Vier kompakte Familienvans im Vergleichstest

Ford C-MAX - Mazda 5 - Renault Scénic - VW Touran

Sie sind gern in Gesellschaft unterwegs? Dann sind Sie hier richtig. Als Kind- und Kegel-Transporter streiten sich die Van-Neulinge Ford C-MAX und Mazda 5 mit VW Touran und Renault Scénic um die Publikumsgunst

KOMPAKTE FAMILIENVANS IM TEST
Vans sind im Ursprungsland USA etwas aus der Mode gekommen. „Soccer mum-cars“ (Fußballer- Mutti-Autos) heißen sie inzwischen vielerorts etwas abwertend – in Anspielung auf ihre Nutzung für familiäre Transportaufgaben, etwa wenn Muttern den Nachwuchs zum Fußballplatz kutschiert. „Na und?“, entgegnet der pragmatische Europäer mit Recht und freut sich über die Vielseitigkeit dieser Fahrzeuge, die sich hierzulande ordentlich verkaufen. Wer Praxistauglichkeit höher schätzt als Prestige, liegt mit einem Kompaktvan also genau richtig.

Karosserie

Über Platzmangel muss in Modellen dieser Gattung niemand klagen. Da machen der neue Ford C-MAX (4,38 Meter), der technisch auf dem Focus der dritten Generation basiert, und der mit 4,58 Metern längste Testkandidat Mazda 5 keine Ausnahme. Er ist der einzige, der sieben Sitze serienmäßig mitbringt. Ford- und Renault-Kunden müssen andere Karosserien wählen (Grand CMAX, Grand Scénic), wenn so viele Personen Platz finden sollen. VW verlangt für zwei Zusatzsitze im Touran 705 Euro extra. Trotz seiner üppigen Abmessungen hat der Japaner das geringste Kofferraumvolumen (426 bis 1.485 Liter), mit 594 Kilogramm aber die höchste Zuladung. Der Blick in den VW-Laderaum zaubert dem Fahrer auf dem IKEA-Parkplatz ein Lächeln aufs Gesicht: 695 bis 1.989 Liter fasst der Touran – der Spitzenwert in diesem Quartett (Zuladung: 548 kg). Hierzu ist allerdings die Demontage der drei längs verschiebbaren Einzelsitze in der zweiten Reihe nötig. Dies gestaltet sich im Ford, der nur 437 kg an Bord nehmen darf, als eine etwas fummelige Angelegenheit. Dafür lässt sich der Kölner nach Ausbau des mittleren hinteren Sitzes und Zusammenschieben der beiden äußeren als Viersitzer mit gewachsener Ellbogenfreiheit nutzen. Auch der Mazda kann sich in einen Viersitzer verwandeln: Dazu verschwindet das Sitzpolster des mittleren Platzes im linken Fondsitz. In Sachen Variabilität wiederum punktet der Renault (Ladekapazität 417 kg) mit einer serienmäßig klappbaren Beifahrersitzlehne.

Die Innenräume der vier Testkandidaten sind durch die Bank recht wohnlich gestaltet, doch fallen im Mazda 5 stark riechende Kunststoffe und eine nicht besonders hochwertige Dachverkleidung auf. Der C-MAX ist ordentlich verarbeitet, auch wenn hier und da reichlich Hartplastik zum Einsatz kommt. Den hochwertigsten Eindruck hinterlassen Renault und VW.

KarosserieMax. PunkteVW Touran 1.4 TSIRenault Scénic TCe 130Ford C-Max 1.6 EcoBoostMazda 5 2.0 DISI i-stop
Raumangebot vorn10072757474
Raumangebot hinten10070767576
Übersichtlichkeit7046444445
Bedienung/ Funktion10092888690
Kofferraumvolumen10079515041
Variabilität10083756580
Zuladung/ Anhängelast8046283139
Sicherheit15090858178
Qualität/ Verarbeitung200180178170168
Kapitelbewertung1000758700676691
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Inhaltsübersicht

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0-100 km/h in 9.60s

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