So geht es Michael Schumacher aktuell (August 2017) Willi Weber übt Kritik; ehemaliger Arzt äußert sich

von AUTO ZEITUNG 18.08.2017
Inhalt
  1. Michael Schumacher Mitglied in der Hall of Fame
  2. Schumi-Sohn Mick jetzt 18 Jahre alt
  3. Willi Weber übt Kritik an Schumachers Familie
  4. Ross Brawn gibt Erklärung zu Schumachers Zustand
  5. Michael Schumachers Anwalt Felix Damm hat sich geäußert
  6. OLG München: Medien bei Schumi-Artikeln zu weit gegangen
  7. Angeblich kann Schumi ein paar Schritte gehen
  8. Managerin Sabine Kehm: Von Spekulationen ist abzusehen
  9. Ehemaliger Arzt Jean-Francois Payen mahnt zur Geduld
  10. Corinna Schumacher in jeder Hinsicht außergewöhnlich

Der aktuelle Gesundheitszustand von Michael Schumacher ist weiter geheim. Willi Weber hat deshalb bereits Kritik an der Familie geübt. Diverse Freunde, Bekannte und Prominente haben sich in den vergangen Jahren ebenfalls über Schumis Befinden geäußert. Jetzt gibt es aber anderweitige Neuigkeiten: Schumi wurde in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

Nachdem es über den Gesundheitszustand von Michael Schumacher bereits seit längerem nichts Neues gibt, können sich Familie, Freunde und Fans nun aber über andere tolle Neuigkeiten freuen. 180.000 "Bild"-Leser ehren den ehemaligen Rennfahrer und Spitzensportlerin Magdalena Neuner mit einem Platz in der Hall of Fame des deutschen Sports. Verliehen wurde die Auszeichnung von Bundesinnenminister Thomas de Mazière (CDU). "Mit ihrer Persönlichkeit und ihren Leistungen haben Magdalena Neuner und Michael Schumacher entscheidend zur Popularität ihrer Sportarten beigetragen und über Jahre hinweg die Sportfans in Deutschland und auf der ganzen Welt begeistert", sagte der Politiker bei der Verleihung. Michael Schumacher ist nach wie vor der erfolgreichste deutsche Rennfahrer. In den Spekulationen um seinen Gesundheitszustand nach dem Skiunfall werden nicht zuletzt deswegen hin und wieder Grenzen von den Medien überschritten. Zuletzt hatte das Hamburger Landgericht im Prozess um die Persönlichkeitsrechte von Michael Schumacher ein Urteil gesprochen. Die Zeitschrift "Bunte" muss demnach eine Entschädigung in Höhe von 50.000 Euro an die Familie Schumacher überweisen sowie 65 Prozent der Abmahnkosten (950 Euro) und einen Teil der Prozesskosten tragen. Das Gerichtsurteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Der Fall wurde verhandelt, weil das Magazin im Jahr 2015 die Behauptung in Umlauf gebracht hatte, dass Michael Schumacher wieder gehen könne. Der Familie ging diese Schlagzeile zu weit. Die "Bunte" hatte sich in ihrer Verteidigung auf einen Informanten berufen, weswegen die Entschädigungszahlung nur in der festgelegten Höhe ausgefallen ist.

 

Michael Schumacher Mitglied in der Hall of Fame

Sohn Mick feierte am 22. März seinen 18. Geburtstag und muss seitdem allein die Verantwortung für seine Entscheidungen tragen. Er formulierte bereits sein klares Ziel für die Zukunft: "Ich will ein kompletter Rennfahrer werden." Indes sind drei Jahre seit dem schweren Skiunfall des siebenmaligen F1-Weltmeisters Michael Schumacher vergangen, trotzdem hält die Familie den Gesundheitszustand des beliebten Motorsportprofis weiter geheim. Dafür hagelt es Kritik und zwar vom Schumis ehemaligem Manager Willi Weber. In einem Intervie mit dem Magazin "Bunte" erklärt er: "Ich bemängele seit einiger Zeit, dass die Familie Schumacher nicht die volle Wahrheit sagt. Aber ich beiße da auf Granit, mein Rat wird nicht mehr gehört". Er glaube, dass es für Michael Schumachers Familie an der Zeit sei "den Millionen von Fans reinen Wein einzuschenken". Diese Äußerungen klingen fast danach als sei der aktuelle Gesundheitszustand von Schumi schlechter als bisher angenommen. Auch wenn Willi Weber im Interview weiter äußert "die Hoffnung stirbt zuletzt", spricht der Druck, den er durch seine Aussagen auf Schumachers Familie aufbaut, eine andere Sprache. Zudem spricht der 74-Jährige davon eine lange Trauerzeit gebraucht zu haben, um das Schicksal von Schumi zu akzeptieren. Obwohl Willi Weber selbst zu den engsten Vertrauten von Michael Schumacher zählt, darf er – wie angeblich auch viele andere Freunde und enge Wegbegleiter aus seiner aktiven Formel-1-Zeit - Schumi nicht mehr besuchen: "Schade, dass Corinna mir offenbar nicht mehr vertraut."

