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VW Tiguan 2.0 TDI 4Motion im Fahrbericht

VW Tiguan 2.0 TDI 4Motion

VW hat seinem Gelände-Bestseller ein Facelift spendiert und die Technik weiter perfektioniert. Marktstart ist Mitte Juni

Eckdaten
PS-kW170 PS (125 kW)
AntriebAllradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
0-100 km/h8.90 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit201 km/h
Preis32.700,00 €

Mit dem Tiguan traf VW voll ins Schwarze. Direkt nach der Markteinführung im Herbst 2007 mauserte sich Volkswagens kleines SUV zum Klassenprimus und ist in Deutschland bis heute der Marktführer unter den Geländewagen.

Doch jetzt wird es Zeit für eine Frischzellenkur. Front- und Heckpartie wurden neu gestaltet und dem aktuellen Familien-Design angepasst. Von vorn wirkt der neue VW Tiguan 2.0 TDI 4Motion frischer und erwachsener, mit abgeflachten Scheinwerfern und dem mit breitem Chromstreifen verzierten Kühlergrill ähnelt er dem großen Touareg. Auch die Rückleuchten mit dem aktiven Licht-Linien-Spiel gefallen und passen perfekt zu Polo, Golf & Co.

Wie sein Vorgänger wird auch der neue Tiguan nur als Viertürer, aber in zwei verschiedenen Karosserieversionen angeboten. Sie unterscheiden sich lediglich in der Frontpartie. Die sportliche Onroad-Variante trägt eine tiefgezogene Frontschürze mit großen Lufteinlässen. Dagegen punktet der Tiguan im Offroad-Look mit angeschrägtem Bug und verbesserten Geländeeigenschaften durch einen von 18 auf 28 Grad vergrößerten Böschungswinkel. Ein Unterfahrschutz soll hier die Ölwanne vor Beschädigungen schützen. Den permanenten Allradantrieb 4Motion gibt es für beide Varianten.

AUFGELADEN UND DIREKT
Die Motorenpalette – vier Benziner und drei Diesel – besteht ausschließlich aus aufgeladenen, direkteinspritzenden Triebwerken. Als Basistriebwerk fungiert der 1.4 TSI mit 122 PS. Er wird nur als BlueMotion Technology-Version mit Frontantrieb und Schaltgetriebe angeboten. Hier ist ein Start-Stopp-System serienmäßig an Bord. Die nächsthöhere Leistungsstufe des 1,4-Liter-Triebwerks erreicht VW durch die so genannte Twincharger-Technik, einer Kombination aus Turbo und Kompressor. Dieser 160-PS-Motor soll erst später zu haben sein.

Ein 2,0-Liter-TSI mit 180 PS ist neu im Programm. Er löst den bisherigen 170-PS-TSI des Vorgängers ab und teilt sich die technische Basis mit der Top-Motorisierung, dem 2.0 TSI mit 210 PS.

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Die drei Selbstzünder sind TDI-Motoren mit zwei Liter Hubraum und Common-Rail-Einspritzung. Das kleinste Triebwerk mit 110 PS ist das Sparsamste (5,3 l/100 km), damit ist der Tiguan aber nur als Fronttriebler erhältlich. Die 140-PS-Variante gibt es auch als 4Motion. Optimierungen am Triebwerk reduzieren den Verbrauch von einst 6,3 auf jetzt 6,0 l/100 km. Und der stärkste Diesel, der 2.0 TDI mit 170 PS (nur als 4Motion), soll mit 6,0 Litern pro 100 km auskommen.

Für unsere erste Probefahrt stand uns diese leistungsstärkste Selbstzünder-Variante mit Sechsgang-Schaltgetriebe zur Verfügung. Eine Anfahrschwäche, wie es sie einst auch bei den kleineren TDI gab, ist hier nicht zu spüren. Kraftvoll tourt der Motor hoch und hängt für einen Diesel sehr gut am Gas.

VW Tiguan Facelift: Verbessertes Handling

Der TDI-typische Diesel-Sound ist zwar nicht überhörbar, nervt aber bei zunehmender Drehzahl nicht mehr so stark wie bei früheren TDI-Triebwerken. Vom Zuschalten des Allradantriebs – im Normalfall ist die Hinterachse nur mit zehn Prozent dabei – spüren die Insassen nichts, selbst bei forcierter Fahrweise auf Schotter nicht. Die stufenlos elektrohydraulische Allradkupplung (Haldex) arbeitet sehr kultiviert und bleibt stets im Hintergrund. Neu beim Tiguan ist die elektronische Differenzialsperre XDS. Sie sorgt per ESP-Eingriff (partielle Rad-Abbremsung) für besseres Handling bei schneller Kurvenfahrt. Deutlich spürbar wird dies durch ein Eigenlenkverhalten, das stärker in Richtung neutral getrimmt ist. In puncto Lenkungs- und Fahrwerksabstimmung hat VW das bekannt gute Niveau beibehalten.

Zusätzliche Assistenzsysteme unterstützen künftig auch den Tiguan-Fahrer. Eine Müdigkeitserkennung fordert, wenn nötig, zur Pause auf, ein kamerabasiertes Fernlicht sorgt für bessere Sicht bei Nacht, und der Lane Assist lenkt selbstständig sanft gegen, wenn der Fahrer die Spur nicht hält. Der optionale Park Assist der zweiten Generation unterstützt den Piloten sogar beim Querparken.
Holger Ippen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Tiguan 2.0 TDI 4Motion

PS/KW 170/125

0-100 km/h in 8.90s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 201 km/h

Preis 32.700,00 €