Audi Rückruf (Juli 2017): V6/V8-TDI (Diesel) 850.000 Diesel-Audi zurückgerufen

von AUTO ZEITUNG 21.07.2017
Inhalt
  1. Juli 2017: Audi ruft V6/V8-TDI zurück
  2. Juni 2017: KBA ordnet Audi-Rückruf an
  3. 2014: Airbagfehler bei Audi A4 B8
  4. 2014: Audi-Rückruf wegen Bremsen

Audi will in einem freiwilligen Rückruf europaweit insgesamt 850.000 Fahrzeuge mit Diesel nachbessern. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ordnete zuvor bereits einen Pflicht-Rückruf bei Audi an: Es waren erhöhte Abgaswerte bei Audi-Modellen mit Dieselmotoren festgestellt worden!

Nachdem die Ermittlungen zum Diesel-Skandal aktuell wieder Aufwind bekommen und Audi in den letzten Wochen massiv in die Kritik geriet, ordnen die Ingolstädter jetzt einen freiwilligen Rückruf an. Nachdem auch Mercedes und BMW angekündigt hatten Diesel-Fahrzeuge der Euro 5- und Euro 6-Norm freiwillig nachzurüsten, zitiert nun auch Audi insgesamt 850.000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Von dem Rückruf betroffen sind Diesel, die mit Sechs- oder Achtzylinder-Motoren (V6/V8) ausgestattet sind, die der Abgasnorm Euro5 oder Euro 6 entsprechen. Bei der Nachbesserung erhalten die Wagen ein Software-Update, der Service ist für die Kunden kostenfrei. Der Rückruf gilt auch für baugleiche Motoren der Marken VW und Porsche. Die Kunden von Audi werden in den kommenden Wochen über den Rückruf informiert.

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Juli 2017: Audi ruft V6/V8-TDI zurück

Nach der Entdeckung neuer auffälliger Abgaswerte bei Audi läuft das Verfahren für die Umrüstung von 24.000 Diesel-Wagen an. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ordnete einen Pflicht-Rückruf an, wie das Bundesverkehrsministerium am Donnerstag, 15. Juni 2017, mitteilte. Die dafür nötigen Unterlagen und Daten seien vom VW-Konzern eingegangen. Bis Freitag, 16. Juni 2017, muss Audi einen konkreten Umsetzungsplan vorlegen, der vom KBA geprüft wird. Eine Freigabe der Umrüstung werde es dann geben, wenn sich das Amt von der Wirksamkeit überzeugt habe, hieß es. Angesichts des VW-Abgasskandal gibt es bereits für 2,4 Millionen Fahrzeuge des Konzerns einen Pflicht-Rückruf.

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Juni 2017: KBA ordnet Audi-Rückruf an

Hintergrund des weiteren Rückrufs bei Audi ist eine Anfang Juni vom Ministerium publik gemachte Kombination von Motor und Getriebe. Zwei Modelle können demnach am Lenkwinkel erkennen, dass sie auf einem Prüfstand stehen und die Abgasreinigung dann voll aktivieren - während die Wagen im normalen Straßenbetrieb mehr Schadstoffe ausstoßen. Das KBA stuft dies als unzulässig ein. Es geht um 24.000 Oberklasse-Modelle der Typen Audi A8 und A7 mit V6- und V8-Dieselmotoren, die von 2009 bis 2013 hergestellt wurden. Audi hatte angekündigt, der Rückruf beginne voraussichtlich im Juli. Davon seien 14.000 Autos in Deutschland zugelassen, der Rest in anderen europäischen Ländern.

 

2014: Airbagfehler bei Audi A4 B8

Wegen eines möglichen Softwarefehlers an den Airbags ruft Audi allein in Deutschland etwa 150.000 Fahrzeuge in die Werkstatt. Es handelt sich um einen der größten Rückrufe in der Geschichte der VW-Tochter. Wegen eines Softwarefehlers lösen womöglich die Frontairbags der ab Frühjahr 2012 gebauten Facelift-Modelle bei einem Unfall nicht aus. Betroffen seien Autos, die seit der neuen Version des Audi A4 (B8) im Jahr 2012 bis Mitte Oktober 2014 gebaut wurden. Die Probleme seien bei internen Kontrollen aufgefallen, sagte der Audi-Sprecher. Alle Besitzer betroffener Fahrzeuge würden nun über das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angeschrieben. "Für den Kunden ist das eine halbe Stunde Aufenthalt in der Werkstatt", sagte der Sprecher.

 

2014: Audi-Rückruf wegen Bremsen

Audi ruft weltweit rund 70.000 Autos wegen möglicher Probleme mit der Bremskraftverstärkung in die Werkstätten. Betroffen von der Audi-Rückruf-Aktion sind Modelle der Reihen A4, A5, A6, A7, Q5, Q7, die zwischen März und Dezember 2012 gebaut wurden und mit einem Dreiliter-Dieselmotor ausgestattet sind, wie ein Sprecher der VW-Tochter sagte. Schlimmstenfalls könne wegen des Fehlers ein wenig Öl in den Bremskraftverstärker gelangen. "Die Autos können zwar weiterhin gebremst werden, es ist aber ein deutlich höherer Druck auf das Bremspedal notwendig." Kunden könnten ihre Fahrzeuge jedoch bis zum Austausch des betroffenen Teils weiter fahren, die Aktion dauere etwa eine halbe Stunde und sei kostenlos.

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