Tesla Model 3 (2017): Preis & Technische Daten (Update!) Model 3 verfehlt erste Quartalsziele

von Lena Reuß 04.10.2017
Inhalt
  1. Tesla Model 3 verpasst Quartalsziele
  2. Preis: Tesla Model 3 (2017) ab 35.000 US-Dollar
  3. Tesla Model 3 (2017) mit Platz für Fünf
  4. 400.000 Reservierungen für Tesla Model 3 (2017)

Im Juli 2017 übergab Elon Musk die ersten Tesla Model 3 (2017) an ihre neuen Besitzer, wenige Monate später verfehlt das neue Elektroauto trotzdem die Quartalsziele. Der Einstiegspreis liegt bei 35.000 US-Dollar und soll die Autokäufer außerhalb der Luxus-Nische ansprechen.

Das Tesla Model 3 (2017) hat die selbst gesteckten Produktionsziele im dritten Quartal klar verfehlt. Von dem im Basispreis rund 35.000 Dollar teuren E-Auto, für das es zahlreiche Vorbestellungen gibt, wurden lediglich 260 Stück gefertigt. Das teilte Tesla am Montag, 2. Oktober 2017, nach US-Börsenschluss mit. Im August hatte die Firma von Elon Musk noch über 1500 Model 3 als Quartalsziel ausgegeben und erklärt, die Fertigung bis Ende des Jahres auf 5000 Stück pro Woche hochfahren zu wollen. Die nun erheblich geringeren Quartalsergebnis begründet Tesla mit "Produktionsengpässen" und betont, es gebe keine grundsätzlichen Probleme mit der Fertigungs- und Lieferkette. Bei den Anlegern überwog die Enttäuschung über die schwachen Zahlen beim Tesla Model 3 (2017), in der Folge fiel die Tesla-Aktie nachbörslich um 1,7 Prozent. Die Erwartungen an den ersten etwas günstigeren Mittelklasse-Stromer der Musk-Firma sind riesig. Einige Experten trauen Tesla zu, die E-Mobilität damit quasi im Alleingang in den Massenmarkt zu bringen. Doch wegen der hohen Kosten und des großen Risikos, das die geplante Ausweitung der Produktion bedeutet, gibt es auch etliche Skeptiker.

 

Tesla Model 3 verpasst Quartalsziele

Auch das Tesla Model 3 (2017) bekommt standardmäßig die volle Ausstattung aus acht Kameras und einem Dutzend Ultraschall-Sensoren. Zunächst sollen nur die Fahrassistenz-Funktionen aktiviert werden, die Software zum autonomen Fahren werde später in die Fahrzeuge geladen. "Der Plan ist, dass alle Tesla Model 3 vollständig autonom fahren können", sagte Tesla-Chef Elon Musk. Schon jetzt kann die Roboterwagen-Software im Hintergrund mitlaufen, um Daten für die Zukunft zu sammeln. Im Juli übergab Musk in Teslas Werk im kalifornischen Fremont die ersten 30 Model 3 an ihre Besitzer. Inzwischen habe das Unternehmen mehr als eine halbe Million Vorbestellungen für das Fahrzeug. Die meisten davon stammten aus dem Heimatmarkt USA. Es ist das erste Update zu der Zahl, nachdem sich zur Ankündigung des Model 3 im Frühjahr vergangenen Jahres binnen weniger Wochen mehr als 370.000 Menschen auf die Warteliste setzen ließen. Da die Produktion erst nach und nach hochgefahren werde, bedeute dies auch, dass selbst die meisten Vorbesteller aus der ersten Welle bis tief ins Jahr 2018 auf ihre Wagen warten könnten.

Elektroauto Tesla Model X (2016)
Tesla Model X (2016): Preis (Update!)  

