Neuer Audi A1 quattro 2012 im Test Audi A1 quattro

04.06.2012

Man nehme den VW GTI-Motor, spendiere ihm mehr PS und lasse die Kraft an alle vier Räder: Fertig ist der Sportwagenschreck A1 quattro

Eckdaten
PS-kW256 PS (188 kW)
AntriebAllradantrieb, permanent, 6 Gang manuell
0-100 km/h5.6 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit245 km/h
Preis49.900,00€

Wow, 14 Lautsprecher und 465 Watt. Egal, aus damit! Gegen das 1984 Kubikzentimeter große Power-Paket mit 256 PS unter der Haube des Audi A1 quattro hat die Bose-Endstufe eh keine Chance – und das ist auch gut so. Denn dieser A1 spielt die Musik über zwei zehn Zentimeter dicke Endrohre am Heck, die ab 3000 Touren herrlich dröhnen. Doch das im Farbton „Gletscherweiß Metallic“ lackierte Energiebündel macht nicht nur auf dicke Hose, es kann auch was – und zwar erschrecken.

Oder haben Sie schon mal einen A1 mit Tempo 245 über die Autobahn jagen sehen? Also aufgepasst, liebe Limousinenfahrer. Allerdings muss man den kleinsten quattro dabei immer an der kurzen Leine halten. Schon beim starken Beschleunigen zerren die Vorderräder nach rechts und links – trotz Allradantriebs.

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Und ab Tacho 180 offenbart der Ingolstädter abermals sein wildes Temperament, indem er jeder noch so schmalen Spurrille nachrennt. Zwar soll der steil stehende Dachspoiler für mehr Stabilität an der Hinterachse sorgen, trotzdem entlastet das Heck beim starken Abbremsen aus hohen Geschwindigkeiten spürbar.

DER PERFEKTE UNDERDOG
Der auf 333 Exemplare limitierte A1 quattro ist ein reines Spaßmobil, das auf 100 Kilometern locker elf Liter oder mehr an Super Plus verbrennt und trotz Vollausstattung mit rund 50.000 Euro sündhaft teuer ist. Doch wer einmal das Vergnügen mit ihm hatte, der verzeiht dem Kraftzwerg jeden Fehler. Denn die Rolle des Underdogs spielt er – trotz großer Lufteinlässe, weißer Felgen mit Zentralverschluss-Attrappen und voluminöser Endrohre – perfekt.

Ist der Rundkurs nass, kennt der Mini-Allradler, dem die Hinterachse vom TTS verpasst wurde, kaum Gegner. Die Bridgestone Potenza S001 haften erstklassig, haben aber einen schmalen Grenzbereich. Den erfährt man bei deaktiviertem ESP jedoch erst, wenn man kurz vor dem Kurven-Scheitelpunkt plötzlich vom Gas geht und damit das Heck provoziert.

Wenn dann der Grip an den Hinterrädern plötzlich abreißt, muss man wieder voll aufs Gas gehen und gleichzeitig gefühlvoll gegenlenken. Automatisch leitet die Lamellenkupplung mehr Kraft an die Vorderräder, sodass der quattro leicht quer stehend aus der Kurve kommt und am Ausgang wieder gerade steht.

Auf trockenem Asphalt hingegen untersteuert der stärkste A1 am Limit vorhersehbar und macht – abgesehen vom leicht tänzelnden Heck beim Verzögern – keine Sperenzchen. Drifts sind hier nur mit brutaler Fahrweise möglich. Auf der Autobahn stört die elektrohydraulische Lenkung mit einem leichten Totpunkt um die Mittellage, und die Gänge zwei, vier sowie sechs verlangen etwas Gefühl beim Einlegen.

Knapp über 34 Meter Bremsweg aus Tempo 100 sind sportlich, das Gewicht mit 1.419 Kilo allerdings nicht. Trotzdem sprintet der Audi A1 quattro im Fahrbericht im Test schneller als Audi verspricht und kratzt mit etwas Anlauf an der Tacho-Marke 265. Das reicht völlig aus, um deutlich potenteren Autos das Heck zu zeigen.
Paul Englert

Technische Daten
Motor 
Zylinder4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbolader, Direkteinspritzung
Hubraum1984
Leistung
kW/PS
1/Min

188/256
6000 U/min
Max. Drehmom. (Nm)
bei 1/Min
350
2500 - 4500 U/min
Kraftübertragung 
Getriebe6 Gang manuell
AntriebAllradantrieb, permanent
Fahrwerk 
Bremsenv: innenbelüftete Scheiben
h: Scheiben
Bereifungv: 225/35 R 18
h: 225/35 R 18
Messwerte
Gewichte (kg) 
Leergewicht (Werk)1419
Beschleunigung/Zwischenspurt 
0-100 km/h (s)5.6
Höchstgeschwindigkeit (km/h)245
Verbrauch 
Testverbrauch11.2l/100km (Super Plus)
EU-Verbrauch8.6l/100km (Super Plus)
Reichweitek.A.
Abgas-Emissionen 
Kohlendioxid CO2 (g/km)199

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