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Sportwagen: Audi RS 5 gegen Nissan GT-R im Vergleichstest

Audi RS 5 und Nissan GT-R

Fahrdynamik

Mit jeweils knapp 1,8 Tonnen Leergewicht sind Nissan GT-R und RS 5 keine schlanken Athleten, trotzdem zeigen sie sehr unterschiedliche querdynamische Qualitäten. Wo der Nissan noch wie auf Schienen um die Ecke fliegt, schiebt der Audi schon über die Vorderräder gen Kurvenausgang. Im Verhältnis zum hohen Gewicht, das auf seiner Vorderachse lastet (1.041 kg), ist er trotzdem erstaunlich agil. Dennoch: Gegen den GT-R ist in diesem Vergleich auf dem 3,8 Kilometer langen Handlingparcours kein Kraut gewachsen.

In 1:35,6 Minuten schießt er über das kurvige Asphaltband – ganze 5,6 Sekunden schneller als der Audi RS 5. Der Japaner profitiert zum einen von seiner Bauweise (Motor hinter der Vorderachse, Getriebe vor der Hinterachse), die eine ausgewogenere Gewichtsverteilung bewirkt, zum anderen von seiner variablen Kraftverteilung. Im normalen Fahrbetrieb werden an Vorder- und Hinterachse jeweils 50 Prozent der Kraft geleitet, im Extremfall muss die Hinterachse aber mit dem gesamten Antriebsmoment allein zurechtkommen.

Ein weiterer Helfer bei der Zeitenjagd sind die semislickartigen Reifen, die erlauben, dass man sehr früh wieder voll aufs Gas steigen kann. Man meint, die Gesetze der Physik gelten nicht mehr. Auch die Slalomdisziplin durcheilt der GT-R 2,1 km/h schneller als der Audi, in der beide Sportler übrigens mit abgeschalteten Fahrdynamikregelungen antreten müssen. Lastwechselreaktionen zeigen die Kontrahenten kaum. Erst wenn man den Audi RS 5 provoziert, übersteuert er, lässt sich aber spielend einfach im Drift halten – bis ihn der Allradantrieb wieder auf Kurs bringt. Der Nissan bleibt stur in seiner Spur, kleine Quersteher bügelt er von selbst aus.

Beim Bremsen liegen die Rivalen Kopf an Kopf: Mit kalten Karbon-Keramik-Scheiben (6.000 Euro) steht der Audi nach 33,9 Metern – und gut einen Meter vor dem Nissan. Dessen Stahlbremsen scheinen allerdings nach hohen Temperaturen zu lechzen und bringen den Japan-Renner warm schon nach 32,3 Metern zum Stehen (Audi: 32,8 Meter). Dieses Kapitel entscheidet der GT-R also klar für sich. Nur beim Geradeauslauf muss er Kritik einstecken, denn im normalen Straßenverkehr tanzt er nervös jeder Spurrille nach. Je schneller die Fahrt aber geht, desto ruhiger liegt die Nissan-Fahrmaschine.

FahrdynamikMax. PunkteAudi RS 5Nissan GT-R
Handling150108129
Slalom1008495
Lenkung1009095
Geradeauslauf503530
Bremsdosierung252223
Bremsweg kalt15011199
Bremsweg warm150122127
Traktion1008588
Fahrsicherheit150140143
Wendekreis25104
Kapitelbewertung1000807833
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Umwelt & Kosten

Wer sich einen 80.000 Euro teuren Sportwagen zulegt, für den spielen die Nebenkosten nur eine kleine Rolle. Tatsächlich liegen Audi und Nissan in diesem Kapitel auf einem Niveau. Der GT-R heimst viele Punkte mit seiner umfangreichen Serienausstattung ein, er muss aber alle 10.000 Kilometer/sechs Monate zum Ölwechsel. Der RS 5 profitiert von den deutlich günstigeren  Versicherungseinstufungen.

Kosten / umweltMax. PunkteAudi RS 5Nissan GT-R
Bewerteter Preis6756659
Wertverlust5065
Ausstattung251725
Multimedia50--
Garantie/Gewährleistung502833
Werkstattkosten2000
Steuer1076
Versicherung40208
Kraftstoff551917
Emissionswerte258185
Kapitelbewertung1000244238
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi RS 5

PS/KW 450/331

0-100 km/h in 4.50s

Allradantrieb, permanent, 7-Gang-Doppelkupplung

Spitze 250 km/h

Preis 77.700,00 €

Nissan GT-R

PS/KW 485/357

0-100 km/h in 3.80s

Allradantrieb, permanent, 6-Gang-Doppelkupplung

Spitze 310 km/h

Preis 83.500,00 €