Neuer Hyundai i30 N (2017): Erste Testfahrt (Update!) Mit dem i30 N auf der Rennstrecke

von Paul Englert 29.09.2017

i30 N heißt das erste Auto aus Hyundais neuer Sportsparte N. Wir waren mit dem neuen Hyundai i30 N (2017) unterwegs zur ersten Testfahrt auf der Rennstrecke und römischen Buckelpisten – mit 275 PS.

Es muss Hyundai in den Fingern gejuckt haben, wenn sie wieder einen GTI, R.S., ST, Cupra oder OPC durch Kurven flitzen sahen. Denn jetzt platzieren die Koreaner mit dem neuen Hyundai i30 N (2017) einen scharfen Gegner unter den Kompaktsportlern. Und weil sie keine halben Sachen machen, wurde ein deutscher Ingenieur eingestellt: Albert Biermann, lange verantwortlich für die Geburten vieler BMW M-Modelle. Der Rest ist Geschichte: Start 2015, Entwicklung in Namyang (Korea), Erprobung am Nürburgring, wo ein Palast von einem Testcenter steht. 480 Runden Nordschleife hat der neue Hyundai i30 N (2017) hinter sich, zigtausende Kilometer im Straßenverkehr. Jetzt steht er in der Nähe von Rom auf einer Rennstrecke als Performance-Variante mit 275 PS, Sperrdifferenzial, Klappenauspuff und großer Bremse. Adaptive Dämpfer hat auch die Einstiegsvariante mit 250 PS für 29.700 Euro, für das 2500 Euro teurere Topmodell wurden Fahrwerk, Lenkung und Regelsysteme weiter feingetunt.

Erste Testfahrt im neuen Hyundai i30 N (2017) im Video:

 
 

Erste Testfahrt im neuen Hyundai i30 N (2017)

Also Anschnallen, umschauen, alles wie gehabt, oder? Das Lenkrad des neuen Hyundai i30 N (2017) liegt schon besser in der Hand, und die zwei blauen Tasten darauf sind neu. Damit steuert man vier verschiedene Modi, über das fünfte Programm lassen sich Dämpfer, Antrieb, Lenkung, ESP, Differenzial, Klang und die automatische Drehzahlanpassung beim Herunterschalten (Rev Matching) jeweils dreistufig anpassen – ein Dschungel an Individualisierungsmöglichkeiten. Ach so, wir wollten ja fahren. Also Motor an, den extrasportlichen N-Modus rein – und auf ins Kurvengeschlängel der Rennstrecke. Die lineare Lenkung des neuen Hyundai i30 N (2017) gibt fleißig Rückmeldung, die Leistung mit dem  Gaspedal ist richtig gut dosierbar, und vom Schalten bekommt man nach kurzer Zeit nicht mehr genug, so exakt flutscht der Schaltstock durch die Kulisse, saugt den nächsten Gang regelrecht an, stets begleitet von einer feinen Kupplung mit klarem Druckpunkt. Vorbereitung für die Schikane, der neue Hyundai i30 N (2017) rubbelt ein wenig auf der Bremse, lässt sich mit kleinem Lenkwinkel präzise platzieren, zeigt wenig Rollbewegung der Karosserie. Irgendwann untersteuert er sanft, dreht sich mit dem Heck leicht ein – ohne dass man es großartig merkt.

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i30 N fühlt sich auf der Rennstrecke wohl

Wollen wir doch mal sehen, was das hochgelobte Sperrdifferenzial des neuen Hyundai i30 N (2017) so kann. Und ja, es kann was. Natürlich ist ein Fronttriebler mit maximal 378 Newtonmeter Drehmoment nie frei von Antriebseinflüssen in der Lenkung. Auf der Landstraße zeigt der i30 N dann seine kompromissbereite Seite, er filtert in der weichsten Dämpferstufe auch grobe Unebenheiten gut. Nur auf fiesen Buckeln dürften die Vertikalbewegungen mit dem Heck etwas kleiner sein. Ein Klick zurück in den N-Modus, dann Zurückschalten, die Drehzahlnadel schnellt automatisch nach oben, akustisches Endrohr-Feuerwerk – und noch einmal Vollgas, bis die Schaltlampen hinter dem Lenkrad rot blinken.

Sound des Hyundai i30 N (2017) im Video:

 

Technische DatenHyundai i30 N Performance
Motor4-Zylinder, 4-Ventiler, Turbo
Hubraum1998 ccm
Leistung275 PS bei 6000 /min
Maximales Drehmoment353 Nm b. 1450 – 4700 /min 1 (378 bei 1750-4200 /min Newtonmeter im Overboost-Modus)
Getriebe6-Gang, manuell
AntriebVorderradantrieb
0-100 km/h6,1 s
Höchstgeschwindigkeit250 km/h
Leergewicht1429 kg
L/B/H in mm4335/1795/1447
EU-Verbrauch7,1 l S/100 km
Grundpreis32.200 Euro

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von Paul Englert von Paul Englert
Unser Fazit

Der neue Hyundai i30 N Performance (2017) ist sicher nicht der Allerschnellste in seinem Segment, das sollte er auch nie sein. Das Ergebnis von über zwei Jahren Entwicklung ist ein alltagstauglicher, bezahlbarer Spaßsportler, der absolut sicher liegt – auf dem Weg zum Supermarkt und zum Schwedenkreuz am Nürburgring. Wem das alles nicht radikal genug ist, der bekommt über den Händler zertifiziertes Sportzubehör: Schalensitze, Semislicks, Rennbremsbeläge und einstellbare Stabis.

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