Zweitwagen-Versicherung: So klappt es günstig Bei Zweitwagen-Versicherung sparen

von AUTO ZEITUNG 09.10.2017
Inhalt
  1. Zweitwagen-Versicherung: Sparen bei der SF-Klasse
  2. So sparen Fahranfänger mit der Zweitwagen-Versicherung
  3. Zweitwagen-Versicherung: Änderung der SF-Klasse?
  4. Zweitwagen nur beim gleichen Anbieter versichern?
  5. Muss Versicherungsnehmer auch Fahrzeughalter sein?
  6. Erstwagen-Versicherung nach Zweitwagen-Unfall teurer?

Ein zweites Auto kann die Haushaltskasse stark belasten. Wir zeigen, wie die Zweitwagen-Versicherung möglichst günstig ausfällt.

Ob für den Ehepartner, den Fahranfänger-Nachwuchs oder einfach zum Herumkutschieren am Wochenende: So mancher Autobesitzer steht vor der Frage, wie er seinen Zweitwagen am besten versichern sollte. Schließlich kann die Police für ein zusätzliches Fahrzeug extrem teuer werden. Wer sich zum ersten Mal mit einer Zweitwagen-Versicherung beschäftigt, erlebt oft eine böse Überraschung: Der neue Kleinwagen ist teuer als der große Familienkombi, dabei hatte man eigentlich erwartet Geld zu sparen. Dass die Zweitwagenversicherung so teuer ist, liegt daran, dass viele Anbieter die Besitzer von Zweitautos wie Fahranfänger behandeln – sie weisen ihnen eine neue und damit niedrige Schadenfreiheitsklasse (SFK) zu. Wer einen Zweitwagen versichert, fängt hier in der Regel wieder bei SFK 0 an – egal, wie viele Jahre er mit seinem Erstwagen schon unfallfrei unterwegs ist. Einige Anbieter stufen den Zweitwagen auch bei SFK ½ ein, aber in den letzten Jahren ist etwas Bewegung in die Zweitwagen-Einstufung gekommen: Die meisten Versicherungen bieten mittlerweile eine verbesserte Regelung an. Je nach Höhe der Erstwagen-Einstufung können Kunden mit ihrem neuen Auto in den Klassen zwei bis fünf starten. Einige wenige Versicherungen wie beispielsweise die Admiral Direkt oder die Direct Line haben dagegen komplett mit der teuren Einstufungs- Praxis bei der Zweitwagen-Versicherung gebrochen: Sie ordnen den Zweitwagen in der gleichen Schadenfreiheitsklasse ein wie das erste Auto.

Bei Beiträgen für Kfz-Versicherung sparen (Video):

 
 

Zweitwagen-Versicherung: Sparen bei der SF-Klasse

Interessenten sollten sich zunächst bei der Versicherung ihres Erstfahrzeugs erkundigen. Denn verbesserte Tarife für die Zweitwagen-Versicherung gibt es bei vielen Assekuranzen allerdings nur, wenn beide Autos bei ihnen versichert sind. Auch der aktuelle Wagen des Partners kann nicht so einfach zum eigenen Zweitwagen umgestuft werden: Bei einigen Versicherungen gelten die Angebote nur für neu angemeldete Fahrzeuge. Außerdem schließen viele Anbieter junge Fahrer von den vergünstigten Zweitwagen-Tarifen aus. Doch gerade bei Fahranfängern lohnt sich die Zweitwagen-Versicherung. Denn sie steigen bei ihrer ersten Kfz-Versicherung in der Regel bei SFK 0 ein. Je nach Anbieter können sie beim Zweitwagen aber schon bei Stufe ½ einsteigen, sodass bis zu 20 Prozent gespart werden könnten. Wichtig ist: Das Kind als weiteren Fahrer unbedingt angeben, wenn ihr Auto bei den Eltern als Zweitwagen versichert wird – selbst wenn Vater oder Mutter bei der SFK ganz von vorn anfangen müssen. Wird an dieser Stelle getäuscht, kann die Versicherung im Ernstfall die Zahlung verweigern.

