BMW 316d im Test 2013: Bilder und technische Daten Die Einstiegsfrage

21.07.2013

Der 3er BMW der sechsten Generation ist ein stattliches Auto. Reichen da 116 PS für Sportlichkeit und Fahrspaß noch aus? Der Basisdiesel BMW 316d im Test

Auch wenn viele 3er-Fans das anfangs anders sahen – das Größenwachstum der sechsten Generation war nötig und hat sich gelohnt. Weltweit fährt BMW mit der Baureihe F30 Verkaufsrekorde ein. Seit Anfang 2012 wurden allein von den Limousinen ganze 350.000 Exemplare abgesetzt. Großer Vorteil zum Vorgänger E90: Erwachsene haben jetzt auch hinten richtig Platz.

Und mit adaptiven Dämpfern (1100 Euro) macht der 3er auf langen Strecken sogar größeren Limousinen Konkurrenz. Beliebtestes Modell bei den Dieselmotoren ist der 320d mit 184 PS. Mit gleichem Hubraum, aber weniger Leistung gibt es darunter auch den 318d (143 PS) und den Einstiegsdiesel 316d mit 116 PS.

 

BMW 316d Limousine im Test: Reichen 116 PS?

Letzterer ist keinesfalls eine lahme Ente. In 10,5 Sekunden geht es aus dem Stand auf Tempo 100. Selbst die 200er-Markierung passiert die Tachonadel nach längerem Anlauf. Der Motor will und muss sich dafür allerdings zu hohen Drehzahlen aufschwingen. Also lieber einmal mehr zum Schalthebel greifen. Die homogene Leistungsentfaltung und der kernige Klang stehen dem 3er dabei aber gut.

Man fühlt sich an frühere drehzahlhungrige Benzinmotoren erinnert, bei denen man die Gänge für schnelles Vorankommen noch ausdrehte. So entwickelt der 316d seinen ganz eigenen Charme, gegen den ein 320d mit bärigen 380 Newtonmeter Drehmoment regelrecht aufgeblasen wirkt. Die Beschleunigungsprüfung absolviert der 4650 Euro teurere 320d dabei drei Sekunden schneller.

Der Spritspar-Modus Eco Pro leistet seinen Beitrag dazu, dass der 316d im Test lediglich 4,9 Liter pro 100 km verbrauchte – damit liegt er nur um 0,6 Liter über der Werksangabe. Bei Straßenlage und Einlenkverhalten steht der 316d seinen stärkeren Verwandten aber in nichts nach. Exakt lassen sich Kurven über die sensible Lenkung anpeilen. Und das fein abgestimmte Fahrwerk gibt stets authentische Rückmeldungen von der Fahrbahn.

Als Lockangebot geht die Einstiegsvariante dennoch nicht durch: Mit mindestens 31.100 Euro ist der 316d längst kein Schnäppchen mehr. Zumal die Aufpreisliste ebenso lang ist wie bei den stärkeren Modellen. Kommen Leder (ab 2190 Euro), Alu-Räder (ab 600 Euro), Xenonlicht (980 Euro) und andere Extras hinzu, nähert man sich schnell der 40.000-Euro-Marke. Unbedingt zu empfehlen ist jedoch das geniale und übersichtliche Navigationssystem Professional mit 8,8 Zoll großem Display und iDrive-Bedienung.

TECHNIK
 

BMW 316d
Motor 4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbodiesel, Partikelfilter
Hubraum 1995 cm³
Leistung 85 kW / 116 PS bei 5500 /min
Max. Drehmoment 260 Nm bei 1750 – 2500 /min
Getriebe 6-Gang, manuell
Antrieb Hinterrad
Fahrwerk v.: McPherson-Federbeine, Querlenker,
Zugstreben, Stabi.; h.: Mehrfachlenkerachse, Federn, Stabi.; rundum: adapt. Dämpfer (opt.); DSC (ESP)
Bremsen v.: rundum: innenbelüftete Scheiben; ABS, Bremsassistent.
Bereifung rundum: 225/50 R 17 (opt.); Bridgestone Potenza S001 RFT
Felgen rundum:7,5 x 17
L/B/H 4624/ 1811/ 1429 mm
Radstand 2810 mm
Leergewicht 1553 kg
Zuladung 407 kg
Anhängelast, gebr. / ungebr. 1600 / 745 kg
Kofferraumvolumen 480 l
Abgasnorm Euro 5
Typklassen HP 18/ VK 24/ TK 25
MESSWERTE
 
0 - 100 km/h 10,5 s
Elastizität 60 – 100 km/h in 12,9 s (5. Gang);
80 – 120 km/h in 15,5 s (6. Gang)
Höchstgeschwindigkeit¹ 202 km/h
Bremsweg 100-0 km/h kalt/ warm 35,3 m/35,4 m
Test-Verbrauch 4,9 l D/100 km
EU-Verbrauch¹ 4,3 l D/100 km
CO2-Ausstoß¹ 114 g/km
KOSTEN  
Grundpreis 31.100 Euro
¹ Werksangaben

Unser Fazit

Der 316d bereitet vor allem mit Schaltgetriebe erstaunlich großen Fahrspaß und entpuppt sich als sehr sparsame Diesel-Variante. Günstig ist aber selbst der schwächste 3er nicht.

Markus Schönfeld

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