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Fahrbericht VW Sharan 2015: Familienfreund mit Feinschliff

Familienfreund mit Feinschliff

Fahrbericht: Mit dem Facelift erhält der VW Sharan 2015 den letzten Feinschliff. Wir sind den Familien-Freund bereits gefahren

VW beweist ein Herz für große Familien und Firmenfahrer mit Gruppenzwang. Denn kurz bevor die Niedersachen den neuen Touran an den Start bringen, frischen sie jetzt den großen Bruder Sharan auf: Mit ein bisschen frischer Schminke, sparsameren Motoren, intelligenteren Assistenten und neuen Infotainment-Systemen für den Familien-Van mit bis zu sieben Sitzen buhlen sie um Pampersträger genauso wie um Business-Kunden. Der Verkauf startet Mitte Juli und zumindest der Grundpreis von 32.000 Euro ändert sich bei der Modellpflege nicht.

Fahrbericht VW Sharan 2015: Familienfreund mit Feinschliff

Von außen nur an neuen Leuchten und geänderten Felgen zu erkennen, bieten die Niedersachsen den Raumkreuzer mit fünf Motoren an, die jetzt alle auf die Euro6-Norm getrimmt wurden, weniger Durst und zum Großteil auch mehr Leistung haben. Wer aufs Geld schaut, der kann sich bei den drei 2,0-Liter-Dieseln von 115 bis 184 PS auf Normwerte von 5,0 bis 5,7 Litern freuen, und wer auch am Steuer einer Familienkutsche ein bisschen Spaß haben will, der bekommt jetzt neben dem 150 PS-TSI einen neuen Top-Benziner mit immerhin 220 PS und soliden 350 Nm.

Grundsätzlich gekoppelt mit einer sechsstufigen Doppelkupplung reicht das für eine ausgesprochen entspannte und überraschend leise Fahrt auf der Autobahn und wenn’s sein muss für bis zu 226 km/h. Dass es die Entwickler dabei durchaus ernst meinen mit der Freude am Fahren, merkt man an einem kleinen Schalter in der Mittelkonsole: Denn auch der Sharan hat ein adaptives Fahrwerk und marschiert deshalb auf Knopfdruck in einer spürbar bestimmteren Gangart.

Neben den Antrieben haben die Niedersachsen vor allem die Assistenzsysteme auf Vordermann gebracht und den Van so für die Langstrecke gerüstet. So gibt es neben der serienmäßigen Multi-Kollisionsbremse nun endlich auch für die Großraumlimousine einen Tempomat mit Abstandsregelung, eine automatische Notbremse und eine elektrische Parkbremse. Und wer die Fuhre beim Parken bislang zu unhandlich fand, der kann sich jetzt von der dritten Generation des Parkpiloten in die Lücke bugsieren lassen.

Außerdem gibt es eine neue Infotainment-Generation, die vor allem für die Smartphone-Integration optimiert ist: Egal ob Android-Auto, AppleCarPlay oder Mirror-Link – man muss nur noch sein Handy anstöpseln und surft Sekunden später auch auf dem großen Touchscreen über die vertraute Bedienoberfläche, navigiert mit den Karten von Google und Apple oder plaudert mit Siri & Co. Das App-Connect genannte System funktioniert reibungslos und ist mit einem Aufpreis von rund 200 Euro viel billiger als eine normale Navigation, hat aber einen entscheidenden Haken: Sobald man sie nutzt, ist die einzige USB-Buchse im Cockpit vergeben und die Mitfahrer suchen verzweifelt nach Anschluss.

Thomas Geiger