Tesla Model 3 (2017): Preis & Technische Daten (Update!) Twitter leakt Model-3-Konfigurator

von AUTO ZEITUNG 05.12.2017
Inhalt
  1. Konfigurator des Tesla Model 3 (2017)
  2. Tesla Model 3 verpasst Quartalsziele
  3. Preis: Tesla Model 3 (2017) ab 35.000 US-Dollar
  4. Tesla Model 3 (2017) mit Platz für Fünf

Die ersten Tesla Model 3 (2017) laufen zwar vom Band, doch knirscht es noch mächtig im Gebälk. Offizielle Begründung: Produktionsengpässe. Der Preis des Elektroautos startet bei 35.000 US-Dollar, Twitter gibt erstmalig Einblicke in den Konfigurator.

Der Konfigurator zum brandneuen Tesla Model 3 (2017) ist online. Wenngleich noch längst nicht alle, etwa deutsche Kunden, Einblick in das System erhalten, wurde ein Käufer des Model 3 und Mitglied des Model 3 Owners Clubs über die bevorstehende Auslieferung benachrichtigt – und erhielt eine Einladung, sein Auto zu konfigurieren. Was er gesehen haben dürfte, machen Fotos auf Twitter auch für Ottonormalverbraucher zugänglich. Wer sich aber nun darauf freut, sein Elektroauto nach Belieben zusammenstellen zu können, dem sei gesagt, dass sich das Model 3 auf der deutschen Website nach wie vor nicht konfigurieren lässt. Stattdessen haben die US-Amerikaner einen Zeitplan veröffentlicht, der verrät, dass sich die Produktion 2017 noch auf die stärkste Ausführung konzentriert. 2018 wird schließlich auch das Model 3 mit der Standardbatterie gefertigt, dann kommen auch die Varianten mit Allradantrieb und Linkslenkung für das Ausland hinzu. 2019 folgt die Fertigung der rechtsgelenkten Tesla Model 3 (2017).

Twitter erlaubt erste Einblicke in den Model-3-Konfigurator! © twitter/sfmartinlin
 

Konfigurator des Tesla Model 3 (2017)

Das Tesla Model 3 (2017) hat die selbst gesteckten Produktionsziele im dritten Quartal des Jahres 2017 klar verfehlt. Von dem im Basispreis rund 35.000 Dollar teuren E-Auto, für das es zahlreiche Vorbestellungen gibt, wurden lediglich 260 Stück gefertigt. Das teilte Tesla am Anfang Oktober 2017 nach US-Börsenschluss mit. Einen Monat zuvor hatte die Firma von Elon Musk noch über 1500 Model 3 als Quartalsziel ausgegeben und erklärt, die Fertigung bis Ende des Jahres auf 5000 Stück pro Woche hochfahren zu wollen. Die nun erheblich geringeren Quartalsergebnis begründet Tesla mit "Produktionsengpässen" und betont, es gebe keine grundsätzlichen Probleme mit der Fertigungs- und Lieferkette. Bei den Anlegern überwog die Enttäuschung über die schwachen Zahlen beim Tesla Model 3 (2017), in der Folge fiel die Tesla-Aktie nachbörslich um 1,7 Prozent. Die Erwartungen an den ersten etwas günstigeren Mittelklasse-Stromer der Musk-Firma sind riesig. Einige Experten trauen Tesla zu, die E-Mobilität damit quasi im Alleingang in den Massenmarkt zu bringen. Doch wegen der hohen Kosten und des großen Risikos, das die geplante Ausweitung der Produktion bedeutet, gibt es auch etliche Skeptiker.

