Cockpit-Schutz (Formel 1): Halo ab 2018 Pflicht Halo ab neuer Formel-1-Saison Pflicht

von Alexander Koch 21.07.2017

Der Cockpit-Schutz Halo ist ab der kommenden Formel-1-Saison 2018 Pflicht, das hat der FIA-Weltverband am Mittwoch, 19. Juli 2017, gegen den Widerstand der Rennställe beschlossen.

Mit der kommenden Formel-1-Saison wird der Cockpit-Schutz namens Halo zur Pflichtausstattung bei den Rennboliden. Das hat die FIA am Mittwoch, 19. Juli 2017, in einer knappen Pressemitteilung verkündet. Die zuständige Strategiegruppe hatte zum Thema Cockpit-Schutz getagt, aber keine Einigung erzielt. Da die FIA bei sicherheitsrelevanten Änderungen aber ein Sonderrecht hat, konnte sie die Regelung gegen den Widerstand von neun der zehn Teams durchbringen. "Nachdem wir in den vergangenen fünf Jahren eine Vielzahl von Lösungen entwickelt und ausgewertet hatten, war klar, dass der Halo die beste Gesamtsicherheit bietet", heißt es in der Stellungnahme der FIA. Halo ist der von Mercedes entwickelte Cockpit-Schutz, der mit zwei Titanstreben um die Pilotenkanzel herumführt und vor dem Fahrer von einer Hauptstrebe nach unten abgestützt wird. Viele Formel-1-Fahrer empfinden Halo als unästhetisch, räumen aber die Notwendigkeit für den Cockpit-Schutz ein. Zumal die FIA-eigene Studie ergab, dass die Überlebenschance um 17 Prozent steige. Doch berücksichtigt die Studie nicht, dass Kleinteile noch immer ungehindert ins Cockpit fliegen können. Außerdem befürchten die Rennställe, dass die Piloten im Falle eines Fahrzeugbrandes nicht mehr so schnell aus dem Auto rauskommen könnten.

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Formel 1: Cockpit-Schutz Halo ab 2018 Pflicht

Alternativ zur Entwicklung von Halo gab es auch zwei weitere Ansätze, den Schutz im Cockpit zu erhöhen: die geschlossene Kanzel und die Windschutzscheibe namens Shield. Letztere wurde bereits von Ferrari-Star Sebastian Vettel getestet, der die schlechte Sicht und dadurch Schwindelgefühle beklagte. Shield ist deshalb aber noch nicht vom Tisch, soll weiter optimiert und gegebenenfalls schon 2019 der Halo-Nachfolger werden. Die Debatte um die Cockpit-Sicherheit in der Formel 1 wurde durch verschiedene Unfälle in näherer Vergangenheit angeheizt: So verunglückte Felipe Masse 2009 in seinem Ferrari, als eine Metallfeder an seinen Helm krachte. Schwere Kopfverletzungen und Koma waren die Folge. 2014 verunfallte Jules Bianchi mit einem Bergungskran und erlag später an den schwerwiegenden Kopfverletzungen.

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