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Fahrradträger-Test: Zehn Fahrradträger im Test

Gefahrgut am Heck

Wie sicher sind Fahrradträger? Wir haben in Ausgabe 14/2007 zehn Heckträger getestet – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen

Zehn Fahrradträger im Test

Urlaubszeit ist Reisezeit, auf den Straßen herrscht Hochbetrieb. Und ganz gleich, ob Singles, Pärchen oder Familien - alle reisen gern mit Sack und Pack, meist müssen auch die Fahrräder mit. Wer hinter einem vollgepackten Auto herfährt, an dessen Heck die Fahrräder im Fahrtwind schwanken, und vielleicht die Stimme aus dem Radio hört, die gerade vor einer verlorenen Ladung warnt, kommt ins Schwitzen - das kann gefährlich werden.

Wie sicher die Urlaubsfracht am Auto klemmt, wollen wir genauer wissen und starten pünktlich zur Urlaubssaison unseren Fahrradträgertest. Die zehn ausgewählten Trägersysteme liegen in der Preisspanne von 229 bis 489 Euro. Als Probanden wählten wir populäre Modelle unter jenen Universalträgern aus, die sich laut Hersteller mit wenigen Handgriffen auf dem Kugelkopf der Anhängezugvorrichtung befestigen lassen. Vorteil: Solche Träger passen unabhängig von Fahrzeugmodell und -marke und lassen sich in aller Regel schnell und unkompliziert montieren. Zusatzstützen, die umständlich mit Blechstreben und dicken Bolzen am Schwanenhals der Anhängerkupplung befestigt werden müssen, sind überholt und gibt es hier nicht.

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Bei allen aktuellen Träger-Modellen soll allein durch eine feste Klemmverbindung am Kugelkopf der nötige Halt erzeugt werden. Erster Unterschied: Während der Twinny Load von Koch Kleeberg, (aus holländischer Produktion) sofort auf den Haken gesetzt werden kann, müssen die Thule, Atera-, Eckla-, Übler- und Votex-Modelle einen Tragbügel zur Rahmen-Arretierung der Fahrräder aufgesetzt bekommen. Je nach Schraubsystem ist das nach drei bis zehn Minuten erledigt. Gut so.

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Beim aluline smily von mft aus Ilshofen müssen wir zusätzlich die Führungsschienen, in denen die Fahrradreifen stehen, anschrauben. Das geht auch noch recht schnell. Dagegen entpuppt sich der Fahrradträger James von Eufab als komplizierter Bastelsatz: Im kompakten Versandkarton finden wir Schrauben, Alu-Profile, Kunststoff-, und Beschlagteile. Nichts passt auf Anhieb, und die Bedienungsanleitung ist eine schlechte Kopie in unverständlichem Deutsch mit viel zu undeutlichen Zeichnungen. Wir empfinden sie als Zumutung, zumal der komplizierte Aufbau des Trägers einer klaren Instruktion bedarf. Anders als bei Billy-Regalen von Ikea wird hier nicht einmal Werkzeug mitgeliefert. Unsere zwei Techniker benötigen für die komplette Erstmontage zwei Stunden und elf Minuten. Das ist deutlich zu viel.

Die Befestigung auf dem Kugelkopf indes funktioniert bei Eufabs Träger gut. Mit wenigen Hebelbewegungen ist eine kraftschlüssige Arretierung hergestellt. Die beste Verbindung zwischen der Kugelaufnahme des Fahrradträgers und der Anhängerkupplung bieten die getesteten Produkte von Übler, Votex, Koch Kleeberg und die beiden Thule-Modelle EuroClassic G5 und EuroWay. Durch einen langen Hebel mit guter Kraftübersetzung lassen sich der Thule G5, der Übler P2 und der Votex-Träger montieren.
Holger Ippen

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