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Mittelklasse im Vergleich: BMW 3er, Mazda 6, Mercedes C-Klasse, Skoda Superb, VW Passat

Bewegung an der Basis

Fahrkomfort

Der BMW verwöhnt zumindest die Vornsitzenden mit dem höchsten Sitzkomfort. Dank der elektrisch einstellbaren Sportsitze mit variabler Oberschenkel-Auflage (1650 Euro) finden Fahrer jedweder Körperstatur problemlos eine ideale Position hinter dem Lenkrad. Bei höheren Geschwindigkeiten treten im Bereich der A-Säulen und Außenspiegel leichte Pfeifgeräusche auf, die zum insgesamt verhältnismäßig hohen Geräuschniveau im Innenraum beitragen. Bei voller Beladung zeigt sich der 3er im Comfort-Modus des adaptiven Fahrwerks (1100 Euro) etwas unterdämpft, auf groben Unebenheiten kann seine Hinterachse durchschlagen. Ist das Fahrwerk auf „Sport“ eingestellt, verfügt es über mehr Reserven und federt souveräner ab. Für längere Autobahn-Etappen ist die Komforteinstellung hingegen eine sehr empfehlenswerte Option.

Das Fahrwerk der C-Klasse passt sich serienmäßig automatisch den Straßenbedingungen an. Und dieses stetige Wechseln zwischen weicher und straffer Abstimmung gelingt überzeugend. Leer wie beladen spricht die Federung schnell und sensibel an und lässt den C 180 förmlich über den Asphalt gleiten. Zudem verwöhnt der Mercedes mit einem angenehm niedrigen Geräuschnivau sowie der besten Klimatisierung und sichert sich so den Kapitelsieg. Der Skoda Superb bietet den Passagieren in der zweiten Reihe dank der enormen Beinfreiheit und der – wie im Passat – bequem gepolsterten Rückbank den besten Sitzkomfort. Hinzu kommt, dass der Tscheche in beladenem Zustand sogar noch einen besseren Federungskomfort offeriert als der Mercedes – und das, obwohl der Skoda nur über ein konventionelles Fahrwerk verfügt. Adaptive Dämpfer werden für ihn nicht angeboten.

Auch der VW kann in puncto Komfort nicht ganz mit dem Superb mithalten. Sein adaptives DCC-Fahrwerk (1115 Euro) ist insgesamt recht straff abgestimmt. Der Mazda verliert in diesem Kapitel etwas den Anschluss. Leer wie beladen filtert er Unebenheiten gröber als die Konkurrenten. Vor allem die Hinterachse gibt immer wieder Schläge in den Fahrgastraum weiter.

FahrkomfortMax. PunkteVW Passat 1.4 TSI BlueMotion TechnologyMercedes C 180BMW 316iSkoda Superb 1.4 TSI Green tecMazda 6 2.0 Skyactiv-G 145
Sitzkomfort vorn150115119124115108
Sitzkomfort hinten1006762667169
Ergonomie150123121123122117
Innengeräusche504042363836
Geräuscheindruck1007580727670
Klimatisierung503540363332
Federung leer200145147147146142
Federung beladen200143145139146139
Kapitelbewertung1000743756743747713
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Motor & Getriebe

Während die vier anderen auf Downsizing-Motoren mit kleinen Hubräumen und Turboaufladung vertrauen, verfügt der Mazda 6 über einen 2,0-Liter-Sauger. Mit 145 PS der Zweitstärkste im Feld, setzt der Japaner beim Sprint von null auf 100 km/h gemeinsam mit dem 3er und der C-Klasse die Bestmarke (8,9 Sekunden). In der Elastizität hingegen ist er wegen seiner langen Übersetzung mindestens über zwei (60 bis 100 km/h im fünften Gang) bzw. über vier Sekunden (80 bis 120 km/h im sechsten Gang) langsamer als seine Rivalen. Nicht zuletzt wegen der extrem hohen, wirkungsgradsteigernden Verdichtung von 14:1 schluckt der Mazda-Vierzylinder dafür mit 6,1 Litern am wenigsten.

Der 1,6-Liter-Turbo des Mercedes C 180 ist mit 156 PS das stärkste Triebwerk in diesem Vergleich. Den Leistungsvorteil setzt der Schwabe in die besten Elastizitätswerte (9,4 s und 13,1 s) und die mit Abstand beste Höchstgeschwindigkeit (225 km/h) um. Hinzu kommen die harmonischste Kraftentfaltung und die sehr hohe Laufkultur bei äußerst akzeptablem Verbrauch (6,5 l/100 km), sodass die C-Klasse einem souveränen Kapitelsieg vor dem BMW entgegenfährt, dessen aufgeladener 1,6-Liter-Vierzylinder mit 6,3 Litern etwas sparsamer ist.

Mit 122 (Passat) bzw. 125 PS (Superb) bilden die beiden Vertreter des Volkswagen-Konzerns leistungsmäßig die Schlusslichter – und können den Nachteil in diesem Kapitel nicht wettmachen. Sie haben in der Beschleunigung (Passat: 10,3, Superb: 10,9 s) das Nachsehen, und genehmigen sich mit 6,9 (Passat) bzw. 7,0 Litern (Superb) auch am meisten. Dafür glänzen beide mit einer sehr guten Schaltbarkeit. Beim Passat liegt der Hebel dabei noch eine Idee besser in der Hand und flutscht einen Hauch geschmeidiger und präziser durch die Gassen. Der BMW 316i enttäuscht in dieser Beziehung ein wenig: Bei ihm verläuft das Wechseln in ein anderes Übersetzungsverhältnis ein wenig hakelig, die Gänge müssen mit einem gewissen Kraftaufwand eingelegt werden.

Motor und getriebeMax. PunkteVW Passat 1.4 TSI BlueMotion TechnologyMercedes C 180BMW 316iSkoda Superb 1.4 TSI Green tecMazda 6 2.0 Skyactiv-G 145
Beschleunigung1509610610691106
Elastizität1006874716958
Höchstgeschwindigkeit1505772605659
Getriebeabstufung1008581788481
Kraftentfaltung502526232423
Laufkultur1007072706866
Verbrauch325251258262249266
Reichweite252018191620
Kapitelbewertung1000672707689657679
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Passat 1.4 TSI BlueMotion Technology

PS/KW 122/90

0-100 km/h in 10.30s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 205 km/h

Preis 28.160,00 €

Mercedes C 180

PS/KW 156/115

0-100 km/h in 8.90s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 225 km/h

Preis 34.993,00 €

BMW 316i

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 8.90s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 31.650,00 €

Skoda Superb 1.4 TSI Green tec

PS/KW 125/92

0-100 km/h in 10.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 204 km/h

Preis 24.790,00 €

Mazda 6 2.0 Skyactiv-G 145

PS/KW 145/107

0-100 km/h in 8.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 208 km/h

Preis 24.990,00 €