bei den Ausstattungsoptionen. Den Kapitel-Sieg schnappt sich daher der etwas eng geschnittene, aber äußerst hochwertige BMW. Die vorbildlichste Sicherheitsausstattung bietet der Ford.

116i, Focus, Mazda 3, Golf: Bildergalerie zum Vergleichstest

Punkte verliert der Focus allerdings wegen seines nur eingeschränkt nutzbaren Kofferraums. Damit landet der Kölner im Karosserie-Kapitel knapp hinter dem Mazda auf dem letzten Platz. Bemerkenswert: Als einziger der vier Kandidaten ist der Mazda 3 serienmäßig mit einem City-Notbremsassistenten ausgestattet. Überhaupt bietet der Mazda 3 einen hohen Gegenwert fürs Geld. Unter finanziellen Aspekten kommt der VW dem Mazda am nächsten. Der in der Basis verhältnismäßig günstige Ford hingegen leidet darunter, dass viele Optionen mit der Topausstattung Titanium (2500 Euro) zwangsgekoppelt sind. Damit kommt der Focus bereits dem hohen Niveau des 116i nahe.

Unser Fazit

Wenn es das Ziel ist, den Verbrauch zu senken und die Haushaltskasse zu schonen, sind die Wolfsburger auf dem Königsweg unterwegs. Der neue Dreizylinder-Benziner darf getrost als großer Wurf bezeichnet werden. Beste Fahrleistungen bei niedrigstem Verbrauch – was will man mehr? Gepaart mit den bekannten guten sonstigen Allroundeigenschaften des VW Golf bedeutet das trotz leichter Schwächen im Federungskomfort den Testsieg. Als Zweiter rollt der agile Ford Focus ins Ziel. Er zeichnet sich durch die besten Bremsen im Test aus und kann mit zahlreichen Sicherheitsfeatures, wenn auch nur gegen Aufpreis, punkten. Der drittplatzierte Mazda 3 wendet sich an besonders preisbewusste Käufer. Sie erhalten einen laufruhigen, sprintfreudigen Antrieb, üppige Ausstattung und Garantien. Freunde des Hinterradantriebs werden beim teuren BMW 1er fündig. Belohnt werden sie mit einem ausgewogenen Fahrwerk und der besten Lenkung. Der Federungskomfort unter voller Beladung und die mäßigen Fahrleistungen sind jedoch die Achillesfersen des Bayern, sodass ihm am Ende nur der vierte Platz bleibt.

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