Auto Vergleichstest Jaguar XJ 3.0 V6 Diesel S gegen BMW 740d
Luxusklasse: Jaguar XJ gegen BMW 7er im Vergleichstest
Aus AUTO ZEITUNG 14 / 2010
Fahrkomfort
Jaguar und gediegener Komfort gehören zusammen wie England und die Königsfamilie. Diese These bringt auch der neue XJ nicht ins Wanken. Er weiß, was sich in der Luxusklasse gehört: ein guter Ton. Und besonders den beherrscht der neue Dieselmotor des Jaguar wie kein anderer in seiner Klasse.
Der Dreiliter-V6 säuselt stets leise vor sich hin und wird selbst unter Last niemals aufdringlich. Auch der Reihensechszylinder des BMW spielt eine gefällige Melodie, er ist allerdings vor allem bei Sprinteinlagen hörbar knurriger unterwegs. Beim 7er sind jedoch Fahrwerks- und Windgeräusche besser gedämmt, was sich auch in den Messwerten widerspiegelt. Eng beieinander liegen die beiden Luxuslimousinen auf der Komfortstrecke.
So reagiert der Brite feinfühliger auf Kanten und andere Unebenheiten als der teilweise störrisch agierende BMW. Dafür kommt die Karosserie des Bayern schneller wieder zur Ruhe, während die des Engländers stets leicht in Bewegung ist – Gleichstand. Erst mit voller Zuladung kann der Jaguar seine serienmäßige Luftfederung mit Niveauregulierung ausspielen. Auch auf übelsten Verwerfungen zwingt den XJ nichts in die Knie. Der 7er hingegen stößt trotz einstellbarer Dämpfer hier deutlich früher an sein Limit.
| fahrkomfort | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | BMW 740d | Jaguar XJ 3.0 V6 Diesel S | |||||||
| Sitzkomfort vorn | 150 | 140 | 128 | ||||||
| Sitzkomfort hinten | 100 | 96 | 93 | ||||||
| Ergonomie | 150 | 124 | 120 | ||||||
| Innengeräusche | 50 | 41 | 39 | ||||||
| Geräuscheindruck | 100 | 87 | 84 | ||||||
| Klimatisierung | 50 | 46 | 46 | ||||||
| Federung leer | 200 | 185 | 185 | ||||||
| Federung beladen | 200 | 165 | 178 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 884 | 873 | ||||||
Motor und Getriebe
BMW und Jaguar setzen beim Antrieb auf die gleiche Größe. Das gilt zumindest für den Hubraum (2993 cm3). Nur die Leistungsdaten der mittels eines großen und eines kleinen Turboladers unter Druck gesetzten Selbstzünder unterscheiden sich. Der BMW tritt mit gut 30 PS mehr an und überspielt damit sein Mehrgewicht von 100 Kilogramm im Vergleich zur Aluminium-Limousine aus England. Schon beim Sprint auf Tempo 100 hat der Bayer die Nase deutlich vorn.
Ohne Fehl und Tadel arbeiten die beiden sechsstufigen Automatikgetriebe. Allerdings hat Jaguar bei der Abstimmung den besseren Kompromiss zwischen Antritt und effi zientem Umgang mit dem Kraftstoff gefunden. Dem vornehmen Briten reichen 8,4 Liter Diesel, um 100 Kilometer Strecke abzuspulen. Der kräftigere und schwerere Münchner benötigt dafür 1,7 Liter mehr.
| motor und getriebe | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | BMW 740d | Jaguar XJ 3.0 V6 Diesel S | |||||||
| Beschleunigung | 150 | 128 | 122 | ||||||
| Höchstgeschwindigkeit | 150 | 90 | 90 | ||||||
| Getriebeabstufung | 100 | 96 | 97 | ||||||
| Kraftentfaltung | 50 | 40 | 35 | ||||||
| Laufkultur | 100 | 82 | 88 | ||||||
| Verbrauch | 325 | 190 | 222 | ||||||
| Reichweite | 25 | 15 | 19 | ||||||
| Kapitelbewertung | 900 | 641 | 673 | ||||||























































