Chevrolet Cruze Station Wagon 1.7 D im Test

Chevrolet Cruze Station Wagon 1.7 D

Chevrolet erweitert die Cruze-Reihe um einen flotten Kombi. Auch der 130 PS starke 1,7-Liter-Diesel ist neu im Programm. Exklusiver Test

Eckdaten
PS-kW131 PS (96 kW)
AntriebVorderrad, 6 Gang manuell
0-100 km/h10.20 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit200 km/h
Preis23.090,00 €
Autos für jeden – auf diese griffige Formel lässt sich die Strategie der Marke Chevrolet bringen, der größten im Riesenreich von General Motors. Exakt auf die Ansprüche der alten Welt zugeschnitten ist die Baureihe Cruze, die es bislang als fünftüriges Schrägheck und als Stufenhecklimousine gibt.

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Ab Juli wird der kompakte Fronttriebler auch als Kombi erhältlich sein. Parallel zum Marktstart des fünfsitzigen, nach Art des Hauses als „Station Wagon“ geführten Frachters erhält der bis dato weltweit über 1,3 Millionen Mal verkaufte, auf der GM-Konzernplattform Global Delta (Opel Astra) basierende Golf-Gegner ein leichtes Facelift.

Modifizierte Scheinwerfer und sportlicher modulierte Stoßfänger kennzeichnen den neuen Jahrgang. Ebenfalls neu im Programm ist der aus den Opel-Modellen Corsa, Meriva und Astra bekannte 130 PS starke 1,7-Liter-Turbodiesel, der unterhalb des einzigen bislang angebotenen Diesels (2,0-Liter, 163 PS) rangiert.

Wer das schiere Ladevolumen sucht, wird vom neuen Chevrolet Cruze Station Wagon nicht enttäuscht. In der Standardkonfiguration ist das Frachtabteil 1024 Millimeter lang und schluckt glatte 500 Liter. Wird die asymmetrisch geteilte Rücksitzlehne umgelegt, wächst das Volumen auf 1.478 Liter. Damit liegt der knapp 4,68 Meter lange Kombi gleichauf mit dem VW Golf Variant (505 bis 1.495 Liter).

Im Bedarfsfall nimmt der Cruze auch größeres Gut an den Haken: Gebremst darf der Kombi bis zu 1,2 Tonnen schleppen. Für jeden Kombi-Fan ein Muss ist die stabile Dachreling. Sie ist beim Chevy serienmäßig montiert. Im ersten Test macht der Neuzugang eine gute Figur.

Die im Innenraum verbauten Materialien wirken größtenteils griffsympathisch und sind routiniert verarbeitet. Ein leichtes Knarzen des Fahrersitzes ist zu monieren, und auch die Türen dürften eine Spur satter ins Schloss fallen. Ansonsten gibt der Chevrolet keinen ungebührlichen Mucks von sich.

DER NEUE 1,7-LITER-TURBODIESEL HAT MIMM UND WENIG DURST
Der neue 1,7-Liter-Diesel mobilisiert ein sehr ordentliches Drehmoment von maximal 300 Newtonmetern und liefert entsprechend kräftigen Schub. In Verbindung mit dem leichtgängigen, sauber abgestuften Sechsgang-Schaltgetriebe und der direkt ausgelegten elektrischen Lenkung lässt sich der unbeladen 1,4 Tonnen schwere Kombi erfreulich flink bewegen.

Das Fahrverhalten des Chevrolet Cruze Station Wagon erweist sich in der Praxis als problemlos und wird dem „Jedermann“-Anspruch der Marke gerecht. Der erste Testwagen überzeugt zudem mit standfesten Bremsen und munteren Fahrleistungen. Auch der relativ niedrige Testverbrauch steht auf der Habenseite. Mit nur 5,4 Liter Diesel auf 100 Kilometern übersteigt die 1,7-Liter Version die EU-Angabe um moderate 0,9 Liter.

Den 1,7-Liter-Diesel gibt es in Verbindung mit der zweithöchsten Ausstattungslinie LT+. Im Preis von 23.090 Euro enthalten sind nützliche Dinge wie eine Rückfahrkamera, Klimaautomatik, Tempomat, ein Navi-Audio-System und das elektronische Stabilitätsprogramm ESC (ESP). Als günstigste Version empfiehlt sich der 124 PS starke 1,6-Liter-Benziner, den es bereits für 15.990 Euro gibt.
Stefan Miete

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Chevrolet Cruze Station Wagon 1.7 D im Test

Chevrolet Cruze Station Wagon 1.7 D

PS/KW 131/96

0-100 km/h in 10.20s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 200 km/h

Preis 23.090,00 €