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Design-Vergleich: Der neue Jaguar XE tifft auf den Jaguar MK II von 1959

Sprung nach vorn

„Die neue Aluminiumarchitektur bescherte uns große Freiheiten bei der Fahrzeuggestaltung“, erklärt Designer Hatton. „Durch die intensive Zusammenarbeit mit den Ingenieuren über den gesamten Entwicklungszeitraum konnten wir gleichzeitig eine sehr hohe Torsionssteifigkeit der Karosserie erzielen.“ Auch das Fahrwerk des Jaguar XE besteht größtenteils aus gegossenem oder geschmiedetem Aluminium.

An der Vorderachse kommen Doppelquerlenker zum Einsatz, hinten sitzt eine aufwändige Integrallenker-Konstruktion samt Hilfsrahmen. Für sicheren Vortrieb auf rutschigem Geläuf soll eine besonders sensibel regelnde Traktionskontrolle sorgen, optional steht zudem die Fahrmodusauswahl (JaguarDrive Control) mit den Programmen Dynamic, Winter, Eco und Normal zur Verfügung.

Neben einem Dreiliter-Sechszylinder mit Kompressoraufladung und 340 PS stehen für den XE zwei Vierzylinder-Benziner (200 und 240 PS) sowie die von Jaguar komplett selbst entwickelten, topmodernen Vierzylinder-Turbodiesel der Ingenium-Familie mit 163 und 180 PS zur Wahl. Die beiden Selbstzünder sind serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert, die Benziner gibt es ausschließlich mit einer Achtstufen-Automatik.

Für den E-Performance genannten Einstiegsdiesel verspricht Jaguar einen Normverbrauch von nur 3,8 Litern pro 100 km, was einem CO2-Ausstoß von 99 g/km entspricht. Eine gelungene Kombination aus Effizienz und Dynamik soll der 180 PS starke XE 20d bieten, der laut Werksangaben in nur 7,8 Sekunden von null auf 100 km/h sprintet, 228 km/h erreicht und nach EU-Norm durchschnittlich 4,2 Liter konsumiert.

Was man angesichts der coupéhaften Linienführung des Jaguar XE nicht unbedingt erwarten kann: Innen bietet die Sportlimousine erfreulich viel Platz. „Beim Raumangebot be nden wir uns auf dem gleichen Niveau wie unsere Mitbewerber“, bekräftigt Hatton. Dazu trägt neben dem langen Radstand von 2835 mm (Audi A4: 2808 mm, BMW 3er: 2810 mm, Mercedes C-Klasse: 2840 mm) auch die weit unten platzierte Rückbank bei, die in Kombination mit einer clever platzierten Aussparung im Dachhimmel auch großgewachsenen Passagieren ausreichend Kopffreiheit im Fond bietet.

Vorn ist der XE enger geschnitten, er passt wie ein Maßanzug. Der Fahrer fühlt sich dank der tiefen Sitzposition auf den viel Halt bietenden Sportsitzen und der breiten Mittelkonsole mit dem kurzen Schalthebel förmlich in das Fahrzeug integriert. Der Mk II mit seinen weichen, bequemen Ledersitzen war davon weit entfernt …

Carsten van Zanten