Kosten Tesla Supercharger ab 2017: Frist verlängert! Frist für kostenloses Aufladen am Supercharger verlängert

03.01.2017

Die Zeiten des endlosen, kostenfreien Aufladens am Tesla Supercharger nähern sich ihrem Ende. Doch wo zu Beginn der 1. Januar als Stichtag für das Ende der kostenlosen Stromversorgung festgelegt wurde, hat Tesla die Frist nun bis zum 15. verlängert. Außerdem werden Parkgebühren erhoben.

Interessenten, die ein Tesla Model S oder Model X kaufen wollen, sollten sich sputen. Nur noch bis zum 15. Januar 2017 ist das kostenfreie Aufladen an den Tesla Superchargern inklusive. Zuerst wollte der Konzern die Gebühren schon ab dem 1. Januar erheben, doch jetzt wurde die Frist um zwei Wochen verlängert. Das super schnelle und zudem kostenlose Aufladen an einem Tesla Supercharger war in der Vergangenheit ein Argument, das Fahrern eines Tesla Model S in jeder Diskussionsrunde einen unschlagbaren Bonuspunkt einbrachte: Wer sonst kann schon behaupten, das ihn sein Autobauer praktisch kostenlos tanken lässt? Doch die Möglichkeit zum sorgenfreien Besuch an den Stationen nähert sich ihrem Ende, zumindest für alle kommenden Kunden: Wer sein Auto nicht mehr bis zum 15. Januar bestellt oder nicht mehr vor dem 1. April 2017 erstmals zulassen kann, muss am Supercharger künftig zahlen. Mit dem Tesla Model S, Model X oder zukünftig Model 3 wird dann nur noch ein Gutschein für 400 kWh pro Jahr verknüpft sein – alles, was über diesen Wert geht, muss zu mehr oder weniger marktüblichen Preisen bezahlt werden. Und damit nicht genug: Tesla will zusätzlich Parkgebühren erheben. Für alle Autos, deren Ladevorgang bereits abgeschlossen ist, die aber trotzdem einen Supercharger blockieren, wird eine Gebühr von 35 Cent pro Minute fällig – und zwar schon fünf Minuten nach dem Ladevorgang. In einer Stunde kommen so 21 Euro zusammen. Gezahlt wird beim Besuch des Service-Centers. Das Unternehmen möchte damit eigenen Aussagen zufolge kein Geld in die Kassen spülen, sondern lediglich die Kunden zufriedenstellen und dafür sorgen, dass die Schnellladestationen nicht von Dauerparkern blockiert werden.

Tesla Autopilot (Video):

 

 

Ab 2017 entstehen Kosten beim Laden am Tesla Supercharger

Wenn die Supercharger ab 2017 kostenpflichtig werden, sollen die 400 Kilowattstunden, die Tesla nach wie vor jährlich zur Verfügung stellt, für eine Strecke von über 1.600 Kilometer reichen. Den Strom für den Großteil ihrer Jahresfahrleistung müssen die Fahrer der amerikanischen Limousine also künftig aus eigener Tasche zahlen. Verschont bleiben nur Bestandskunden, die bereits einen Tesla zu den bisher gültigen Konditionen erworben haben. Zwar verspricht Tesla, mit dem Stromverkauf keine Gewinne erwirtschaften zu wollen und dass sich die Stromkosten unterhalb der Kraftstoffkosten vergleichbarer Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor bewegen werden, für viele Kunden dürfte der Entfall der kostenlosen Tankmöglichkeit dennoch einen faden Beigeschmack haben – gerade unter den zahlreichen Vorbestellern des Tesla Model 3 dürfte es viele Elektroauto-Pioniere geben, für die kostenlose Supercharger ein wichtiges Argument waren. Allerdings muss man den Amerikanern zu Gute halten, dass auch ihre Argumentation stichhaltig ist: Die Idee der Supercharger war es nie, allen Kunden ganzjährig kostenlose Mobilität zu liefern. Der Ansatz war vielmehr, das Tesla Model S mit Hilfe der Schnelllade-Stationen langstreckentauglich zu machen. Denn ohne ein Netz von Superchargern wäre das Überbrücken langer Distanzen trotz des großen Akkus erheblich schwieriger als es die Kunden heute erleben. Und für derartige Langstreckeneinsätze sind 400 kWh pro Jahr aus Teslas Sicht ausreichend – zumindest, wenn man mit vollem Akku zu Hause startet, nur bei Bedarf unterwegs lädt und kein Problem damit hat, bei der Ankunft keine große Restreichweite mehr zu haben.

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