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AUTO ZEITUNG 21/2016: Heft-Vorschau

Neue AUTO ZEITUNG jetzt im Handel!

Die Themen in AUTO ZEITUNG 21/2016: Alle kommenden Audi-Neuheiten, spannende Vergleichstests u.a. mit Audi Q2, Mercedes E-Klasse T-Modell, Leserwahl mit attraktiven Preisen und großer Winterreifen-Test.

Es ist schon eine verfahrene Situation, wenn es um die Elektroautos in Deutschland geht. Denn bislang ist die Strategie kläglich gescheitert. Die Aussage "Wir schaffen das" trifft bei Kanzlerin Merkels Wunsch, bis 2020 auf Deutschlands Straßen eine Millionen Elektroautos zu sehen, jedenfalls nicht zu. Trotz der jüngsten Kaufanreize sind die Vorbehalte gegenüber den Elektroautos hierzulande ungebrochen. Gerade einmal 3000 Anträge wurden für die Kaufprämie von bis zu 4000 Euro gestellt. Das Beispiel Norwegen zeigt, wie tief der Staat in die Tasche greifen muss, um ein derzeit "schlechteres" Produkt, welches das Elektroauto in Sachen Fahrdynamik, Reichweite und Auftankzeit immer noch ist, an die Kunden zu bringen. Der Staat verzichtet dort auf die Mehrwert- und die Zulassungssteuer. Letztere beträgt im Durchschnitt allein etwa 11.000 Euro – damit sind die Elektroautos in der Anschaffung billiger als jeder Verbrenner. Wie schwer sich die Hersteller mit den neuen Elektroautos tun, zeigt auch das Beispiel BMW: Die Münchner korrigieren jetzt ihre Strategie. Die unter dem früheren BMW-Chef Norbert Reithofer gestartete Submarke i fährt mit den Modellen i3 und i8 Verluste ein.

Auto Trophy 2016: Autos für 200.000 Euro gewinnen!

Der i8 ist in Deutschland bei den Kunden komplett durchgefallen. Bis August diesen Jahres verzeichnete der Karbonsportler gerade einmal 179 Zulassungen. Für einen Dreizylinder-Hybridsportwagen ist die Klientel eben nicht bereit, über 100.000 Euro zu bezahlen. Der i3 verkauft sich dagegen zwar deutlich besser, ist aber mit seinem Karbon-Chassis zu teuer, dass BMW damit Geld verdienen kann. Dass die Münchner in Zukunft ohne Kohlefaser-Chassis mit Elektroautos Geld verdienen müssen, reiht die Bayern in den Reigen aller anderen Hersteller ein, denn global kommt keine Marke an der E-Mobilität vorbei. China möchte in den großen Städten wie Peking und Shanghai die Elektroautos favorisieren. Niemand weiß derzeit genau, was dann mit den Verbrennern passiert. Die USA machen fleißig Industriepolitik gegen den Diesel und möchten das hochverschuldete Vorzeigeunternehmen Tesla auf der Pole Position der Elektromobilität halten. GM startet ebenfalls gerade seine neue E-Offensive. Da bleibt auch den deutschen Anbietern wie Audi, Mercedes oder VW keine Wahl.

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Video: So böse klingt der Jaguar F-Type SVR mit Kompressor-V8

 

Mehr zum Thema: Neuheiten & Highlights des Autosalon Paris 2016

Wann kommt das Elektroauto wirklich in Fahrt?

Da bleibt auch den deutschen Anbietern wie Audi, Mercedes oder VW keine Wahl. Auf dem Autosalon Paris 2016 werden viele E-Showcars gezeigt werden. VW präsentiert das erste Exponat auf dem neuen modularen Elektrobaukasten (MEB), Mercedes den GLC Electric Drive und Opel den Ampera-e. Bei den hohen Investitionen sind sie alle zum Erfolg verdammt. Dass dieser nicht immer garantiert ist, zeigt nicht nur das Beispiel der BMW i-Modelle, sondern auch das Schicksal des US-Herstellers Fisker. Einst als Konkurrent von Tesla gestartet, dann gescheitert, versucht der US-Hersteller jetzt sein Glück mit V8-Motoren aus der Corvette und V10-Aggregaten aus der Viper. Da schwimmt jemand mal nicht mit dem Strom. Doch unter Emissionsaspekten ist das sicher künftig der falsche Weg. Aber auch der Vorzeige-Elektroauto-Hersteller Tesla ist noch nicht über den Berg. Elon Musk wagt weiter den Ritt auf der Rasierklinge. Allein im ersten Quartal verbuchte die Firma eine halbe Milliarde Dollar Verlust. Mit den angeblich über 350.000 Vorbestellungen des Model 3 will Musk nun weitere 1,2 Milliarden Dollar für eine Kapitalerhöhung sammeln: Tesla braucht dringend Geld für die weitere Entwicklung, vor allem aber für den Ausbau der Produktion. Denn wenn die Rechnung nicht aufgeht, wird auch dort der Stecker gezogen.

Neben den Paris-Neuheiten werfen wir einen Blick auf die spannendsten Audi-Modelle der nächsten Jahre, saßen am Steuer von Audi TT RS und Jaguar F-Type SVR und haben natürlich auch einige spannende Vergleichstests am Start. Unter anderem stellen sich Audi Q2, Mercedes E-Klasse T-Modell und das GLC Coupé ihren Rivalen. Unser großer Winterreifen-Test beantwortet die Frage, welcher Reifen sie sicher durch den kommenden Winter bringt. Im Sonderheft Faszination Ford stellen wir nicht nur die SUVs und Vans der Kölner vor, sondern werfen auch einen Blick auf den neuen Ka+ und die rasanten Sportwagen der Marke. Ihre Meinung ist bei der Auto Trophy 2016 gefragt, denn bei unserer großen Leserwahl suchen wir die Ihrer Meinung nach besten Autos der Welt. Mitmachen lohnt sich, denn es gibt attraktive Preise im Wert von rund 200.000 Euro! Diese und viele weitere Themen lesen Sie ab Mittwoch, dem 21. September 2016 in der neuen Ausgabe der AUTO ZEITUNG (21/2016).

Volker Koerdt