 

Schumi-Sohn Mick jetzt 18 Jahre alt

Am 29. Dezember jährte sich der Unfall von Michael Schumacher bereits zum dritten Mal. Aus Sicht der Familie, den Freunden und den Fans drei schwere Jahre. Vor allem für letztere vor allem auch Jahre der Ungewissheit. So hat die Familie des Rekord-Champions nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus bestätigt, dem heute 47-Jährigen auf seinem Privatgrundstück in der Schweiz eine Rehabilation durch Profis zu ermöglichen. Seitdem ist Michael Schumacher abgeschirmt von der Außenwelt. Anfang Dezember 2016 gab es kurzzeitig große Aufregung um ein heimlich geschossenes Foto Michael Schumachers im Krankenbett. Angeblich bot ein bislang Unbekannter besagtes Foto Verlagen für eine Million Euro zum Kauf an. Als Reaktion auf den "Foto-Skandal" nahm die Staatsanwaltschaft Offenburg nach Anzeige durch Schumacher-Managerin Sabine Kehm umgehend Ermittlungen gegen Unbekannt auf, da das zweifelhafte Angebot den "höchstpersönlichen Lebensbereich" Schumachers verletzt habe. Die Ermittlungen wurden zwischenzeitlich eingestellt, da kein Täter ermittelt werden konnte. Währenddessen ist das familiäre Umfeld Michael Schumachers nicht untätig und versucht, aus der ganzen Tragödie das Beste zu machen. Unter dem Banner "Keep Fighting" wurde eine neue Initiative gegründet, die Schumis Werte und den Aufruf zum Durchhalten an andere Menschen weitergeben möchte. "Keep Fighting will alle Menschen, die sich von Michael Schumacher inspiriert fühlen, darin motivieren, weiter zu kämpfen und niemals aufzugeben", heißt es auf der Webseite der Initiative. "Michaels starker Wille, seine Loyalität zu den ihm Nahestehenden, seine ehrliche Haltung gegenüber seinen Zielen und Überzeugungen und seine klare Bereitschaft anderen zu helfen sind seit vielen Jahren für viele Menschen auf der ganzen Welt eine Inspiration."

 

Willi Weber übt Kritik an Schumachers Familie

Stand November 2016: Die letzte Meldung zum Gesundheitszustand von Michael Schumacher kam von Ex-Ferrari-Technikchef Ross Brawn. Der langjährige Schumi-Freund sagte in einem Interview mit der englischen BBC: "Es ist schwierig für mich, viel zu sagen, ohne die Privatsphäre der Familie zu verletzen. Was ich sagen kann: Es gibt viele Gerüchte und die meisten davon sind falsch. Wir beten und hoffen jeden Tag, dass wir weiterhin Fortschritte und eines Tages einen Michael, der sich von seinen schrecklichen Verletzungen erholt hat, sehen werden." 22 Jahre nach seinem ersten Weltmeistertitel hat Schumacher nun auch einen offiziellen Facebook- und Instagram-Auftritt.

