Audi Rückruf (November 2017): V6/V8-TDI (Diesel) Audi ruft weitere 5000 Diesel zurück

von AUTO ZEITUNG 02.11.2017
Inhalt
  1. November 2017: Audi ruft V6/V8-TDI zurück
  2. 2014: Airbagfehler bei Audi A4 B8
  3. 2014: Audi-Rückruf wegen Bremsen

Audi will in einem freiwilligen Rückruf europaweit insgesamt 850.000 Fahrzeuge mit Diesel nachbessern, im November rufen die Ingolstädter weitere 5000 Dieselautos in die Werkstatt. Aufgrund erhöhter Abgaswerte bei Audi-Modellen mit Dieselmotoren ordnete das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) den Pflicht-Rückruf an.

Audi ruft weitere 5000 Dieselautos mit unzulässiger Abgas-Abschalteinrichtung zurück. Das Unternehmen habe den Sachverhalt selbst festgestellt und dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gemeldet. Das Amt habe daraufhin den Rückruf angeordnet, sagte ein Audi-Sprecher am Donnerstag, 2. November 2017. Betroffen ist das Flaggschiff von Audi, der A8 mit TDI-Achtzylinder-Motor und Euro-6-Zulassung. Die betroffene Baureihe wurde von 2013 bis August 2017 gebaut. Das Software-Update dauere in der Werkstatt eine halbe Stunde und sei für die Kunden kostenlos, sagte der Audi-Sprecher. Mit dem Update soll die Abgasreinigung beim Start des kalten Motors beschleunigt und der Stickoxid-Ausstoß gesenkt werden. Die Software werde nach einer sogenannten Wintererprobung voraussichtlich im ersten Quartal 2018 zur Verfügung stehen und nach Genehmigung durch das KBA zügig aufgespielt. Die Wintererprobung soll sicherstellen, dass Verbrauch und Fahrverhalten nicht schlechter werden. 

Rückruf für Audi A3/S3 Limousine im Video:

 
 

November 2017: Audi ruft V6/V8-TDI zurück

Audi überprüft seit einem Jahr systematisch alle Motor- und Getriebevarianten auf unzulässige Abschalteinrichtungen und hatte bereits im Juli 2017 die Nachrüstung von 850.000 Autos der Marken Audi, Porsche und Volkswagen mit V6- und V8-TDI-Motoren in Europa angeboten. Hintergrund des Rückrufs ist eine Anfang Juni 2017 vom Ministerium publik gemachte Kombination von Motor und Getriebe. Zwei Modelle können demnach am Lenkwinkel erkennen, dass sie auf einem Prüfstand stehen und die Abgasreinigung dann voll aktivieren - während die Wagen im normalen Straßenbetrieb mehr Schadstoffe ausstoßen. Das KBA stuft dies als unzulässig ein.

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2014: Airbagfehler bei Audi A4 B8

Wegen eines möglichen Softwarefehlers an den Airbags ruft Audi allein in Deutschland etwa 150.000 Fahrzeuge in die Werkstatt. Es handelt sich um einen der größten Rückrufe in der Geschichte der VW-Tochter. Wegen eines Softwarefehlers lösen womöglich die Frontairbags der ab Frühjahr 2012 gebauten Facelift-Modelle bei einem Unfall nicht aus. Betroffen seien Autos, die seit der neuen Version des Audi A4 (B8) im Jahr 2012 bis Mitte Oktober 2014 gebaut wurden. Die Probleme seien bei internen Kontrollen aufgefallen, sagte der Audi-Sprecher. Alle Besitzer betroffener Fahrzeuge würden nun über das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angeschrieben. "Für den Kunden ist das eine halbe Stunde Aufenthalt in der Werkstatt", sagte der Sprecher.

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2014: Audi-Rückruf wegen Bremsen

Audi ruft weltweit rund 70.000 Autos wegen möglicher Probleme mit der Bremskraftverstärkung in die Werkstätten. Betroffen von der Audi-Rückruf-Aktion sind Modelle der Reihen A4, A5, A6, A7, Q5, Q7, die zwischen März und Dezember 2012 gebaut wurden und mit einem Dreiliter-Dieselmotor ausgestattet sind, wie ein Sprecher der VW-Tochter sagte. Schlimmstenfalls könne wegen des Fehlers ein wenig Öl in den Bremskraftverstärker gelangen. "Die Autos können zwar weiterhin gebremst werden, es ist aber ein deutlich höherer Druck auf das Bremspedal notwendig." Kunden könnten ihre Fahrzeuge jedoch bis zum Austausch des betroffenen Teils weiter fahren, die Aktion dauere etwa eine halbe Stunde und sei kostenlos.

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