DKW: Die bewegte Geschichte der Traditionsmarke
Audis Ahnen
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Erst erfolgsverwöhnt in Verkauf und Rennsport, dann über den Zweitakt-Motor gestrauchelt und schließlich zu Audi geworden – das ist die bewegte Geschichte der Traditionsmarke DKW
Deutscher Kraft-Wagen, Das kleine Wunder, Des Knaben Wunsch – es gibt viele Übersetzungen für die umtriebige Marke DKW, die nicht nur Autos, sondern auch Motorräder, Schnelllaster und Spielmotoren für Kinder baute. Einst war DKW weltgrößter Motorradhersteller, später dann firmierte man unter dem Namen Auto Union. Das Logo der Auto Union steht für die Allianz aus Audi, Wanderer Horch und DKW. Heute sind die vier Ringe mit Audi verbunden, denn obwohl DKW die stärkste Marke im Verbund war, entschied sich der neue Besitzer Volkswagen 1964, die alte Marke Audi wieder aufleben zu lassen. Mit DKW verband man den Zweitakter. Und den wollte in den 60er-Jahren im Westen niemand mehr fahren.
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Wenn das jemand in den für DKW so erfolgreichen 30er-Jahren prophezeit hätte – niemand hätte es geglaubt. Auto Union war zweitgrößter deutscher Autoproduzent nach Opel. Die Marken im Verbund waren eigenständig und konnten jeden Kundenwunsch an ein Auto oder Motorrad befriedigen, und die unter dem gemeinsamen Dach Auto Union entwickelten Rennwagen fuhren Sieg um Sieg ein. Die Flaggschiffe von Horch hatten eine nicht unerhebliche Strahlkraft, die viel kleineren DKW aber brachten das Geld in die Kasse. Sie waren Verkaufsschlager in einer Zeit, als es in Deutschland scheinbar bergauf ging.
Die Weltwirtschaftskrise hatte DKW nicht unbeschadet überstanden. Der Patriarch und Gründer der „Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG“, Jørgen Skafte Rasmussen, hatte keine Rücklagen mehr, denn 1928 hatte er die Audi-Werke AG Zwickau übernommen. Kurz darauf folgte der Börsen-Crash. DKW war von Insolvenz bedroht. Die sächsische Staatsbank hielt 25 Prozent der Firmenanteile, weshalb sie ebenso wie der gebürtige Däne Rasmussen sehr interessiert daran war, die börsennotierte Firma zu retten – was gelang und letztlich 1932 zur Auto Union führte.



































