 

Ross Brawn gibt Erklärung zu Schumachers Zustand

Stand September 2016: Michael Schumachers Anwalt Felix Damm spricht Klartext. In einem Gerichtsverfahren gegen die Zeitschrift Bunte bestätigte der Anwalt: "Er kann nicht laufen." Felix Damm wirft der Zeitschrift vor, die Privatsphäre Michael Schumachers verletzt zu haben. "Mit der Behauptung habe man Familie Schumacher dazu gezwungen, gegen ihren Willen Stellung zu beziehen", so der Jurist weiter. Gut drei Monate zuvor, im Juni 2016, hat Michael Schumacher den Nürburgring-Award für sein Lebenswerk erhalten. Aufgrund seiner gesundheitlichen Situation konnte der Formel-1-Rekordweltmeister den Preis jedoch nicht selbst entgegenehmen. Seine Managerin Sabine Kehm nahm die Ehrung stellvertretend an und gab ein Update zu Schumis aktuellem Gesundheitszustand: "Ich bin mir im Klaren darüber, und ich denke, da sind Sie alle einer Meinung mit mir: Wir würden uns alle besser fühlen, wenn Michael hier selbst stehen und sich bedanken könnte", sagte die Managerin des ehemaligen Ferrari-Piloten. "Aber leider ist das nicht möglich. Leider müssen wir alle das akzeptieren und lernen, damit umzugehen. Jeder Satz ist doch der Auslöser für neue Nachfragen, jedes Wort ist Fanal für weitere Informationen", erklärte Kehm in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung: Es wäre nie Ruhe. Auf die Frage "Wie geht es Michael Schumacher?" gäbe es zudem keine pauschale Antwort, da es sich um einen "ständigen" Prozess handele. Redebedarf über seinen Ex-Rennfahrer-Kollegen hat indes Sebastian Vettel. Bei einem gemeinsamen Interview mit Dirk Nowitzki sagte der Ferrari-Pilot der "Bild am Sonntag": "Es ist ein brutales Schicksal. Aber die Hoffnung besteht immer. Wer ihn aus seiner aktiven Zeit kennt, weiß, dass Michael ein Kämpfer ist. Wenn einer es schafft, das Ruder herumzureißen, dann er."

Michael Schumachers Karriere im Video:

 
 

Michael Schumachers Anwalt Felix Damm hat sich geäußert

Stand Februar 2016: Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo hat Michael Schumacher die sportlich erfolgreichste Ära Ferraris in der Formel 1 mitzuverdanken. Nun wurde er zu Michael Schumachers Zustand befragt. Durchaus heikel, da alle, die tatsächlich wissen, wie es Michael Schumacher geht, schweigen. Montezemolo tut es nicht, er redet. Auch wenn er eigentlich wenig aussagt. "Wir hatten großartige Jahre zusammen, auch auf persönlicher Ebene", sagt di Montezemolo bei einer Podiumsveranstaltung in Mailand. "Leider hat ihn ein zufälliger Sturz auf Skiern kaputt gemacht", sagt di Montezemolo weiter. Die Neuigkeiten, die er von Schumacher habe, seien leider keine guten, betont der 68-jährige. Doch weitere Details nannte er nicht. Sabine Kehm, Michael Schumachers Managerin, indes will Montezemolos Ausführungen erst gar nicht kommentieren.

News Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo und Michael Schumacher
Michael Schumacher: Di Montezemolo äußert sich  

Keine guten News zu Schumi

 

OLG München: Medien bei Schumi-Artikeln zu weit gegangen

In einem aktuellen Gerichtsurteil gab das Oberlandesgericht München den Anwälten Michael Schumachers bezüglich der Berichterstattung einiger Medien recht. Laut Gericht drangen manche Medien mit ihrer Berichterstattung zu weit in das Privatleben Michael Schumachers und seiner Familie vor. Der Einspruch der betreffenden Medienunternehmen wurde vom Oberlandesgericht abgewiesen. Dem Prozess zugrunde lag eine Klage von Schumis Anwälten auf Unterlassung, nachdem in vier Zeitschriften Berichte über die gesundheitliche Verfassung des F1-Weltmeisters erschienen waren, die eine Pressemitteilung seiner Sprecherin Sabine Kehm ausschmückten.

Stand 3. Januar 2016: Medienanwalt verteidigt Schweigen der Familie

 

Angeblich kann Schumi ein paar Schritte gehen

In einem Bericht vom 22. Dezember 2015 behauptet die Zeitschrift "Bunte", Michael Schumacher könne zwischenzeitlich mit Unterstützung wieder ein paar Schritte gehen. Der ehemalige Formel-1-Pilot soll allerdings deutlich an Gewicht verloren haben. Michael Schumachers langjährige Managerin Sabine Kehm dementierte den Bericht allerdings umgehend: "Leider werden wir durch einen aktuellen Pressebericht zu der Klarstellung gezwungen, dass die Behauptung, Michael könne wieder gehen, nicht den Tatsachen entspricht."

