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Mini Cooper Cabrio

Wirbelwind

Pünktlich zur Saison präsentiert BMW das Mini Cabrio. Der Anglo-Bayer verspricht Frischluftspass für vier und wird mit seinen dynamischen Qualitäten nicht nur Fans begeistern

Eckdaten
PS-kW116 PS (85 kW)
AntriebFrontantrieb, 5 Gang manuell
0-100 km/h9.80 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit193 km/h
Preis20.000,00 €

Es gibt nur wenige Autos, die so geschickt auf den Bauch zielen wie das hübsche Mini Cabrio. Das weiß auch BMW. Geht es nach der selbstbewussten Prognose der Münchener, soll der offene Retro-Enkel des Ur-Minis künftig mit rund 20 bis 25 Prozent zum Mini-Gesamtabsatz beitragen. Und das, obwohl die offene Variante 3400 Euro mehr kostet als die Limousine. Im Falle des Cooper Cabrio bedeutet dies einen Basispreis von 20000 Euro - kein Schnäppchen, denn das Mini Cabrio versteht sich laut BMW als Premium-Fahrzeug. Dafür wurde auch Einiges getan: Zahlreiche Verstärkungen in der Bodenstruktur geben dem Cabrio die notwendige Stabilität. Allein die zusätzlichen Versteifungen im Windschutzscheibenrahmen sowie der weit herausragende Überrollbügel aus hochfesten Aluminiumrohren sind so massiv ausgelegt, dass sie bei einem Überschlag das eineinhalbfache Gewicht des kleinen Anglo-Bayern verkraften können. Insgesamt bedeuten diese Maßnahmen aber auch ein Mehrgewicht von 100 Kilogramm gegenüber dem herkömmlichen Mini mit festem Dach. Der eigentliche Clou steckt jedoch in der aufwändigen Verdeckkonstruktion. So schiebt sich auf Knopfdruck zunächst das integrierte Falt-Schiebedach unter leisem Surren nach hinten und gibt eine Öffnung von bis zu 40 Zentimetern frei. Mit einem weiteren Druck auf den Schalter faltet sich das komplette Dach mit schlichter Eleganz hinter die Rücksitze. Innerhalb von nur 15 Sekunden ist der Mini bereit für das puristische Frischluft-Vergnügen, und der Fahrtwind formt die Haarpracht in immer gewagtere Frisuren ein faltbares Windschott kostet 240 Euro extra. Bei geschlossenem Verdeck ist die Rundumsicht wegen der kleinen Scheiben denkbar schlecht. Aus diesem Grund gehört die akustische Einparkhilfe hinten (Park Distance Control) zum serienmäßigen Lieferumfang. Kritik gilt dem 1,6-Liter-Antrieb, der in Anbetracht seiner 115 PS und den gewichtigen Extra-Pfunden des Mini etwas kraftlos und zugeschnürt agiert und immer fleißig geschaltet werden will. An Agilität hat das Cabrio hingegen nichts eingebüßt. Hier macht sich die erstarkte Karosseriestruktur deutlich bemerkbar. Es ist eine Wonne, den handlichen Mini durch die Kurven zu dirigieren. Selbst in scharf gefahrenen Biegungen zeigt das Cabrio kaum Seitenneigung, es klebt förmlich auf dem Asphalt. Ein leichtes Zittern der Karosserie ist nur auf Straßen dritter Qualitätsordnung zu spüren. Zusammen mit dem Cabrio erhielt die gesamte Mini-Baureihe eine behutsame optische Überarbeitung. Die Frontscheinwerfer und Rückleuchten erstrahlen nun in neuem Design, und Stoßfänger mit Chromapplikationen unterstreichen den frischen Auftritt. Innen sorgen jetzt längere Armauflagen in den Türen für mehr Bequemlichkeit. Auf Wunsch stehen ein neues Multifunktionslenkrad für 240 Euro und das Chrono-Paket (170 Euro) zur Verfügung. Hier sind Öldruck-, Öl- und Wassertemperatur- sowie die Kraftstoffanzeige zu einem zentralen Rundinstrument zusammengefasst. Der Tacho wanderte - wie auch das optionale Navigationssystem - auf die Lenksäule neben den Drehzahlmesser. Zwei exklusive Farben bleiben hingegen nur dem Cabrio vorbehalten: Sie heißen Hot Orange und Cool Blue.

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mini Cooper Cabrio

PS/KW 116/85

0-100 km/h in 9.80s

Frontantrieb, 5 Gang manuell

Spitze 193 km/h

Preis 20.000,00 €