Neue Preise für das Tesla Model X

 

Preis: Tesla Model 3 (2017) ab 35.000 US-Dollar

Zur Übergabe der ersten Model 3 gab Tesla auch mehr technische Daten des Fahrzeugs bekannt. So soll die Reichweite mit der Standard-Batterie bei 220 Meilen (354 Kilometer) liegen und die Höchstgeschwindigkeit bei 130 Meilen pro Stunde (209 km/h). Von Null auf 60 Meilen pro Stunde (96,5 km/h) beschleunigt der 588 PS starke Wagen dann in 5,6 Sekunden. Für einen Aufpreis von 9000 Dollar bietet Tesla außerdem eine leistungsstärkere Batterie an, mit der die Reichweite 310 Meilen (499 Kilometer) erreichen soll, während die Höchstgeschwindigkeit auf 225 Kilometer pro Stunde steigt. Von Null auf 60 Meilen pro Stunden geht es dann in nur noch 5,1 Sekunden. Für die Fahrassistenz-Funktionen werden 5000 Dollar fällig und für die spätere Fähigkeit zum autonomen Fahren noch einmal 3000 Dollar. Rechnet man alle diese Upgrades samt des bei Autofirmen üblichen Komfortpakets mit Glasdach, besserem Audiosystem und anderer Innenausstattung zusammen, ergibt sich bereits ein Preis von 57.000 Dollar. Und wenn man eine andere Farbe als Schwarz will, kommen noch einmal 1000 Dollar dazu. Preise für Europa soll es zum Tesla Model 3 (2017) erst zu einem späteren Zeitpunkt geben.

Tesla Model 3 (2017) im Video:

 
 

Tesla Model 3 (2017) mit Platz für Fünf

Das Tesla Model 3 (2017) bietet Platz für fünf Passagiere, während die Rücksitzbank umklappbar ist und alternativ Platz für drei Kindersitze bereitstellt. Zusätzlich stehen 400 Liter Laderaum zur Verfügung. Wie erste Innenraumfotos bereits vermuten lassen, bekommt das Model 3 nur einen Touchscreen, der mit einer Größe von 15 Zoll in der Mittelkonsole prangt. Das Interieur ist minimalistisch gestaltet, außer dem Lenkrad und dem Touchscreen ziert das Cockpit nämlich vor allein eins: gähnende Leere. Am meisten wundert man sich wohl über die fehlende Instrumentenanzeige, die wird im Tesla Model 3 (2017) nämlich komplett durch ein Head-up-Display in der Windschutzscheibe ersetzt. Auch auf die Lüftungsausströmer wurde verzichtet, stattdessen verbirgt sich die Lüftung in einem Schitz in den Armaturen. Dabei ist das Design keine große Überraschung: Somit ziert der kleinste Tesla, wie auch schon das neueste Facelift des Model S, keinen Kühlergrill. Trotz seiner Ähnlichkeit wirkt es insgesamt kompakter als das Model S. Das bestätigen auch die konkreten Zahlen aus dem Daten-Leak: Mit 4694 Millimetern Länge ist das Tesla Model 3 (2017) fast 30 Zentimeter kürzer und damit ungefähr so lang wie eine Mercedes C-Klasse (4686 mm).

Präsentation des Tesla Model 3 (Video):

 
 

400.000 Reservierungen für Tesla Model 3 (2017)

Bereits im Februar begann die Produktion einer Vorserie des neuen E-Autos, um die frisch überarbeitete Tesla-Fabrik im US-amerikanischen Fremont für die Massenproduktion zu testen. Schließlich waren nach der ersten offiziellen Vorstellung des neuen Tesla Model 3 (2017) bis heute 400.000 Reservierungen eingegangen, was in harten Zahlen nicht weniger als 10 Milliarden US-Dollar an Einnahmen bedeutet. Wer jetzt noch ein Model 3 bestellen möchte, muss sich deswegen auf lange Lieferzeiten von über einem Jahr einstellen. Ausschlaggebend dafür ist vor allem der Preis: In den USA ist das Model 3 (2017) schon ab 35.000 US-Dollar erhältlich. Allerdings muss die Basis-Version noch auf Premium Features wie 21-Zöller, Glasdach oder Panorama-Sonnendach des Model S verzichten, später sollen sie in die Optionenliste des Model 3 aufgenommen werden. Der Autopilot soll jedoch in jeder Version an Bord sein. Mit dem günstigen Preis und praktischen Ausstattungsdetails drängt Tesla erstmals auf den Massenmarkt und will bis 2020 die Hürde von 500.000 Fahrzeugen überspringen.

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