Tesla Model 3 (2017) im Video:

 
 

Tesla Model 3 verpasst Quartalsziele

Das Tesla Model 3 (2017) bekommt standardmäßig die volle Ausstattung aus acht Kameras und einem Dutzend Ultraschall-Sensoren. Zunächst sollen nur die Fahrassistenz-Funktionen aktiviert werden, die Software zum autonomen Fahren werde später in die Fahrzeuge geladen. "Der Plan ist, dass alle Tesla Model 3 vollständig autonom fahren können", sagte Tesla-Chef Elon Musk. Schon jetzt kann die Roboterwagen-Software im Hintergrund mitlaufen, um Daten für die Zukunft zu sammeln. Im Juli 2017 übergab Musk in Teslas Werk im kalifornischen Fremont die ersten 30 Model 3 an ihre Besitzer. Das Unternehmen habe mehr als eine halbe Million Vorbestellungen für das Fahrzeug. Die meisten davon stammten aus dem Heimatmarkt USA. Es ist das erste Update zu der Zahl, nachdem sich zur Ankündigung des Model 3 im Frühjahr 2016 binnen weniger Wochen mehr als 370.000 Menschen auf die Warteliste setzen ließen. Da die Produktion erst nach und nach hochgefahren werde, bedeute dies auch, dass selbst die meisten Vorbesteller aus der ersten Welle bis tief ins Jahr 2018 auf ihre Wagen warten könnten.

Elektroauto Tesla Model X (2016)
Tesla Model X (2016): Preis (Update!)  

Neue Preise für das Tesla Model X

 

Preis: Tesla Model 3 (2017) ab 35.000 US-Dollar

Zur Übergabe der ersten Tesla Model 3 (2017) gaben die US-Amerikaner auch weitere technische Daten des Fahrzeugs bekannt. So soll die Reichweite mit der Standard-Batterie bei 220 Meilen (354 Kilometer) und die Höchstgeschwindigkeit bei 130 Meilen pro Stunde (209 km/h) liegen. Von Null auf 60 Meilen pro Stunde (96,5 km/h) beschleunigt der 588 PS starke Wagen dann in 5,6 Sekunden. Für einen Aufpreis von 9000 Dollar bietet Tesla außerdem eine leistungsstärkere Batterie an, mit der die Reichweite 310 Meilen (499 Kilometer) erreichen soll, während die Höchstgeschwindigkeit auf 225 Kilometer pro Stunde steigt. Von Null auf 60 Meilen pro Stunden geht es dann in nur noch 5,1 Sekunden. Für die Fahrassistenz-Funktionen werden 5000 Dollar fällig, für die spätere Fähigkeit zum autonomen Fahren noch einmal 3000 Dollar. Rechnet man alle diese Upgrades samt des bei Autofirmen üblichen Komfortpakets mit Glasdach, besserem Audiosystem und anderer Innenausstattung zusammen, ergibt sich bereits ein Preis von 57.000 Dollar. Und wenn man eine andere Farbe als Schwarz haben möchte, kommen noch einmal 1000 Dollar dazu. Europäische Preise zum Tesla Model 3 (2017) soll es erst zu einem späteren Zeitpunkt geben.

Tesla Model 3 (2017) im Video:

 
 

Tesla Model 3 (2017) mit Platz für Fünf

Das Tesla Model 3 (2017) bietet Platz für fünf Passagiere, während die Rücksitzbank umklappbar ist und alternativ Platz für drei Kindersitze bereitstellt. Zusätzlich stehen 400 Liter Laderaum zur Verfügung. Wie erste Innenraumfotos zeigen, bekommt das Model 3 nur einen Touchscreen, der mit einer Größe von 15 Zoll in der Mittelkonsole prangt. Das Interieur ist minimalistisch gestaltet, außer dem Lenkrad und dem Touchscreen ziert das Cockpit nämlich vor allein eins: gähnende Leere. Am meisten wundert man sich wohl über die fehlende Instrumentenanzeige, die wird nämlich komplett durch ein Head-up-Display in der Windschutzscheibe ersetzt. Auch auf die Lüftungsausströmer wurde verzichtet, stattdessen verbirgt sich die Lüftung in einem Schlitz in den Armaturen. Dabei ist das Design keine große Überraschung: Somit ziert der kleinste Tesla wie auch schon das neueste Facelift des Model S keinen Kühlergrill. Trotz seiner Ähnlichkeit wirkt es insgesamt kompakter als das Model S. Das bestätigen auch die konkreten Zahlen: Mit 4694 Millimetern Länge ist das Tesla Model 3 (2017) fast 30 Zentimeter kürzer und damit ungefähr so lang wie eine Mercedes C-Klasse (4686 mm).

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