Fehlbetankungs-Schutz: Technik gegen Fehlbetankung

Richtig tanken

Der Griff zur falschen Zapfpistole kann teuer werden. Technik gegen Fehlbetankung soll Abhilfe schaffen

Moderne Dieselmotoren vertragen keinen Ottokraftstoff. Schon kleine Mengen Benzin im Dieseltank reichen aus, um die Einspritzpumpen und Düsen zu ruinieren. Oft zieht das kapitale Motorschäden nach sich.

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Fehlbetankung: Falsch betankte Autos sind keine Seltenheit

Solch ein Malheur ist nichts Ungewöhnliches. Allein im letzten Jahr musste der ADAC über 5000 Mal ausrücken, um Tanks falsch betankter Autos auszupumpen. Fast immer war Unaufmerksamkeit die Ursache. Kein Wunder, die Benzin-Zapfpistole passt auch in den Diesel-Einfüllstutzen. Die zunehmende Anzahl neuer Kraftstoffe sowie das Wirrwarr um deren Bezeichnung sorgen für zusätzliche Verunsicherung. Auf den dann anfallenden Kosten bleibt der Falschtanker sitzen, denn Versicherungen, Mineralölkonzerne und Autobauer wollen und können für die Schusseligkeit der Autofahrer nicht aufkommen. Und das wird teuer: Zu den Abschleppkosten kommen das Auspumpen des Tanks (150 bis 200 Euro) und die Tank-Reinigung (500 Euro). Wurde der Motor gestartet, dann müssen Leitungen gesäubert (etwa 1000 Euro) und Folgeschäden an Einspritzpumpe und Motor beglichen werden (4000 bis 10.000 Euro).

Jetzt setzen Audi, BMW, Ford, Jaguar, Land Rover und Peugeot eine spezielle Technik gegen Fehlbetankung ein. Ein ausgeklügeltes System von mechanischen Klappen und Sperrklinken verhindert, dass Sprit via Benzinzapfhahn in den Tank fließen kann.
Holger Ippen