Ratgeber: Tipps gegen den frühen Batterie-Tod im Winter Batterie-Pflege im Winter

28.12.2013

Auch moderne Autobatterien sind sehr temperaturempfindlich. Fällt das Thermometer im Winter unter Null, verlangsamen sich die chemischen Prozesse in einer Blei-Säure-Batterie. Die Folge: Der Akku stellt weniger Energie bereit

Bei alten und ohnehin schwachen Starterbatterien reicht das mitunter nicht mehr, um den Motor anzulasssen. Auf müdes Orgeln folgt dann der frühzeitige Batterie-Tod. Tipps wie "bei Frost vor dem ersten Startversuch die Beleuchtung einschalten, um die Batterie vorzuwärmen" oder "eine Zündkerze herausschrauben, um die Motorkompression zu verringern" gehören ins Reich der Legenden und taugen nichts. Sie verschlimmern die Situation allenfalls.

 

Ratgeber: Tipps gegen den frühen Batterie-Tod im Winter

Besser und erfolgreicher ist es, das Auto oder nur die Batterie im Warmen abzustellen. Wenn das nicht möglich ist, reicht oft auch eine Temperaturzufuhr per heißer Wärmflasche. Es kann genügen, diese zehn Minuten vor dem Motorstart auf die Batterie zu legen, um den Startvorgang erfolgreich „anzuheizen“.

Wichtig ist – gerade bei kalten Außentemperaturen – den Blei-Säure-Akku möglichst in einem guten Ladezustand zu halten. Wird das Auto hauptsächlich im Kurzstreckenverkehr  benutzt und muss es häufige Kaltstarts über sich ergehen lassen, dann empfiehlt sich eine zusätzliche Nachladung mit Hilfe eines Ladegerätes an der 230-Volt-Steckdose. Es gibt inzwischen Geräte, die eine sogenannte Erhaltungsfunktion haben und sich über eine Batterie-Schnell-Kupplung oder den Zigarettenanzünder anschließen lassen. Bei letzterem ist allerdings zu überprüfen, ob sie auch bei abgeschalteter Zündung funktioniert. Bei vielen Neufahrzeugen ist dies nicht der Fall.

Bei Batterien, die wenig gepflegt sind oder zu selten nachgeladen wurden, setzt ein schleichender Alterungs-Prozess ein. Fachleute sprechen vom Sulfatieren. Dabei bilden sich aus dem Elektrolyten, einer schwefligen Säure, Salze – so genannte Blei-Sulfat-Kristalle. Diese verkrusten die Bleiplatten und beeinträchtigen die Funktion.

Abhilfe kann ein Regenerieren der Batterie durch Desulfatisierung schaffen. Dabei werden durch Megapulse-Geräte mit hochfrequent gepulsten Ladestrom-Schwingungen die Kristallstrukturen der Salzablagerungen gelöst. Wie das praktisch funktioniert, wird derzeit auch im Fuhrpark der AUTO ZEITUNG-Redakteure erprobt. Erste Ergebnisse: Längst tot geglaubte Batterien ließen sich durch Regenerations-Ladung wiederbeleben und sollen jetzt beweisen, wie sie im Alltag mit winterlichen Temperaturen klarkommen.

Holger Ippen

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