Bestätigt: Tesla baut Gigafactory in Nevada Megafabrik für Batterien

05.09.2014

Bestätigt: Tesla hat einen Standort gefunden, um Batterien im großen Stil zu fertigen. Der US-Bundesstaat Nevada erhält den Zuschlag für die «Gigafactory»

Der Elektroautobauer Tesla wird seine gigantische Batterienfabrik in Nevada bauen. Das bestätigte CEO Elon Musk am Donnerstag (Ortszeit) gemeinsam mit Gouverneur Brian Sandoval in Carson City. «Die Gigafactory ist ein wichtiger Schritt [...] und wird die Massenproduktion elektrischer Fahrzeuge für Jahrzehnte ermöglichen», sagte Tesla-Chef Musk.

Die Mega-Fabrik soll bis 2020 etwa 6500 Arbeitsplätze bringen. Kalifornien, Arizona, Texas und New Mexiko hatten sich ebenfalls als Standort für das Mammutprojekt beworben. Nevada dürfte weitreichende Zugeständnisse gemacht haben, um den Zuschlag zu erhalten. Tesla-CEO Musk hatte keinen Hehl daraus gemacht, das Maximum an Subventionen einstreichen zu wollen.

 

Tesla: Gigafactory soll Kosten für Batterien senken

Tesla braucht die Fabrik dringend, um die Kosten für die in den Elektroautos verbauten Batterien durch Massenproduktion zu senken. Nur so kann das Unternehmen Wagen herstellen, die sich auch die breite Bevölkerung leisten kann. Das aktuelle Tesla-Modell kostet etwa 70.000 Dollar (rund 53.300 Euro). Ab 2017 soll das «Model 3» für 35.000 Dollar auf den Markt kommen. Zudem will Tesla seine Produktion mit dem riesigen Werk massiv ausweiten. Die «Gigafactory» soll bis 2020 mehr Lithium-Ionen-Akkus fertigen als alle heutigen Fabriken zusammen. Bis Ende 2015 soll der Autoabsatz rund 25.000 Fahrzeuge pro Quartal erreichen. Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr produzierte Tesla 20.000 Wagen, in diesem Jahr sollen es etwa 35.000 werden. 

Wegen hoher Entwicklungs- und Vertriebskosten macht Tesla aber jetzt schon deutliche Verluste. Um ein profitables Geschäftsmodell mit günstigeren Elektroautos auf die Beine zu stellen, muss die Mega-Batteriefabrik ein Erfolg werden. Als Partner ist der japanische Elektronikkonzern Panasonic mit dabei. Tesla selbst will sich laut Aussagen von Ende Juli um das Bauland und die Gebäude kümmern. Panasonic, das den Amerikanern schon heute Batterien zuliefert, wird mit der Fertigung der Batteriezellen die Hälfte der Fläche einnehmen. Den Rest sollen andere Zulieferer und Tesla besetzen, um die fertigen Batteriepacks für die Autos zusammenzubauen.

AUTO ZEITUNG

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