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Zwei Kleine mit Stil

Zwei Kleine mit Stil

Design und Dynamik, das ist die Mischung, auf die Alfa Romeo beim neuen Winzling MiTo setzt und damit klar den kultigen Mini ins Visier nimmt. Im Test die beiden Lifestyle-Zwerge in den Dieselversionen

Wie entstehen eigentlich Modetrends? Klar, in ist, was nachgefragt und gekauft wird. Doch Kaufgelüste müssen ja auch erst einmal geweckt werden. Und genau das ist BMW mit der Neuauflage des Mini par excellence gelungen. Inzwischen erobert bereits die zweite Generation des Retro-Babys beharrlich die Herzen der trendbewussten Kundschaft, ohne dass sich bisher ernstzunehmende Konkurrenz am Horizont abzeichnete.

Bisher. Denn die stilsicheren Karosserieschneider von Alfa Romeo haben mit dem neuen MiTo ein herrlich begehrenswertes Design auf vier Räder gestellt, wie es unter den Kleinwagen derzeit kaum zu finden ist. Die Sichtprüfung hat der jüngste Alfa damit schon mal bestanden, doch hat er tatsächlich das Zeug dazu, den Mini zu gefährden? Zum Schlagabtausch treten die Dieselversionen an: Alfa MiTo 1.6 JTDM 16V mit 120 PS gegen den 110 PS starken Mini Cooper D. Ring frei zur ersten Runde.

Karosserie

Der Alfa ist ein vollwertiger Viersitzer, der Mini einfach nur winzig

Häufig liest man in Kleinwagentests, dass dieses oder jenes Modell so erwachsen wie ein Großer daherkommt, genügend Platz und einen geräumigen Kofferraum bietet und so weiter. Vergessen wir das mal, denn der Mini zählt tatsächlich zu den Kleinsten seiner Spezies. Man rückt halt eng zusammen, arrangiert sich mit der Tür, die sich sanft an die Schulter schmiegt, und genießt dafür die immerhin üppige Kopffreiheit. Ein echter Kleinwagen eben.

Geradezu fürstlich geht es dagegen im Alfa zu, zumindest vorn. Hier zwickt nichts, Fahrer und Beifahrer müssen sich nicht unbedingt innig lieb haben, um Langstrecken konfliktfrei zu bewältigen. Im Fond wird es dann aber auch im MiTo recht eng. Serienmäßig findet man hier eine Zweier-Sitzbank vor. Bestellt man die asymmetrisch klappbare Version (180 Euro), wird der Alfa hinten zum Dreisitzer. Aber nur theoretisch, denn der Platz reicht gerade mal für zwei Erwachsene.

Das kann man von den beiden hinteren Plätzen im Mini – mangels Beinfreiheit und Innenbreite – nicht so ohne weiteres behaupten. Wenigstens fällt hier die Kopffreiheit deutlich größer aus als in der zweiten Alfa-Reihe. So richtig bitter wird’s beim Blick in den Mini-Kofferraum im Format eines großzügigen Briefkastens mit 160 Liter Volumen. Klappt man die beiden Lehnen um, wächst der Laderaum auf 680 Liter. Mit 270 bis maximal 950 Litern geht der Alfa dagegen als voll alltagstauglich durch, zumal sich hier optional nicht nur die Lehne, sondern auch die Sitzfläche asymmetrisch geteilt klappen lässt.

Auch im Innenraum wirkt der neue MiTo deutlich erwachsener, homogener und zudem leichter bedienbar – mit gut ablesbaren Instrumenten (inklusive Öl­standanzeige) und geordneten Schalterfeldern.

Der Mini bleibt ein Spielzeug mit netten Gimmicks wie dem tellergroßen, mittigen, aber schwer ablesbaren Tacho und der verwechselungsträchtigen Kippschalterleiste in der Mittelkonsole. Auch die Verarbeitung und die Sicherheitsausstattung fallen beim Alfa eine Spur erwachsener aus, womit die erste Runde an den Neuling aus Italien geht.

KarosserieMax. PunkteAlfa Romeo MiTo 1.6 JTDM 16VMini Cooper D
Raumangebot vorn1006455
Raumangebot hinten1003625
Übersichtlichkeit704145
Bedienung/ Funktion1008075
Kofferraumvolumen100171
Variabilität1002315
Zuladung/ Anhängelast802717
Sicherheit1508280
Qualität/ Verarbeitung200145140
Kapitelbewertung1000515453
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Alfa Romeo MiTo 1.6 JTDM 16V

PS/KW 120/88

0-100 km/h in 9.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 198 km/h

Preis 17.950,00 €

Mini Cooper D

PS/KW 109/80

0-100 km/h in 10.10s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 195 km/h

Preis 19.900,00 €