Stand 31. Oktober 2015: Jean Todt spricht über Schumis Zustand

 

Managerin Sabine Kehm: Von Spekulationen ist abzusehen

Seit Schumacher zu Hause ist gibt es keine Mitteilungen des Managements über Schumachers Zustand. "Es liegt weiterhin ein langer und harter Weg vor ihm", hatte Sabine Kehm am 9. September verlauten lassen, auf die Privatsphäre der Familie hingewiesen und darum gebeten, von Spekulationen über den Gesundheitszustand des erfolgreichsten Fahrers in der Formel-1-Geschichte abzusehen.

Stand 23. Mai 2015: Michael Schumacher macht Fortschritte

 

Ehemaliger Arzt Jean-Francois Payen mahnt zur Geduld

Die Genesung von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher erfordert weiterhin Geduld. Der französische Arzt Jean-François Payen wies darauf in Interviews in französischen Medien hin. "Man befindet sich auf einer Zeitskala, die von einem Jahr bis drei Jahre reicht", sagte der Chef der Anästhesie und Reanimation der Uniklinik von Grenoble, in die Schumacher nach seinem Skiunfall am 29. Dezember 2013 gebracht worden war. Der siebenmalige Champion sei damals mit einem besonders schweren Schädel-Hirn-Trauma eingeliefert worden, erinnerte Payen in "Le Parisien": "Er war bei seiner Ankunft in einer kritischen Situation." Payen gehörte zum Ärzteteam, das sich mehr als ein halbes Jahr lang in Grenoble um den zweifachen Familienvater kümmerte. Schumacher wurde nach einer Notoperation in ein künstliches Koma versetzt und schwebte tagelang in Lebensgefahr. Erst Mitte Juni teilte seine Managerin Sabine Kehm mit, dass sich der mittlerweile 45-Jährige nicht mehr im Koma befinde. Zudem gab sie am 16. Juni bekannt, dass Schumacher nicht mehr im CHU Grenoble sei; er setzte seine Rehabilitation in einer Klinik in Lausanne unweit seiner Wahlheimat Gland am Genfer See fort. Am 9. September erklärte Kehm, dass Schumacher nun zu Hause sei.

Michael Schumachers Karriere (Video):

 
 

Corinna Schumacher in jeder Hinsicht außergewöhnlich

Dort finde Schumacher Bedingungen vor, die seine Genesung begünstigen würden, sagte Payen nach seinem Besuch bei Schumacher. "Die Tatsache, dass er in seiner gewohnten Umgebung ist, könnte ihm helfen", sagte Payen. Der Mediziner verwies bei Nachfragen zum genaueren Zustand des gebürtigen Kerpeners aber auf sein Arztgeheimnis. Der Mediziner lobte dabei in einem Interview des Radiosenders RTL France auch Schumachers Gattin Corinna, die alles auf die Beine gestellt habe, damit der siebenmalige Weltmeister Fortschritte mache. Sie sei in jeder Hinsicht außergewöhnlich, betonte Payen in "Le Parisien". "Sie war sich sofort der Tragweite der Situation bewusst und des langen Wegs, der vor ihnen liegen würde." Im Gegensatz zu Corinna Schumacher waren Payen und seine Ärztekollegen vor allem den riesigen Medienandrang nicht gewohnt, der lange Zeit vor dem Krankenhaus in Grenoble herrschte. "Niemand ist auf so einen Ansturm der Medien vorbereitet", betonte Payen rückblickend. Man habe aber schnell entsprechende Maßnahmen ergriffen, um in Ruhe arbeiten zu können. Er wies daraufhin, dass Schumacher trotz aller Sicherheitsvorkehrungen medizinisch wie jeder andere Patient behandelt worden sei. Schumacher war beim Skifahren gestürzt, als er oberhalb von Méribel einen Stein nicht gesehen hatte. Er prallte daraufhin mit dem Kopf auf einen anderen Felsen. Schuld an dem Unfall hatte niemand, wie die Untersuchungen der zuständigen Staatsanwaltschaft von Albertville ergaben.

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