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Markenvergleich 2012: BMW X5 xDrive30d gegen VW Touareg V6 TDI

Auf Augenhöhe

Mit Touareg und X5 stehen sich in der Schwergewichtsklasse zwei wahre Meister gegenüber – besonders mit Dreiliter-Dieselmotoren

Oberhalb der Topseller Tiguan, X1 und X3 haben VW und BMW längst zwei feste SUV-Größen im Angebot, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen. Das verwundert nicht, bieten VW Touareg und BMW X5 doch einen imposanten Auftritt, jede Menge Luxus und vor allem ein üppiges Platzangebot. Dank der großzügig bemessenen Vordersitze und der breiten Armauflagen in der Mitte dürfen Fahrer und Beifahrer hier regelrecht lümmeln.

Die elektrisch einstellbaren und mit dickem Leder bezogenen Komfortsitze (BMW: 4.420 Euro, VW: ab 3.675 Euro) nehmen einen bei Bedarf aber auch fest in die Zange. Auf den hinteren Plätzen hält man es auch zu dritt bequem aus, wobei der BMW X5 vor allem durch den abgesenkten Kardantunnel noch etwas mehr Bewegungsfreiheit bietet. Der Bayer lässt sich obendrein mit zwei extra Sitzen im ohnehin schon größeren Kofferraum bestücken (1.980 Euro).

Im Preis mit inbegriffen ist die komfortable Luftfederung an der Hinterachse. Mit der wird der fast fünf Meter lange Riese zur echten Sänfte und rollt trotz großer 19-Zoll-Bereifung komfortabel ab. Selbst hohe Beladung ändert dank der automatischen Niveauregulierung nichts an seiner Gelassenheit.

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VW rüstet den Touareg für 2.640 Euro mit einer hervorragend abgestimmten Luftfederung für beide Achsen aus. Im einstellbaren Komfortmodus schwebt der knapp 2,3 Tonnen schwere Brocken so regelrecht über schlechte Straßen, gerät hier und da allerdings leicht ins Schaukeln.

Dennoch präsentiert sich die auch in der Höhe einstellbare Federung als Crème de la Crème der Fahrwerkstechnik. Denn in der Stellung Sport ändert sie den Charakter des Wolfsburgers und liefert umgehend straffe Rückmeldung von der Fahrbahn. Durch seine direktere Lenkung und die perfekt dosierbare Bremse bietet der BMW aber das höhere Dynamikpotenzial.

KOMFORT UND LUXUS HABEN IHREN PREIS
Dass man den beiden ihr Übergewicht kaum anmerkt, liegt auch an den kräftigen Dieselmotoren. Schon aus niedrigen Drehzahlen machen die Dreiliter-Aggregate mächtig Druck, beschleunigen die Fuhren in gerade sieben Sekunden auf Tempo 100. Im BMW geht es dabei einen Tick beherzter zur Sache, der VW kontert mit der etwas weniger nervösen Automatik, die auch Überholvorgänge aus dem Drehzahlkeller zulässt.

Das und das Start-Stopp-System sichern dem Wolfsburger in diesem Vergleich den besseren Verbrauch. Der VW Touareg begnügt sich mit durchschnittlich 9,5 Liter Diesel, der BMW verlangt auf unserer Normrunde 10,2 Liter. Bei der Preisgestaltung liegen beide Kontrahenten auf gleich hohem Niveau. Knapp 60.000 Euro muss man hier mindestens investieren. Die üppigen Ausstattungslisten zeigen, dass es aber gern auch mehr sein darf.
Markus Schönfeld

FAZIT:
BMW X5 xDrive30d: Trotz der üppigen Abmaße kann BMW auch im X5 für hohe Fahrdynamik garantieren. Auch die exzellente Raumausnutzung spricht für den Bayern
VW Touareg V6 TDI BMT: Im Komfort macht dem luftgefederten Touareg keiner etwas vor. Der große Volkswagen punktet zusätzlich als perfekter Allrounder und zieht mit dem X5 gleich

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