Porsche Rückruf (Juli 2017): Cayenne (Diesel) Schweizer Zulassungsstopp für Cayenne

von AUTO ZEITUNG 21.08.2017

Wegen Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung verhängt nun auch die Schweiz ein Zulassungsstopp für den Porsche Cayenne mit dem Dreiliter-V6-Diesel. Zuvor entzog auch schon Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die Zulassung. In einem Rückruf bei Porsche müssen insgesamt 21.500 Cayenne in die Werkstatt.

Die Schweiz verhängt wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung einen Zulassungsstopp für den Porsche Cayenne mit Dreiliter-V6-Diesel und der Schadstoffeinstufung Euro 6. Das gab das Schweizer Bundesamt für Straßen (Astra) am Freitag, 18. August 2017, in einer Pressemitteilung bekannt. Von dem Zulassungsstopp sind lediglich Neufahrzeuge betroffen, bereits zugelassene Fahrzeuge müssen laut Astra aber nachgerüstet werden. Der Neuen Zürcher Zeitung zufolge dreht es sich bei dem Zulassungsstopp derzeit um 25 Porsche Cayenne, die zeitnah umgerüstet werden sollen. Wegen der unzulässigen Abschalteinrichtung im Dreiliter-TDI-Motor – sie erkennt die Prüfstandsituationen und beeinflusst die Abgasreinigung – ruft Porsche europaweit 21.500 Cayenne zurück in die Werkstatt. "Porsche hat bei internen Untersuchungen Unregelmäßigkeiten in der Motorsteuerungs-Software festgestellt und diese aktiv dem KBA dargelegt", teilte die VW-Tochter in einem ersten Statement mit. Betroffen sind Fahrzeuge der Baujahre 2014 bis 2017, davon 6000 in Deutschland. Die Vermutungen, dass auch Porsche Macan zurückgerufen werden, bestätigen die Zuffenhausener bisher nicht. Der Rückruf soll im Herbst beginnen, zuvor müssen die nötigen Software-Updates jedoch vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) genehmigt werden.

Porsche-Modellpalette bis 2016 im Video:

 
 

Zulassungstopp für Porsche Cayenne Diesel (Rückruf)

"Die Besitzer der Fahrzeuge werden direkt von ihrem zuständigen Porsche-Partner kontaktiert. Der kostenlose Werkstattbesuch wird nach Vereinbarung schnellstmöglich erfolgen und etwa eine Stunde in Anspruch nehmen", teilt Porsche ebenfalls mit. Der Sportwagenbauer befinde sich in engem Austausch mit den zuständigen Behörden und dem KBA. Neben dem Rückruf ordnet auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) einen Zulassungsstopp für betroffene Porsche-Modelle an, sodass keine weiteren Fahrzeuge der betroffenen Modelle auf die Straße kommen. Auf den Verdacht hin kündigte Dobrindt ebenfalls an auch den VW Touareg nochmal genauer zu überprüfen. Wegen des gleichen Motors muss Konzern-Schwester Audi ebenfalls 24.000 Autos zurückrufen. Wie auch bei VW und anderen Autoherstellern wurde eine Software entdeckt, die auf dem Prüfstand die Abgasreinigung beeinflusst.

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VW/Audi/Skoda: Rückruf (ABS) (Update!)  

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Rückruf für 911/718 Boxster & Cayman (Januar 2017)

Anfang des Jahres musste Autobauer Porsche weltweit insgesamt 16.429 Fahrzeuge zurück in die Werkstätten rufen. Grund für die Maßnahme waren Ausbesserungen an fehlerhaften Schrauben an den Kraftstoffsammelrohren. Den Zuffenhusenern zufolge bestehe die Gefahr, dass sich die Verschraubungen lösen. Daher werden die Schrauben vorsichtshalber ersetzt. Der Autobauer betonte jedoch, dass es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme handele. Von dem Rückruf betroffen sind die Porsche-Modelle 911 Carrera, 718 Boxster und 718 Cayman. Allein in Deutschland sind das 2576 Fahrzeuge. Die Halter wurden von ihrem zuständigen Porsche-Partner informiert und um die Vereinbarung eines Termins in der Werkstatt gebeten. Der Service ist für die Porsche-Besitzer kostenlos.

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