 

So sparen Fahranfänger mit der Zweitwagen-Versicherung

Für Fahranfänger ist es meist von Vorteil, die Kfz-Versicherung über einen Elternteil laufen zu lassen. Sie profitieren auf diese Weise bei Kfz-Haftpflicht und Vollkaskoversicherung von deren unfallfreien Jahren. Obwohl Junior das Auto womöglich bezahlt hat, sind die Eltern als Halter und der Führerscheinneuling lediglich als Fahrer eingetragen. Nach den ersten Jahren ohne Unfall ist es für den Fahranfänger aber ratsam, das Auto auf den eigenen Namen laufen zu lassen, um direkt von den Schadenfreiheitsrabatten zu profitieren. Die bis dato erreichte SF-Klasse bei der Zweitwagen-Versicherung kann dann übertragen werden, sofern nachgewiesen wird, dass das Auto überwiegend vom Fahranfänger genutzt wurde. Bei der Wahl der Kfz-Versicherung ist ein gründlicher Vergleich von Vorteil, um das individuell günstigste Angebot herauszufinden. Die diversen Vergleichsportale im Internet bieten nach Beendigung der Suche gleich den Abschluss einer Police an. Jeder Interessent lässt sich aber zunächst lieber ein unverbindliches Angebot unterbreiten, um die Konditionen in Ruhe zu prüfen. Bei welchen Zweitwagen-Versicherungen besonders viel gespart werden kann, haben wir anhand von drei Beispielen mit dem Vergleichsportal Check24.de ermittelt. Wir zeigen sie in der Bildergalerie. Die wichtigsten Fragen zur Zweitwagen-Versicherung beantworten wir hier:

KFZ-Versicherung Kfz-Versicherung für Fahranfänger
Fahranfänger-Versicherung: So lässt sich sparen  

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Zweitwagen-Versicherung: Änderung der SF-Klasse?

Die Schadenfreiheitsklasse gibt den Rabatt an, den Autobesitzer für jedes Jahr ohne gemeldeten Kaskoschaden bekommen. Steigt die Klasse, sinkt der Beitrag. Muss die Versicherung nach einem Unfall aber zahlen, wird der Fahrer zurückgestuft – der Tarif wird wieder teurer. Das gilt sowohl für die Erst- als auch für die Zweitwagenversicherung.

 

Zweitwagen nur beim gleichen Anbieter versichern?

Eine Pflicht beide Fahrzeuge bei einem Anbieter zu versichern, gibt es nicht. In der Regel ist es aber empfehlenswert die gleiche Versicherung für den Zweitwagen zu wählen, da man so häufig von Rabatten profitieren kann. Oft wird der Zweitwagen beim bisherigen Versicherungsunternehmen nicht in der teuren Klasse 0, sondern ab Klasse ½ eingestuft – vorausgesetzt, der Erstwagen ist ebenfalls mindestens in dieser SF-Klasse versichert. Manchmal kann der Zweitwagen auch in den SF-Klassen 2, 3 oder sogar in derselben Kategorie wie das Erstfahrzeug eingestuft werden. Dafür müssen aber diverse Voraussetzungen erfüllt sein. Sie unterscheiden sich je nach Anbieter und sind manchmal auch verhandelbar:

  • nur der Vertragspartner (oder höchstens noch der Ehepartner) darf das Auto fahren
  • für den Fahrer ist ein Mindestalter vorgeschrieben, meist zwischen 23 und 25 Jahre
  • das Erstauto muss in einer günstigen SF-Klasse eingestuft sein
  • pro Jahr darf nur eine bestimmte Kilometerzahl gefahren werden

Bei einem neuen Anbieter ist die Zweitwagen-Versicherung hingegen oft sehr viel teurer. Schließlich hat das Unternehmen noch nicht durch andere Verträge an dem Kunden verdient und deshalb kaum Anreiz, ihn mit günstigen Konditionen zu locken. Wer mit dem Angebot des ursprünglichen Versicherers für den Zweitwagen nicht zufrieden ist, kann den generellen Wechsel der Kfz-Versicherung erwägen und dabei auf besonders vorteilhafte Bedingungen für das zweite Auto achten.

 

Muss Versicherungsnehmer auch Fahrzeughalter sein?

Versicherungsnehmer und Fahrzeughalter können zwei unterschiedliche Personen sein. Wenn es sich jedoch um dieselbe Person handelt, kann man bei der Zweitwagen-Versicherung oft sparen.

 

Erstwagen-Versicherung nach Zweitwagen-Unfall teurer?

Nein, das ist nicht der Fall. Beide Versicherungsverträge werden isoliert voneinander betrachtet. Wenn mit dem Zweitwagen ein Unfall gebaut wird, wirkt sich das nicht auf die Kosten für den Erstwagen aus. Aber Vorsicht: Manche Versicherer bauen in ihren Verträgen eine Klausel ein, die Erst- und Zweitwagen koppelt, sodass im Schadensfall auch die Beiträge für das Hauptauto steigen.

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