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Kosten Tesla Supercharger ab 2017

Kostenloses Aufladen entfällt

Die Zeiten des kostenlosen Aufladens am Tesla Supercharger nähern sich ihrem Ende. Ab Januar 2017 wird die kostenlose Stromversorgung auf 400 kWh pro Jahr limitiert.

Das rasend schnelle und zudem auch noch kostenlose Aufladen an einem Tesla Supercharger war in der Vergangenheit ein Argument, das Fahrern eines Tesla Model S in jeder Diskussionsrunde einen unschlagbaren Bonuspunkt einbrachte: Wer sonst kann schon behaupten, das ihn sein Autobauer praktisch kostenlos tanken lässt? Doch die Möglichkeit zum sorgenfreien Besuch an den Tesla Supercharger genannten Stationen nähert sich ihrem Ende, zumindest für alle kommenden Kunden: Wer sein Auto nicht mehr in diesem Jahr bestellt oder nicht mehr vor dem 1. April 2017 erstmals zulassen kann, muss am Supercharger künftig zahlen. Mit dem Tesla Model S, Model X oder zukünftig Model 3 wird dann nur noch ein Gutschein für 400 kWh pro Jahr verknüpft sein – alles, was über diesen Wert geht, muss zu mehr oder weniger marktüblichen Preisen bezahlt werden. Laut Tesla reichen 400 Kilowattstunden für eine Strecke von über 1.600 Kilometer, den Strom für den Großteil ihrer Jahresfahrleistung müssen die Fahrer der amerikanischen Limousine also künftig aus eigener Tasche zahlen. Verschont bleiben nur Bestandskunden, die bereits einen Tesla zu den bisher gültigen Konditionen erworben haben.

Bildergalerie starten: Tesla Supercharger kostenpflichtig

Tesla Autopilot (Video):

 

Ab 2017 entstehen Kosten beim Laden am Tesla Supercharger

Zwar verspricht Tesla, mit dem Stromverkauf keine Gewinne erwirtschaften zu wollen und dass sich die Stromkosten unterhalb der Kraftstoffkosten vergleichbarer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor bewegen werden, für viele Kunden dürfte der Entfall der kostenlosen Tankmöglichkeit dennoch einen faden Beigeschmack haben – gerade unter den zahlreichen Vorbestellern des Tesla Model 3 dürfte es viele Elektroauto-Pioniere geben, für die kostenlose Supercharger ein wichtiges Argument waren. Allerdings muss man den Amerikanern zu Gute halten, dass auch ihre Argumentation stichhaltig ist: Die Idee der Supercharger war es nie, allen Kunden ganzjährig kostenlose Mobilität zu liefern. Der Ansatz war vielmehr, das Tesla Model S mit Hilfe der Schnelllade-Stationen langstreckentauglich zu machen. Denn ohne ein Netz von Superchargern wäre das Überbrücken langer Distanzen trotz des großen Akkus erheblich schwieriger als es die Kunden heute erleben. Und für derartige Langstreckeneinsätze sind 400 kWh pro Jahr aus Teslas Sicht ausreichend – zumindest, wenn man mit vollem Akku zu Hause startet, nur bei Bedarf unterwegs lädt und kein Problem damit hat, bei der Ankunft keine große Restreichweite mehr zu haben.

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Benny Hiltscher